| Wenn
Sie Ihren Hund auf ein neues Futter umstellen-
Beobachten Sie Ihren Hund.
Notieren Sie den Zeitpunkt der Futterumstellung.
Eine allergische Reaktion kann auch nach Monaten einsetzen
!
Was ist eigentlich eine
Futtermittelallergie?
In der letzten Zeit ist ein vermehrtes Auftreten von
sogenannten "Futtermittelallergien" festzustellen.
In der Regel macht sich eine Futtermittelallergie
an der Haut mit Symptomen wie
Juckreiz, vermehrtes Lecken, vermehrte Schuppen-oder
Pustelbildung bzw. sogar mit ekzemartigen Veränderungen,
an den Ohren mit Entzündungen, Juckreiz, etc. und
dem Magen- Darmtrakt mit chronischem Durchfall, chronischen
Magen-Darmentzündungen etc. bemerkbar.
Grundsätzlich sollte
man zwei Arten von Futtermittelallergien unterscheiden:
1.Die primäre Futtermittelallergie
gegen ein bestimmtes Futtermittel (z.B.Weizen)
Diese sogenannte primäre Allergie kommt in der
Praxis sehr selten vor und ist immer angeboren. Ob es
sich um eine primäre Futtermittelallergie handelt,
können Sie ganz leicht feststellen, in dem Sie
Ihrem Hund z.B. bei einer vermuteten Haferallergie einfach
einer ansonsten allergenfreien Mahlzeit hochwertige,
saubere Haferflocken zugeben.
Hat Ihr Hund eine primäre Haferallergie, so wird
die allergische Reaktion entweder sofort oder nach ein
paar Tagen einsetzen.
2.Die sekundäre
Futtermittelallergie durch minderwertige Futterkomponenten
Gegen eine Substanz, die im Zusammenhang mit einem
Rohstoff (z.B. Reis) von minderwertiger Qualität
(z.B. durch Mykosen (Pilz)befall) entsteht. Diese Allergieform
ist sehr weit verbreitet und kann nur durch die Verwendung
von erstklassigen, hochwertigen und sauberen Rohstoffen
ausgeschlossen werden.
Durch eine Unverträglichkeit gegen verwendete
synthetische Vitamine aber auch Lock-, Geruchs-,. Aroma-
und Konservierungsstoffe sowie gegen Antioxidantien
entsteht.
Allergisch reagiert der Hund hierbei nicht immer sofort
nach einer Futterumstellung.
Durch das langfristige
Aufnehmen von Toxinen (Giften), die
in einem Futter enthalten sein können, wird der
Organismus des Hundes hypersensibilisiert. D.h., dass
das Immunsystem durch die ständige Konfrontation
mit den unverträglichen Substanzen nach einer gewissen
Zeit eine Allergie ausbildet, die sich wie gesagt oft
in krankhaften Haut-, Ohren- oder Darmerkrankungen aller
Art niederschlägt.
Diese Hypersensibilisierung wird mit der Zeit immer
stärker, so dass zu einem späteren Zeitpunkt
häufig nur noch ein "Bröckchen"
des Futters ausreicht, um die Krankheitssymptome auszulösen.
Da nun die meisten herkömmlichen Hundefuttersorten
aus gleichen Rohstoffen wie Geflügel, Mais, Fett
etc. zusammengesetzt sind, gehen viele Hundebesitzer
dazu über, auf ganz einseitig zusammengesetzte
Futtersorten zu wechseln z.B. Lamm/Reis oder Fisch/Kartoffelprodukte.
Dies bringt zwar in einigen Fällen eine vorübergehende
Linderung oder sogar in seltenen Fällen ein vorübergehendes
Verschwinden der Symptome, birgt aber auf lange Sicht
gesehen auch einige Risiken in sich.
Zum einen kann auf Dauer gesehen eine Mangel- bzw.
Fehlversorgung nicht ausgeschlossen werden, da zwei
oder drei Futterkomponenten keine genügende Nährstoffbreite
bieten, um den Hund über lange Jahre ausreichend
zu versorgen.
Auch die Versuche diesen Mangel dann mit der Verfütterung
von synthetischen Vitamin- bzw. Mineralstoffvormischungen
auszugleichen, sind sicherlich keine artgerechte und
auf lange Frist gesehen eine sehr ungesunde Art seinen
Hund zu ernähren.
So kommt es häufig vor, dass sich bei diesem Fütterungskonzept
wiederum andere Krankheitssymptome wie Leber-, Nieren-
Knochenstoffwechselprobleme etc. statt der Ursprungssymptomatik
einstellen können.
Zum anderen wird es mir auch bei den sogenannten Zweikomponentenfuttern
passieren, dass mein Hund hierauf nach einiger Zeit
wiederum allergisch reagiert. Nämlich dann, wenn
auch hier die Qualität der Ausgangsstoffe nicht
stimmt, synthetische Zusatzstoffe zugesetzt sind und
das jetzt schon vorbelastete Immunsystem des Hundes
erneut kollabiert.
Grafik:An
welchen "Stellen" treten Allergien auf

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