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Der Gesundheitszustand Ihres Hundes
   

Niemand kennt Ihren Hund so gut wie Sie.
Sie beobachten ihn beim Spielen, Fressen und Schlafen, und Sie streicheln ihn täglich. So stehen die Chancen gut, dass Sie der Erste sein werden, der weiß, wenn irgendetwas nicht mit ihm in Ordnung ist.
Vielleicht hat Ihr pelziger Freund gestern Abend nur wenig Appetit gehabt?
Ist er heute einfach ein klein wenig neben sich selbst oder sollten Sie ihn auf schnellstem Weg zum Tierarzt bringen?

 Appetit
 Augen
 Fell
 Gewicht
 Kot
 Nase
 Ohren
 Puls
 Temperatur
 Verhalten
 Zähne
 Welpen
 Pfoten
 Anal
 Ceck

Der erste Schritt in der guten Sorge für Ihren Hund besteht darin zu wissen,
wie er aussehen sollte, wenn er sich bester Gesundheit erfreut und vor Vitalität nur so sprüht. Wenn Sie wissen, wie ein gesunder Hund aussieht, werden Sie leichter erkennen, wenn Ihr Hund einmal krank ist, und können ihm die Hilfe verschaffen, die er benötigt.

Es ist nötig, ein guter Beobachter zu sein.
Unsere Augen sehen das glänzende Fell und den wedelnden Schwanz unseres gesunden Freundes. Unsere Hände erzählen uns, dass seine Haut glatt und weich ist. Unsere Ohren hören sein tiefes, gleichmäßiges Atmen, wenn er schläft. Und auch unsere Nase spielt ihre Rolle, wenn sie den frischen Atem eines Hundes mitgesunden Zähnen und Zahnfleisch erschnüffelt.

Im folgenden Abschnitt ein paar Anhaltspunkte, nach denen Sie Ausschau halten sollten , wenn Sie den Gesundheitszustand Ihres Hundes einzuschätzen versuchen.

Appetit (oder der Mangel an solchem)
Ein hungriger Hund ist für gewöhnlich auch ein gesunder Hund.
Die meisten Hunde verdrücken ihre Mahlzeiten innerhalb von fünf Minuten
(oder auch in drei, zwei ...).
Eines der ersten Anzeichen für eine Erkrankung, besonders wenn es sich um eine Magen-Darm-Verstimmung oder Fieber handelt, ist das geringe Interesse an seinem sonst so heiß geliebten Fressnapf.Wenn er so gar nichts fressen mag, sollten Sie ihn zum Tierarzt bringen.
Ist das Futter OK ? Hunde haben eine feine Nase.
 Futtermilben
 Mein Hund will nicht fressen

Augen
Ein gesunder Hund hat glänzende und klare Augen.
Die Kornea (das ist die äußerste Oberfläche des Auges, also die Hornhaut) sollte transparent sein, und Sie sollten deutlich die Pupille und die winzigen Falten der Iris (das ist der braune oder blaue Ring um die Pupille, der die Farbe des Auges bestimmt) sehen können.

Einige Hunde, besonders die kleinen, so genannten Toy-Rassen , leiden unter einem exzessiven Tränenfluss. Die Tränen laufen an der Seite der Nase herunter und können bräunlich-rote Verfärbungen verursachen. Dieses ständige Tränen kommt bei diesen Rassen so häufig vor, dass es von vielen Menschen als völlig normal erachtet wird. Viele sind jedoch der Ansicht, dass es ein Zeichen von Allergien ist, besonders wenn es von Hautreizungen,Jucken und Magen-Darm-Reizungen begleitet wird.

Wenn Sie einen solchen Hund Ihr eigen nennen und dieser unter Haut- oder Magen-Darm-Problemen leidet, sollten Sie über eine Ernährungsumstellung nachdenken.
Manchmal hilft es,wenn Sie Ihren Hund mit kohlensäurefreiem Mineralwasser statt normalem Leitungswasser versorgen.
Die Verfärbungen können Sie vermeiden, indem Sie täglich mit einem feuchten Tuch vorsichtig die Feuchtigkeit unter den Augen wegwischen und das Fell dann sorgfältig abtrocknen.

Das Fell ist es ein guter Indikator für den allgemeinen Gesundheitszustand.
Je nach Rasse verfügt ein Hund entweder über ein Langhaarfell, ein Kurzhaarfell, eines mit Unterfell oder eines ohne.
Einige Hunde haben ein Fell, das jahreszeitenbedingt von selbst ausfällt , andere haben eines, das regelmäßig getrimmt werden muss.
Doch unabhängig von der Rasse oder der Art des Fells sollte es bei einem gesunden Hund immer glänzend und griffig sein, und die Haut unter all diesen Haaren sollte sich weich und geschmeidig anfühlen.Wenn Sie sie leicht zu einer Hautfalte zusammendrücken, sollte sie beim Loslassen sofort wieder in ihre originale Position gehen.

Außergewöhnlicher Haarverlust kann ein Zeichen für ein gesundheitliches Problem Ihres Hundes sein. Hunde, die ihr Fell jahreszeitenbedingt wechseln, tun dies in Abhängigkeit von einigen unterschiedlichen Faktoren, zu denen auch genetische Komponenten, Tageslänge,Temperaturunterschiede und Hormone zählen. Jedes Haar wächst bis zu einer genetisch bestimmten Länge und geht dann in eine Ruhephase über. Neue Haare wachsen nach und schieben die älteren Haare langsam aus dem Haarkanal hinaus. Der überwiegende Teil der Hunde,die in einem gemäßigten Klima leben, verlieren die meisten Haare im Herbst, wenn die Tagekürzer werden und die Temperaturen sinken. Im Frühjahr verlieren sie dann wieder Haare und tauschen so ihr dichtes Winterfell gegen eine leichtere Sommergarderobe. Hündinnen verlieren häufig auch ihr Fell etwa drei bis vier Monate, nachdem sie läufig waren, und junge Hundemütter schütteln riesige Mengen an Haaren ab, wenn sie einen Wurf abstillen.

Wie können Sie erkennen, ob der aktuelle Haarverlust Ihres Hundes noch im Rahmen des Normalen liegt oder ob die Unmengen an Haaren auf Ihrem Teppich ein Anzeichen dafür sind, dass etwas nicht stimmt?
Machen Sie sich zunächst in den Monaten, in denen Ihr Hund normalerweise sein Fell wechselt,mit der Menge von Haaren, die er dann verliert, vertraut, so dass Sie jederzeit erkennen können, ob der Haarverlust den jahreszeitlichen Veränderungen entspricht.

Den jahreszeitlich bedingten Fellwechsel können Sie etwas beschleunigen, indem Sie Ihren Hund warm baden. Lose Haare werden dabei entfernt, und das Wachstum der neuen Haare wird angeregt.

Nach dem Bad sollten Sie die losen toten Haare ausbürsten und sich seine Haut ansehen. Wenn diese gesund ist und neue, glänzende Haare nachwachsen, heißt das, dass Ihr hündischer Freund sich gerade in einer ganz normalen Fellwechselphase befindet.

Wenn die Haare jedoch stumpf, trocken und brüchig sind oder wenn zum Beispiel einmal eine Stelle im Fell rasiert wurde und die Haare wachsen nicht normal nach, sollten Sie Ihren Hund einmal vom Tierarzt anschauen lassen.
Dies gilt natürlich erst recht, wenn er weitere Krankheitsanzeichen erkennen lässt.

Gewicht
Ein rundum gesunder Hund hat eine schlanke Taille, und sein Bauch liegt von der Seite gesehen höher als sein Brustkorb. Er sollte im Stande sein, ohne große Anstrengung neben Ihnen herzutraben, ohne dass seine Haut oder das subkutane (direkt unter der Haut liegende) Fett von einer Seite zur anderen rollt. Ein großer Anteil unserer Hunde schleppt viel zu viel Gewicht mit sich herum, und viele sind geradezu krankhaft fettleibig(ein Zustand, bei dem das überflüssige Gewicht ernsthafte Gesundheitsprobleme für einen Hund verursachen kann, bis hin zu seinem verfrühten Tod).

Kot
Der Kot eines gesunden Hundes ist fest und lässt sich leicht aufsammeln.
Er kann so ziemlich jede Farbe zwischen hell- und dunkelbraun oder sogar rot haben, je nach dem, womit Sie ihn füttern (in manchen Hundenahrungsmitteln sind rote Farbstoffe enthalten). Eine tiefschwarze Farbe hingegen ist nicht normal und kann ein Anzeichen für Blutungen im Magen-Darm-Trakt sein. Ein ab und an etwas weicherer Stuhl kommt schon mal vor, aber wenn dies länger anhält oder sich gar zum richtigen Durchfall entwickelt, sollten Sie einen Termin beim Tierarzt vereinbaren.
Verstopfung ist bei Hunden eher ungewöhnlich, kommt aber durchaus auch einmal vor. Wenn Ihr Hund sich beim Koten offenbar ständig anstrengen muss, lassen Sie ihn vom Tierarzt durchchecken.

Nase
Die Nase ist sozusagen das Gesundheits-Barometer Ihres Hundes. Eine Hundenase sollte immer (kalt) und nass sein. Die Schnüffelnase kann aber,wenn Ihr Hund schläft, auch einmal ein bisschen austrocknen – also keine Panik, wenn Ihr schnarchender Hundefreund einmal keine Triefnase aufweist, das ist völlig normal.

Ohren
Der innere Bereich der Ohren eines gesunden Hundes sollte sauber sein, und die Haut im Ohr sollte einen leichten Glanz haben, der durch die Absonderung einer schützenden wachsigen Substanz verursacht wird. Dabei sollte diese wachsige Substanz natürlich nie im Überschuss vorhanden sein, und schon gar nicht sollten die Ohren Ihres vierbeinigen Freundes einen unangenehmen Geruch abgeben. Wenn Sie auch nach dem Reinigen in den Ohren eine schwarze oder braune Absonderung entdecken, kann das ein Hinweis auf eine Entzündung oder eine Erkrankung wie eine Allergie oder ein hormonelles Ungleichgewicht sein. Bringen Sie Ihren Hund zum Tierarzt Ihres Vertrauens, damit er dem Problem auf den Grund geht.

Puls
Der Ruhepuls eines gesunden Hundes kann irgendwo zwischen etwa 70 Schlägen pro Minute(bei großen Rassen) und 160 (bei kleinen Rassen) liegen.
Wenn Ihr Hund sich beim Spielen und Rennen so richtig austobt, kann diese Pulsrate leicht auf das Doppelte oder mehr steigen.Aber die Pulsrate kann auch bei Fieber oder Schmerzen ansteigen. Wenn Sie also den Eindruck haben, Ihr Hund fühlt sich krank, messen Sie seinen Puls – das ist einer der Indikatoren für ein mögliches Problem.Überprüfen Sie die Pulsrate Ihres Hundes dann, wenn Sie sicher sind, dass er gesund ist, so dass Sie einen Richtwert haben, anhand dessen Sie den Gesundheitszustand Ihres besten Freundes überprüfen können, wenn Sie einmal den Eindruck haben, er sei irgendwie nicht so ganz in Bestform.

Der Puls des Hundes wird an der Innenseite des Oberschenkels gemessen.

Temperatur
Die normale Körpertemperatur eines Hundes liegt bei 38 bis 39 Grad Celsius. Größere Hundeweisen eher eine Körpertemperatur am unteren Ende dieser Skala auf, kleinere eher im oberen Bereich.

Messen Sie die Temperatur Ihres Hundes, wenn er sich bester Gesundheit erfreut,so dass Sie seine normale Körpertemperatur kennen.Die Körpertemperatur Ihres Hundes kann, wenn er gerade ausgiebig getobt und gespielt hat, um einige Grade höher liegen als normal. Messen Sie sie also, wenn er gerade ruhig und entspannt ist!

Die Temperaturmessung bei Tieren erfolgt rektal.

Verhalten
Einem gesunden Hund sieht man seine Lebensfreude
sozusagen schon an der Nasenspitze an.

Er trägt seinen Kopf hoch, seine Augen glänzen, und sein Schwanz wischt in Erwartung all der Freuden, die sich ganz sicher hinter der nächsten Ecke auf tun werden, freudig hin und her. Ein Hund sollte das Bild eines Energiebündels abgeben, der voller Neugier und Interesse seine Umgebung erforscht. Diese draufgängerische Art ist genau der Grund, warum so viele von uns Hunde lieben.

Wenn Sie eine Veränderung im Verhalten Ihres Hundes bemerken, die mehr als zwei Tage anhält, könnte das ein Zeichen für gesundheitliche Probleme sein. Suchen Sie mit ihm den Tierarzt auf, um herauszufinden, was los ist.

Zähne und Zahnfleisch
Das Zahnfleisch eines gesunden Hundes ist glänzend
und fest mit den Zähnen verbunden.
Hunde mit hellem Fell haben in der Regel rosiges Zahnfleisch, während dunklere Hunde und Hunde, die mit blauen Zungen gezüchtet wurden normalerweise dunkle Flecken im Zahnfleischaufweisen. Die Zähne sollten weiß und glänzend sein, ohne Ablagerungen am Zahnfleischrand. Den Atem eines gesunden Hundes kann man vielleicht nicht gerade als Wohlgeruchbezeichnen, aber alles, was eindeutig unter den Begriff »Mundgeruch« fällt, ist nicht als normal zu betrachten und sollte vom Tierarzt überprüft werden.

Die Suche nach einem gesunden Welpen
Bei Welpen achtet man grundsätzlich auf dieselben Anzeichen für Gesundheit wie bei einem erwachsenen Hund, aber einige Unterschiede gibt es doch.
Herzfrequenz und Körpertemperatur: Die Herzen von Welpen schlagen schneller und ihre Körpertemperatur ist höher als die eines erwachsenen Hundes, weil sie eben kleiner sind und einen schnelleren Stoffwechsel haben.
Schlafbedürfnis: Genau wie ein menschliches Baby mehr schläft als ein Erwachsener,schlafen auch Welpen mehr als ausgewachsene Hunde.Über Müdigkeit und den gigantischen Schlafbedarf Ihres Welpen brauchen Sie sich also keine Sorgen zu machen. Nach einer kleinen Ruhepause ist Ihr junger Hundefreund ganz sicher wieder zu allen Schandtaten bereit. Zahnentwicklung: Die Milchzähne eines Welpen machen bleibenden Zähnen etwa zw-schen dem vierten und sechsten Monat Platz. In diesem Zahnwechselstadium kann es vorkommen, dass das Zahnfleisch Ihres Welpen ab und zu ein wenig blutet, also keine Sorge: Ihr Hundewinzling zahnt und leidet nicht etwa an einer Zahnfleischentzündung.Eine der wichtigsten Entscheidungen in Ihrem Leben als Hundebesitzer ist die für einen Welpen, der sich natürlich möglichst bester Gesundheit erfreuen sollte. Alle Welpen sind schlichtweg niedlich, aber nicht alle sind auch gesund.

Sie mögen versucht sein, sich das schwächste und kränklichste Tier eines Wurfes auszusuchen, weil Sie nichts lieber täten, als ihm die bestmögliche Pflege für sein Gedeihen zukommen zu lassen, dies ist keinesfalls eine weise Entscheidung. Kranke Welpen können sich als Fass ohne Boden erweisen und eine schier unerschöpfliche Quelle von Strapazen sowohl emotionaler wie finanzieller Natur sein.

Sie schulden es sich selbst und Ihrem Welpen, Ihre Wahl so zu treffen, dass seine Gesundheit von Anfang an gewährleistet ist.

Die Zehen Ihres Vierbeiners
Die Zehen und Krallen eines Hundes sind ganz hervorragende Werkzeuge. Sie ermöglichen es Ihrem Hund, den Boden unter seinen Füßen wortwörtlich »in den Griff zu bekommen«, wenn er herumspringt, rennt und sich im vollen Tempo herumwirft, um die Richtung zu wechseln.

Wenn die Krallen zu lang sind – Sie können das daran erkennen, dass Sie sie bei jedem Schritt Ihres Hundes auf dem Boden klicken hören, kann das schmerzhaft sein und sogar zu Fehl-haltungen seiner Läufe führen.

Einen Hund, dessen Krallen nie geschnitten werden müssen, gibt es praktisch nicht.
Ein Hund,der regelmäßig auf harten Oberflächen wie Beton herumrennt, nutzt seine Krallen von selbst ab, aber wenn er Wolfskrallen hat, müssen diese regelmäßig beschnitten werden. Eine Wolfskralle ist eine verkümmerte erste Zehe an der Innenseite des vorderen Mittellaufs und entspricht dem Daumen des Menschen. Die meisten Hunde benötigen regelmäßige Fußpflege, das heißt alle paar Wochen müssen die Krallen getrimmt werden.

Info: Die Krallen dürfen mit ihren Spitzen den Boden nicht oder kaum berühren. Ansonsten müssten sie gekürzt werden. Um das prüfen, stellen Sie ihren Hund auf einen ebenen Untergrund. Sind die Krallen nur unwesentlich zu lang, genügt das Befeilen mit einer guten Nagelfeile. Es ist recht mühsam, birgt aber kaum Verletzungsgefahr.
Lassen Sie sich das Krallenscheiden vom Tiearzt zeigen-ist nicht schwer.
(Schneiden Sie selbst-sollten Sie notfalls einen Pfotenverband anlegen können)

Die Krallen wachsen besonders schnell, wenn der Hund viel Zeit auf weichen Böden verbringt. Bei manchen (meist französischen) Hunderassen gibt es als Rassestandard auch noch eine fünfte oder sogar sechste Kralle an den Hinterpfoten(die sogenannten Afterkrallen), die ebenfalls regelmäßig gekürzt werden müssen, da sie sich beim Laufen nicht abnutzen. Treten solche Degenerationserscheinungen bei anderen Rassen auf, entfernt der Tierarzt sie häufig unter Narkose, da von ihnen Verletzungsgefahr ausgeht.

Während Sie für Ihren Hund den Fußpfleger spielen, überprüfen Sie auch die Haare zwischen den Fußballen. Bei manchen Hunden werden diese sehr lang und bedecken dann die Ballen. Das kann dazu führen, dass sich dort Schmutz und Feuchtigkeit ansammeln, was nicht nur für den Hund unangenehm ist, sondern auch das Risiko für Infektionen erhöht. Trimmen Sie die Haare um die Ballen herum und benutzen Sie dafür eine Schere mit abgerundeten Enden, um Verletzungen an den Ballen zu vermeiden.

Zahnpflege
Sie haben es sicher schon von Ihrem eigenen Zahnarzt gehört: Zahnfleischentzündung, die dazu führen kann, dass die Zähne locker werden oder schlimmstenfalls sogar ausfallen, ist das am häufigsten verbreitete Problem bei Erwachsenen. Dasselbe gilt für Hunde. Es wird ge-schätzt, dass 80 Prozent aller Hunde im Alter von drei Jahren an Zahnfleischentzündungen(auch Parodontitis genannt) leiden.Wenn das Zahnfleisch Ihres Hundes zu bluten neigt, wenn er auf einem Knochen kaut, leidet er wahrscheinlich an einer Zahnfleischentzündung. Lassen Sie das umgehend von Ihrem Tierarzt überprüfen!Die Ursache für Parodontitis ist bei Mensch wie Hund dieselbe. Es fängt damit an,dass sich Speisereste und Bakterien am Zahn festsetzen und so eine Plaqueschicht bilden. Diese Plaque reichert sich dann mit Kalzium an, das im Speichel enthalten ist, und es entsteht der berüchtigte Zahnstein. Zahnstein besteht aus einer weißen, gelblichen oder bräunlichen Schicht auf der Zahnoberfläche, besonders am Rand zwischen Zahn und Zahnfleisch. Durch diese Schicht werden weitere Bakterien und Speisereste zwischen Zahnfleisch und Zähnen angelagert. Die Bakterien produzieren dann chemische Stoffe, die das Zahnfleisch irritieren und zu Zahn-fleischentzündungen und -blutungen führen. Schlussendlich greift die Entzündung dann den Knochen an, der den Zahn an seinem Platz hält, so dass der Zahnanfängt zu wackeln oder schließlich sogar ausfällt.Der Schlüssel zum Sieg über die Parodontitis liegt in der Vorbeugung. Die beste Vorbeugemaßnahme besteht natürlich darin, dass Sie die Zähne Ihres Hundes re-gelmäßig putzen. Sie können dafür eine ganz normale Zahnbürste benutzen, auf die Sie Zahnpasta mit Fleischgeschmack geben, die es extra für Hunde gibt (imTierfachgeschäft oder auch im Internet zu beziehen). Alternativ gibt es auch enzymhaltige Kaustreifen mit Fleischgeschmack oder Fingerbürsten, das heißt kleine Zahnbürsten, die man auf einen Finger aufstecken kann. Auch Zahnreinigungstücher, die man sich einfach um den Finger wickeln kann, sind geeignet.Lassen Sie sich im einschlägigen Fachhandel oder von Ihrem Tierarzt beraten.Hunde, die regelmäßig Knochen, mit Büffelhaut überzogene Kauknochen oder auch harte Hundekuchen kauen, haben meist deutlich weniger Plaque und Zahnstein, als Hunde, die dies nicht tun.

Die Reinigung der Anal(drüsen)beutel
Die Analbeutel sind zwei kleine Säcke, die in Fünf- und Sieben-Uhr-Position unterhalb des Afters Ihres Hundes platziert sind. Diese Beutel werden während des Kotens entleert oder manchmal auch, wenn der Hund Angst hat.Das Sekret hat eine ausgeprägte Duftnote, die die meisten Menschen, wie Sie sich sicher vorstellen können, eher unangenehm finden, um es einmal vorsichtig auszudrücken. Die Analbeutel sind das Pendant eines Hundes zu den Duftstoffdrüsen eines Stinktiers – allerdings stinkt das Sekret nicht ganz so extrem! Es ist durchsichtig oder leicht bräunlich-gelblich. Ein Hund mit einem Gewicht von vierzig Pfund sollte nicht mehr als etwa einen Teelöffel voll dieses Sekretes in seinen Analbeuteln haben.Wenn sich zu viel Sekret in den Analbeuteln angesammelt hat, wird Ihr Hund darauf reagieren, indem er sein Hinterteil auf dem Boden reibt, um sie so zu entleeren (was man aucheuphemistisch »Schlittenfahren« nennt). Wenn die Analbeutel entzündet sein sollten, können Sie das daran merken, dass Ihr Hund sich häufig an seinem hinteren Ende herumleckt,schlimmstenfalls so exzessiv, dass sich offene und nässende Stellen im Bereich des Afters bilden können.Wenn Ihr Hund sich exzessiv am Hinterteil leckt oder auf dem Boden herumrutscht, bringen Sie ihn zu Ihrem Tierarzt und lassen Sie ihn die Analbeutel leeren. Wenn Ihr Hund häufiger Probleme mit seinen Analdrüsen hat , können Sie Ihren Tierarzt auch bitten, Ihnen zu zeigen, wie man die Analbeutel leert, so dass Sie es regelmäßig selbst machen und sich so Aufwand und Geld für häufige Tierarztbesuche ersparen können.

Der wöchentliche Check für Ihren Hund
Machen Sie jede Woche einen kurzen Check, so dass Sie sich sicher sein können, dass es Ihrem Hund rundum gut geht. Wenn Sie Ihren Hund regelmäßig darauf untersuchen, ob allesmit ihm in Ordnung ist, werden Sie eventuelle Probleme sofort im Anfangsstadium entdecken– je früher, desto besser.
Fellpflege:Beginnen Sie Ihr Wochenprogramm mit der Fellpflege: Bürsten Sie Ihren Hund und untersuchen Sie dabei Fell und Haut. Er wird im siebten Himmel sein, während Sie mit den Händen über seinen ganzen Körper streichen, um zum Beispiel Knubbel, Knoten,Verfilzungen oder kleine Zweige und andere Pflanzenteile zu entdecken und zu entfernen, die er von draußen mit nach Hause gebracht hat.Besonders zu beachten sind in diesem Zusammenhang bestimmte Gräser, die sogenannte Grannen als Blütenstände bilden, also Samenkapseln, die mit winzigen Widerhaken versehen sind. Diese können im Fell besonders im Bereich von Nase und Ohren oder auch in den Zwischenräumen der Zehen hängen bleiben. und sich durch die Haut bohren. Durch die Widerhaken können sie nur in eine Richtung wandern, so dass sie immer tiefer in den Körper hinein getrieben werden und dann eine Fremdkörperreaktion auslösen, die meist mit Entzündungen einhergeht. Achten Sie also darauf, wo Sie mit Ihrem Hund spazieren gehen, und meiden Sie besonders während der Sommer- und Herbstmonate Flächen, die stark mit solchen Gräsern bewachsen sind.Wenn Sie während des wöchentlichen Checks einen Knubbel oder Knoten unterm Fell entdecken, teilen Sie an der betreffenden Stelle die Haare und schauen Sie sich das Ganze genau an. Es kann sich zum Beispiel auch um eine schon heilende und mit Schorf überzogene Hautstelle handeln, an der Sie einige Tage zuvor eineZecke entfernt haben, oder ein Kratzer vom Spielen mit anderen Welpen. Wenn es kein Schorf ist, sondern eine Erhöhung unter der Hautoberfläche, sollten Sie Ihren Hund lieber zum Tierarzt bringen. Vielleicht muss der Knoten entfernt und unter dem Mikroskop genauer untersucht werden. Wenn der Knoten klein ist und unter der Haut hin und her geschoben werden kann, überprüfen Sie ihn einfach jede Woche, so dass Sie wissen, ob er sich verändert. Wenn der Knoten größer wird oder plötzlich festsitzt, weil er sich mit dem umliegenden Gewebe verbunden hat,sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, der Ihnen sagen wird, ob er entfernt werden muss oder nicht.

Ein Blick in die Ohren tut Wunder.Schauen Sie einmal pro Woche in die Ohren Ihres Hundes. Es ist natürlich ein bisschen duester dort, also nehmen Sie getrost eine Taschenlampe zur Hand. Die meisten Hunde haben ein wenig einer wachsartigen und orangefarbenen oder braunen Substanz in den Ohren. Diese völlig normale Absonderung hält die Haut im Inneren des Ohres geschmeidig und schützt das Ohr vor Infektionen. Wenn diese wachsartige Substanz sich im Übermaß ansammelt, entfernen Sie den Ohrenschmalz mit einem Wattebausch und Ohrenreinigungsflüssigkeit, indem Sie mit der angefeuchteten Watte sanft über die Haut streichen. Der Ohrkanal eines Hundes ist L-förmig, also besteht wenig Risiko, auf diese Art das Trommelfell zu verletzen, es ist gut geschützt. Stecken Sie aber Ihren Finger nicht zu tief ins Ohr.Reiben Sie niemals heftig an der Haut in den Ohren, wenn Sie diese säubern wollen. Sie könnten ansonsten die in den Ohren sehr dünne epidermale Hautschicht(das ist die äußerste Schicht) verletzen. Benutzen Sie auch keine Wattestäbchen,um den Ohrkanal zu säubern, denn dann könnten Sie zu tief ins Ohr geraten und das Trommelfell verletzen.Während Ihrer wöchentlichen Untersuchung der Ohren sollten Sie immer auf gerötete Hautstellen oder unangenehme Gerüche achten, denn diese können aufeine Infektion hinweisen. Ein Hund mit einer Ohrentzündung schüttelt häufig seinen Kopf oder zuckt zusammen, wenn Sie das betroffene Ohr berühren. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Hund an einer Infektion leidet, suchen Sie Ihren Tierarzt auf.

Ohrentzündungen sind sehr schmerzhaft und können sich auf das Mittel- oder Innenohr ausweiten und zu Taubheit oder Gleich-gewichtsstörungen führen. Sofortige tierärztliche Hilfe kann auch Vernarbungenverhindern, die Ihren Hund anfällig für weitere Infektionen machen würden.Wenn Ihr Tierarzt eine Ohrentzündung feststellt, kann er unter Betäubung die Ohren ausspülen, so dass Erreger auch aus den unzugänglichsten Hautfalten herausgespült werden. Vielleicht legt er auch zur Sicherheit eine Bakterienkultur an und verabreicht Ihrem (f)lauschigen Hundefreund ein Antibiotikum oder ein Pilzmittel, mit dem Sie die Ohren in den nächsten Tagen oder vielleicht sogar Wochen behandeln müssen. Wenn alles wieder verheilt ist, checken Sie seine Ohren sicherheitshalber zwei Mal pro Woche, so dass Sie es frühzeitig merken, wenn es zu einemRückfall kommen sollte.

Hunde mit hängenden Ohren – wie Golden Retriever oder Pudel –, die zudem noch die reinsten Wasserratten sind, sind meist anfälliger für Ohrentzündungen, wahrscheinlich deshalb,weil die Innenseite ihrer Ohren durch das Anliegen am Kopf länger feucht bleiben. Viele Hefe und andere Pilze gedeihen bei einem solch feuchten Klima ganz prächtig. Auch ist die Haut im Inneren der Ohren sehr dünn und bildet deshalb gerade in feuchtem Zustand nicht ein so unüberwindliches Hindernis, wie dickere – und trockenere – Haut es tun würde. Hunde, die an Allergien leiden, sind meist ebenfalls anfällig für Ohrinfektionen. Wenn Ihnen bekannt ist,dass Ihr Hund an saisonalen Allergien leidet, oder wenn er öfter mal schwimmt, schauen Sie häufiger seine Ohren nach!

Hier einige Hinweise, wie man Ohrinfektionen verhindern kann: Untersuchen Sie regelmäßig die Ohren Ihres Hundes. Wenn Sie den Verdacht haben, dass eine Infektion vorliegt, gehen Sie mit Ihrem Hund zum Tierarzt. Entfernen Sie sanft überschüssigen Ohrenschmalz und Schmutz. Schneiden Sie vorsichtig die Haare rund um den Ohrkanal weg. Bei manchen Rassen wie zum Beispiel dem Pudel sollten Sie die feinen Härchen am Eingang zum Ohrkanal zwischen Daumen und Zeigefinger fassen und auszupfen.Dies verbessert die Luftzirkulation, so dass die Haut trocken bleibt. Streuen Sie, wenn Ihr Hund im Wasser war, etwas Fußpuder auf die innere Haut seiner Ohren. Solch ein Puder wird zum Beispiel auch von Sportlern benutzt. Sie können dies auch – besonders im Frühjahr und Sommer – regelmäßig einmal pro Woche tun (unabhängig davon, ob Ihr Hund Schwimmen war), wenn Ihr Hund zu Allergien neigt. Fußpuder enthält pilzhemmende Mittel, die die Ausbreitung von Hefe- oder anderen Pilzen, die andernfalls Infektionen verursachen können, verhindert.

 

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