Der
Golden Retriever – intelligent, verspielt und
arbeitseifrig
Der beliebte Golden Retriever wurde 1913 als eigenständige
Rasse anerkannt, nachdem Lord Tweedmouth blonde Labrador
Retriever und die bereits ausgestorbenen Tweed Water
Spaniel kreuzte.
Später kamen Irische Setter und beigefarbene Bluthunde
dazu. Die so entstandene Rasse gewann zunächst
in den USA und England an Popularität, in den späten
1980ern löste der Golden Retriever auch in Europa
einen regelrechten Boom aus.
Der
Golden Retriever hat einen harmonischen Körperbau,
der kräftig und imposant ist.
Seine Bewegungen sind kraftvoll und energiegeladen.
Das Fell des schönen Hausgenossen ist in reizendem
Goldton oder hellen Cremefarben gehalten, kann glatt
oder etwas gewellt sein.
Die Unterwolle schützt ihn vor den Unbilden des
Wetters.
Die Rasse zeichnet sich
durch ihr ausgeglichenes, duldsames Wesen aus.
Der Retriever ist sehr menschenbezogen und schließt
besonders Kinder in sein großes Hundeherz.
Bei der Erziehung sollte man auf eine Mischung aus
sanfter Führung und Konsequenz achten. Wird der
muntere Geselle entsprechend gefordert und gefördert,
entwickelt er sich zu einem leicht auszubildenden Vierbeiner.
Seine ruhigen, zuverlässigen, anpassungsfähigen
Eigenschaften machen ihn auch zu einem sehr begehrten
Begleithund für blinde oder behinderte Menschen.
Nach seiner Ausbildung kann man sich auf den Retriever
vollkommen verlassen. Er bringt und holt, passt auf,
und achtet aufmerksam auf Mimik und Gestik seines Besitzers,
befolgt Kommandos umgehend.
Der brave Vierbeiner möchte unbedingt die Wünsche
seines Besitzers erfüllen. Lob und Leckerchen erfreuen
ihn dann über alle Maßen.
Er ist weder hektisch noch nervös, sondern punktet
neben seiner Zuverlässigkeit zudem mit Unerschrockenheit
und echter Coolness. Auch Aggression ist ihm fremd.
Hält man einen Golden
Retriever sollte man sich bewusst sein, das er immer
ausreichend körperliche sowie geistige Beschäftigung
braucht. Aufgrund seiner Intelligenz
und Lernfreude sind neue Aufgaben, Spaß, Sport
und Spiel sein Metier. Er trainiert mit hohem Arbeitseifer
und ist glücklich, wenn seine Menschen ihm allerlei
Dinge beibringen. Seine Begeisterung ist schier grenzenlos,
wenn es um Action geht.
Retriever sind in der Regel bis ins Hohe Alter verspielt
und verschmust. Auch eine gute Portion Humor ist Teil
seines Hunde-Charakters. Versteht sein Besitzer etwas
von Hundeerziehung, wird der liebenswerte Geselle sich
rasch unterordnen und seine Hunderolle perfekt ausfüllen.
Im Golden Retriever sind
die Arbeits-Gene tief verankert. Wenn
man sich zu wenig um den goldigen Kerl kümmert
oder ihn unterfordert, können unerwünschte
Verhaltensweisen auftreten.
Einmal Gassigehen um die Ecke reicht keinesfalls aus.
Für eine Zwingerhaltung ist er keineswegs geeignet,
denn er braucht die Nähe von Menschen und liebend
gerne von Artgenossen. Ein großer Außenbereich
mit einer Tobefläche passen voll in sein Konzept.
Freundlich wie er ist, kann es sein, dass er sich
nicht nur über geladene Gäste freut, sondern
einen Dieb überschwänglich begrüßt
und ihm gerne den Weg zum Gewünschten weist. Sein
Schutztrieb schwächelt schon sehr.
Der Golden Retriever kann in puncto Erkrankungen unter
Gelenksdysplasien, Anfälligkeit für Augenerkrankungen
und Krebs sowie Allergien leiden. Die Lebenserwartung
liegt bei etwa zehn bis zwölf Jahren.
© 2011ChKrb
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