Der
Grönlandhund - naturverbunden und voller Energie
Der robuste Grönlandhund zählt zu den ältesten
Rassen. Die Inuit waren auf seine treuen Dienste als
Jagd- und Transporthund angewiesen. Gezüchtet wurde
er hinsichtlich Merkmalen wie Zähigkeit, Energie
und Ausdauer. Der kraftvolle Geselle bringt bis zu fünfzig
Kilo auf die Waage und kann über sechzig Zentimeter
groß werden.
Der
durchaus attraktive Grönlandhund verfügt über
ein doppeltes Haarkleid mit dichter, wetterresistenter
Unterwolle.
Das Deckhaar ist eher harsch, glatt und man trifft
es in den unterschiedlichsten Farbvariationen an.
Seine kleinen, spitzen Ohren ragen stramm aufgerichtet
in die Lüfte.
Dieser ausdauernde Schlittenhund
ist nichts für Anfänger. Denn
Erziehung und Sozialisation erfordern ein hohes Maß
an Hundeverstand, um mit der nötigen Mischung aus
sanfter Führung und Konsequenz vorzugehen.
Sein hierarchisches Wesen ist ihm angeboren, sodass
er durchaus dazu neigt, seine vermeintliche Überlegenheit
zu demonstrieren. Er muss deshalb frühzeitig lernen,
sich unterzuordnen und seinen Besitzer als Rudelführer
zu akzeptieren.
Wenn er zeigen will, wie stark er ist, können
Artgenossen und andere Haustiere das schon mal zu spüren
kriegen.
Naturverbunden wie er ist, braucht dieser Vierbeiner
natürlich ausreichend Bewegung und Beschäftigung,
weil er an Arbeit und selbständiges Agieren gewöhnt
ist. Sein Metier ist weitläufiges Gebiet zum Laufen,
noch besser, man spannt ihn vor einen Schlitten. Dann
prescht er mit Kraft los und zeigt, was in ihm steckt.
Der Grönlandhund
sprüht vor Energie, ist mutig und beharrlich.
Man muss ihn allerdings immer im Auge behalten, sonst
macht er sich vielleicht davon, durchaus mit dem Ziel,
Tage später wieder bei seinem Besitzer einzutrudeln
als sei nichts gewesen.
Erlernt der Naturbursche aber möglichst im Welpenalter
Disziplin und Kommandos, wird er sie in der Regel gehorsam
befolgen. Am besten reagiert er auf unverzügliche
Belohnung, bestehend aus Leckerchen, lobenden Worten
und Tätscheleien. Dieses Vorgehen bestärkt
ihn in seinem positiven Verhalten und führt am
ehesten zum gewünschten Ergebnis.
Der zähe Grönlandhund ist nichts für
die Wohnung. Als echter Schneeexperte verträgt
selbstverständlich auch klirrende Kälte. Deshalb
fühlt er sich in einem weitläufigen Außenbereich
am Wohlsten. Natürlich braucht er ein trockenes,
warmes Plätzchen zum Zurückziehen.
Wird er nicht genügend ausgepowert, verkümmert
der Grönlandhund, magert ab, neigt zu Hyperaktivität
und manchmal zu Aggressivität. Deshalb sollte sein
Besitzer ein aktiver, sportlicher Mensch sein, der dem
robusten Energiebündel das bieten kann, was er
für ein glückliches Hundeleben braucht.
Bei entsprechender Haltung, Pflege und unter Berücksichtigung
seines naturechten Wesens kann der Grönlandhund
etwa dreizehn Jahre alt werden.
© 2011ChKrb
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