Der
Große Münsterländer – intelligent,
aufmerksam mit ausgeprägtem Sozialverhalten
Der Große Münsterländer fand seine
Verwendung bis Ende des 19. Jahrhunderts als Schäfer-
und Jagdhund. 1936 erhielt die Rasse den offiziellen
Zuchtstandard. Man unterscheidet die große und
die kleine Münsterländer-Art. Seinen Ursprung
könnte der kluge Jagdgeselle im damaligen “Habichtshund”
gefunden haben.
Das
Fell des intelligenten Jagdhundes ist dicht und lang.
Es kommt in weißer Variation mit schwarzen Tupfen
oder Abzeichen vor, aber auch schwarz-geschimmelt. Manchmal
ziert eine weiße Blesse seinen Kopf.
Der Große Münsterländer
ist ein hervorragender Vorstehhund.
Auch das Apportieren liegt ihm im Blut. Wer einen Münsterländer
zu sich holt, sollte sich bewusst sein, dass es sich
um einen echten Naturburschen mit großer Jagdleidenschaft
handelt.
Seine Instinkte sind tief verwurzelt und sollten nicht
in irgendeiner Form abtrainiert werden.
Aufgrund seines Charakters braucht er eine ruhige,
konsequente Führung und einen Halter, der über
ausreichend Hundewissen verfügt. Wird er ausgebildet,
sollte sein Besitzer mit ihm gemeinsam agieren. So lernt
der clevere Geselle rasch, wer das Sagen hat und kann
sich an seinem Besitzer orientieren.
Am wohlsten fühlt er sich in der Hand eines Jägers,
der weiß, wie man entsprechend des Naturell des
Münsterländers handelt. Viel Bewegung und
Beschäftigung müssen auf dem Programm stehen.
Der Vierbeiner hat ordentlich Energie und die muss
irgendwo hin. Faul herumliegen oder einmal um den Block
laufen, reichen bei Weitem nicht aus. Außerhalb
der Jagdsaison liebt er lange Wanderungen und Apportierspiele.
Hat er aktive Besitzer, die ihm allerlei sportiven Ausgleich
bieten, ist er liebenswert und anhänglich, kommt
auch prima mit Kindern zurecht, verhält sich im
Innenbereich eher ruhig und gelassen.

Für eine Stadtwohnung
ist dieser Jagdhund die falsche Wahl. Er
braucht die Natur und viel Platz zum Erkunden, schnüffeln
und graben. Ein Außenbereich mit viel Auslauffläche
kommt dem jagdeifrigen Gesellen sehr entgegen.
Wichtig ist, dass der Tobe- und Laufbereich eingezäunt
ist, sonst könnten interessante Düfte ihn
zum Ausbüxen verleiten.
Weil er viel in freier Natur unterwegs ist, sollten
Augen, Ohren und Fell regelmäßig auf Ungeziefer
und diverses Gesträuch untersucht werden. Mit der
Nase ständig am Boden, kommt er oft mit Pilzen
oder Getier in Berührung, sodass es zu Entzündungen
oder Infektionen kommen kann.
Bietet man dem Großen Münsterländer
einen ansprechenden Wohnplatz, schenkt ihm Aufmerksamkeit
und ernährt ihn rassegerecht, wird man einen gehorsamen,
treuen, unempfindlichen und anhänglichen Begleiter
haben, der eine durchschnittliche Lebenserwartung von
zehn bis zwölf Jahren hat.
© 2011ChKrb
|