| Haben
Hunde einen siebten Sinn?
Die fünf Sinne:Hören, Sehen, Riechen, Tasten
und Schmecken
Heute wissen Biologen, dass selbst mit dem sechsten
oder dem siebten Sinn das berühmte Ende der Fahnenstange
noch längst nicht erreicht ist.Es gibt weitere
Sinne, die von der modernen Physiologie benannt worden
sind. Dazu gehören die Thermozeption (Temperatursinn),
Nozizeption(Schmerzempfindung), den Gleichgewichtssinn
, die Orientierung im Raum (oben und unten, Position
im Raum) und die Propriozeption(Körperempfindung
oder Tiefensensibiliät) sowie ein Sinn für
die Zeit (innere Uhr für den Tagesrhythmus).
Tiere besitzen besondere Fähigkeiten.Manche sind
in der Lage,sich am Magnetfeld der Erde zu orientieren.
Andere können Beutetiere mit Hilfe elektrischer
Felder aufspüren. Und wieder andere besitzen die
Fähigkeit,schon aus einigen Kilometern Entfernung
Waldbrände zu erkennen.
Hunde und Katzen spüren sogar, wenn "ihr
Mensch" in der Ferne einen Unfall erleidet oder
stirbt.Tiere spüren Katastrophen, wie z.B. Erdbeben
voraus.„In vielen Jahren wissenschaftlicher Arbeit
ist es gelungen durch technische Erweiterungen unserer
eigenen Wahrnehmungsfähigkeiten vielen scheinbar
unerklärlichen Sinnesleistungen der Tiere auf die
Spur zu kommen. Andere blieben ungelöst, bis heute.
Familien
mit Hunden kennen das Phänomen.
Plötzlich springt der Vierbeiner auf, läuft
schwanzwackelnd zur Tür. "Ja was ist denn
Benno?" Nichts ist zu sehen oder zu hören.
Nur der Wind säuselt leise durch die blätterlosen
Kirschbaumzweige im Vorgarten. Doch Benno harrt aus.
Und dann, nach zwei, drei Minuten, kommt er um die Ecke
gebogen: "Da ist Papi ja!" Während er
das Auto im Carport platziert, spring Benno freudig
erregt an der Tür hoch und droht, den Spuren in
der Holztür neue Kratzer hinzuzufügen. Woher
wusste Benno, dass sein Herrchen jetzt kommen würde?
Ist es der siebte Sinn,
wie Bestesellerautor Rupert Sheldrake behauptet?
Der Biologe machte nach eigenen Angaben zahlreiche Experimente
mit Hunden. Unter anderem entfernten sich die Herrchen
von ihren Freunden und kehrten nach willkürlich
gewählten Zeitspannen zurück. Laut Sheldrake
bewies die permanent auf den Lieblingsbegrüßungsfenster-
oder türplatz der Hunde ausgerichtete Kamera, dass
die Hunde signifikant häufiger diese Plätze
aufsuchten, sobald sich die Besitzer näherten.
"Telepathische Fähigkeiten" meint Sheldrake
bei den Freunden des Menschen erkennen zu können.
Nun ja.Ganz so weit muss man vermutlich
allerdings nicht gehen.
Zum einen haben Hunde und auch Katzen ein sehr
viel besseres Gehör als Menschen, sie hören
also tatsächlich sehr viel mehr als Menschen
und damit auch viel eher als wir, wenn sich der
ihnen nahe stehende Mensch nähert.
Das gilt auch für Fahrzeuge, die die Person
benutzt, denn die Tiere sind sehr wohl in der
Lage, die Geräusche verschiedener Fahrzeuge
voneinander zu unterscheiden.Ein Hund ist dazu
in der Lage eine Geräuschquelle binnen einer
6/100 Sekunde zu orten und zu identifizieren.
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"Zum anderen sind
unsere Haustiere sehr genaue Beobachter",
unterstreicht die Diplom-Tierpsychologin Petra Mundsahl.
Unsere
gewohnten Tagesabläufe sind Hunden und Katzen oft
bestens vertraut. "Wenn der Tierhalter regelmäßig
zu einem bestimmten Zeitpunkt heimkehrt, so kennt der
Hund bzw. die Katze diesen Zeitpunkt. Dies gilt auch
für Abläufe, die sich nicht jeden Tag wiederholen,
aber dennoch von speziellen Merkmalen geprägt sind,
zum Beispiel ein ausgedehntes Frühstück am
Wochenende oder aber die Verwendung spezieller Gegenstände
oder Kleidung," erläutert Mundsahl.
"Und schließlich sind unsere Tiere auch
geübt darin, das Verhalten anderer Personen im
Haushalt zu interpretieren und daraus Rückschlüsse
zu ziehen.
Ein Beispiel:
Der Mann ruft regelmäßig seine Frau
an bevor er sich auf den Heimweg macht. Am Tonfall,
der Mimik und auch an vereinzelten, bekannten Wörtern
des Gesprächspartners kann das Tier erkennen, dass
innerhalb eines bestimmten Zeitraumes die nahe stehende
Person heimkommen wird."
Fazit:
Hunde und Katzen, die mit uns in einem Haushalt
zusammenleben, kennen uns oft sehr viel besser als wir
im Allgemeinen denken. Sie nehmen selbst kleinste Stimmungsunterschiede
wahr und wissen die ständigen Signale, die der
Mensch an das Tier sendet, bestens zu interpretieren.
Keine Telepatie also,sondern Aufmerksamkeit und Beobachtungsgabe,
die sich manch Frauchen und Herrchen auch vom zweibeinigen
Partner wünschen würde.
Man hat festgestellt, dass Hunde von Epileptikern einen
bevorstehenden Anfall ihres Besitzers erahnen –
und zwar ehe der Mensch selbst es spürt. Sie warnen
Herrchen oder Frauchen dann mit Bellen. Die Sinnesorgane
des Hundes müssen also um ein vielfaches schärfer
sein als die des Menschen.Auch wie Menschen haben Hunde
mehr als "fünf Sinne".
/n-tv/rk
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