Der
Hannoversche Schweißhund – konzentriert
bei der Nachsuche und von ruhigem Wesen
Der Hubertushund gilt als Vorfahre des Hannoverschen
Schweißhundes. Um 1800 kreuzten Jäger leichte
Haidbracken mit einem Harzer Brackenschlag. Daraus entwickelte
sich ein Hund mit hervorragenden jagdlichen Fähigkeiten.
Mit Ruhe und Schärfe hält das Multitalent
die Beute solange fest, bis sein Besitzer des Weges
kommt.
Der
beharrliche Vierbeiner verfügt über einen
kräftigen, langgestreckten Körper.
Die faltige Stirn gibt ihm etwas Nachdenkliches.
Das dichte, volle Haarkleid glänzt in dunkelrot,
kirschrot oder rotbraun gestromt.
Spezialisiert ist das
Jagdtalent auf die Nachsuche von krankem, angeschossenen
oder angefahrenen Hochwild. Der Hannoversche
Schweißhund ist in der Lage selbst eine tagealte
Fährte aufzunehmen. Mit Geduld und ausgezeichnetem
Spürsinn verfolgt er die Spur, gibt nicht auf,
ehe das Ziel ausgemacht ist.
Auch bei extremen Witterungsbedingungen leistet er
wertvolle Arbeit.
Der ausdauernde Geselle
gehört in die Hund eines Jägers oder erfahrenen
Hundehalters. Entsprechend seines Jagdtriebes
braucht er eine sorgsame Ausbildung, die durch sanfte
Führung und Konsequenz geprägt ist. Eine klar
strukturierte Rangfolge ist ebenfalls wichtiger Teil
der Erziehung.
Als Jagdhund ist er an eigenständiges Arbeiten
gewöhnt, hat ein entsprechendes Selbstvertrauen
und möchte schon mal seinen Kopf durchsetzen. Lenkt
man ihn in die richtigen Bahnen, ist der kernige Bursche
aber gehorsam und lernfreudig.
Vom Wesen ist er duldsam, sicher und kann sich voll
auf seine Aufgaben konzentrieren. Lobende Worte spornen
ihn erst richtig an. Seinem Besitzer gegenüber
ist er zutraulich und anhänglich, liebt die gemeinsame
Arbeit und auch in seiner “Freizeit” streift
er mit Vorliebe gemeinsam durch weitläufiges Gelände.
Fremde werden von ihm nicht gerade überschwänglich
begrüßt. Bei Begegnungen lässt der stolze
Hannoveraner eher Distanz walten.
Behandelt man ihn grob,
kann er sehr empfindsam reagieren. Er
ist ein Freund der leisen Töne. Seine Widerstandskraft
und sein Durchhaltevermögen sind bei Jägern
hoch geschätzt. Als zuverlässiger “Arbeitskollege”
macht er sich schnell unentbehrlich.
Das passionierte Jagdtalent macht sich auch in der
Meute gut. Hier zeigt er ein ausgeprägtes Sozialverhalten.
Der Hannoveraner Schweißhund kann in einem Zwinger
leben, braucht aber natürlich ein warmes, trockenes
Plätzchen zum Rückzug.
Auch wenn es nichts zu erledigen gibt, muss der arbeitsfreudige
Vierbeiner beschäftigt werden. Lange Wanderungen
und Suchspiele machen ihm Freude. Als Lebensraum eignen
sich ländliche Gegenden.
In eine Stadt gehört der Naturbursche nicht.
© 2011ChKrb
|