| Ein
Hund riecht eben nach Hund.
Jeder nasse Hund riecht,
egal, ob er in einen See
gesprungen ist, ihn ein Regenguss oder der Strahl einer
Dusche getroffen hat.
Zu tun ist gar nichts, denn nach dem Trocknen ist auch
der Geruch weg.
Älter werdende Hunde "riechen" immer
ein wenig mehr, als junge - am besten "riechen"
sie als Welpen.
Viel Bewegung an frischer Luft und das regelmässige
Bürsten des Fells sind auch hilfreich.
In der Studie "Die Unterscheidung von Hundegeruch
durch Menschen" haben 88,5 Prozent von 26 Hundebesitzern
unter zwei nach Hund riechenden Decken jene erkannt,
in der sich der eigene Hund gewälzt hat .Während
Menschen etwa 10.000 Gerüche unterscheiden können,
können Ungeübte nur etwa 50 % der Gerüche
korrekt benennen. Durch Training lässt sich die
Trefferquote auf 98 % steigern.
Eine Dusche mit normalem
Wasser reicht in der Regel
Manche Hunde lieben aber nicht nur Wasser, sondern auch
Schlammlöcher oder mit Jauche behandelte Wiesen,
in denen es sich herrlich wälzen lässt.Ein
Duschmittel aus dem Badezimmer direkt nach dem Ausflug
in die Güllewiese ist nicht ideal. Das Einshampoonieren
könnte die empfindliche Talgschicht der Hundehaut
zerstören, die Ihren Hund vor Wasserverlust, Austrocknung
und Krankheitserregern schützt.Eine Dusche mit
normalem Wasser reicht in der Regel. Wenn es unbedingt
ein Shampoo sein muss, dann eines extra für den
Hund. Es gibt auch spezielles Trockenshampoo, das in
Einzelfällen, beispielsweise nach einem intensivem
Güllebad, noch einmal letzte Hilfe bringen kann.
Bei „normalem Dreck“ kann man sich meist
auf die natürlichen Selbstreinigungseigenschaften
von Hundehaut und Hundefell verlassen. Sobald das Fell
getrocknet ist, wird sich der Vierbeiner schütteln
– und weg ist er.
Auch gelegentliche Anwendung von Trockenshampoo hilft
bei langhaarigen Rassen vor allzu viel Eigenduft.
Tipp Hundeparfüm:
Wenn Sie ein Naturprodukt nutzen möchten, welches
die Haut Ihres Hundes nicht irritiert, dann gehen Sie
in das Reformhaus und besorgen Sie eines der folgenden
ätherischen Öle: Rosen, Lavendel, Geranie,
Sandelholz oder Mandel.Ein kleines bisschen davon in
das Fell, entlang der Wirbelsäule, einmassiert,
wird länger anhalten als ein Körperspray oder
Shampoo.So ein Hundeparfüm wird seinen Zweck erfüllen
und üble Gerüche überdecken.
Wenden Sie ätherischen Öle nur an stellen
an,die ihr Hund mit der Schnautze nicht erreichen kann.Verwenden
Sie kein Konzentrat - immer verdünnt und sehr sparsam
verwenden.
Hunde können in
Angstsituationen einen stinkend-stechender Geruch freisetzen.
Er stammt aus den Analbeuteln im Afterbereich. Deren
Sekret wird normalerweise beim Kotabsatz beigemischt.
Es dient aber auch der Markierung des eigenen Territoriums
und wird bei Konflikten von Hunden untereinander in
Gegenwart des „Feindes“ abgegeben. Das Gleiche
kann passieren, wenn der Hund erschrickt und die Analbeutel
zusammenpresst – etwa, weil man mit dem Auto plötzlich
scharf abbremsen muss.
Gerüche aus dem
Maul oder der Haut können harmlose Ursachen haben.
Wie ein Mensch, der gerade Knoblauch gegessen hat, geben
auch Tiere nach dem Genuss bestimmter Nahrungsmittel
Duftmoleküle über die Atemluft oder die Haut
ab. Auch Speisereste in den Lefzen der Hunde können
Schuld sein. Diese sitzen dort fest, beginnen zu gären
und fangen schließlich an zu stinken. Die Lefzen
müssen deshalb regelmäßig kontrolliert
werden. Gerade bei Rassen, die zur Ausprägung einer
tiefen Lefzenfalten neigen kommt es häufig zu Lefzenekzemen.
Bei ständigem unangenehmen Geruch aus dem Maul
kann eine Entzündung des Zahnfleisches und Zahnstein
dahinter stecken. Der Zahnstein muss unbedingt vom Tierarzt
entfernt werden, da sonst das Zahnfleisch soweit zurückgedrängt
werden kann, bis die Zähne ausfallen. Lassen Sie
regelmäßig die Zähne Ihres Hunde kontrollieren
, damit Zahnbeläge rechtzeitig entfernt werden
und keine Entzündung des Zahnfleisches entsteht.
Zahnprobleme werden auch durch falsches Futter verursacht.
Zu viel Süßes greift auch Hundezähne
an. Nicht jeder Hund duldet das Zähneputzen. In
diesem Fall können Sie ihm regelmäßig
spezielle Kaustreifen oder Kauknochen anbieten.
Viele kleine und Zwergrassen haben mit Zahnproblemen
zu kämpfen. Bei diesen Tieren ist es zuchtbedingt
zu einem Missverhältnis von Zahn- und Maulgröße
gekommen, so dass die Selbstreinigungskräfte nicht
mehr optimal greifen. Deshalb ist hier Zähneputzen
unabdingbar, um die Zahngesundheit zu erhalten.
Ursache für den Mundgeruch kann auch eine eitrige
Mandelentzündung sein. In diesem Fall verschreibt
der Tierarzt Antibiotika.
Mundgeruch könnte auch ein Hinweis auf sich entwickelnde
Krankheiten sein – von Magenproblemen über
Leber- und Nierenleiden bis hin zu Diabetes.
Hat das Tier eine Zuckererkrankung, riecht es stark
nach Aceton aus dem Maul. Erinnert der Geruch mehr an
Harn, liegt meistens ein Nierenversagen vor –
mit einer Harnvergiftung. Bei einer Harnvergiftung funktioniert
das Nierengewebe nicht mehr. Vor allem eiweißhaltige
Nahrung belastet die Nieren sehr. Deswegen muss man
darauf achten, den Hund möglichst mit eiweißarmem
Futter zu ernähren. Zusätzlich können
Infusionen helfen, die Niere stärker zu durchschwemmen.
Ohrenentzündungen
mit Ausfluss verbreiten einen schlechten Geruch.
Bemerkt man Hautrötungen und einen ungewohnten
Geruch im Ohr eines Hundes, kratzt er sich ab und zu
am Ohr und schlägt er damit, sollte man bald vom
Tierarzt klären lassen, welcher Grund vorliegt,
da es einige Ohrerkrankungen gibt, die leicht chronisch
werden können. Charakteristisch für Ohrmilbenbefall
ist ein sehr dunkles, trockenes Ohrenschmalz.Je mehr
Zeit die Milbe zur Besiedlung und zur Schädigung
des Ohres hat, desto schwieriger wird die Behandlung.
Blähungen - Afterdrüsen
Um den After herum gibt es zwei Afterdrüsen die
regelmäßig ausgedrückt werden sollten,
meist macht der Hund das alleine. Geschieht dies nicht,
können ihre Ausdünstungen unangenehm riechen.
Für übel riechenden Kot und Winde können
Darmparasiten und Würmer verantwortlich sein. Endoparasiten
wie Kokzidien verursachen besonders schleimigen Kot.
In diesem Fall schaffen Medikamente Abhilfe. Meist aber
liegt es an der Ernährung.Qualitativ minderwertige
Nahrung, Überforderung des Magen-Darm-Traktes durch
zu große Futtermengen oder zu viele Leckerlis.
Manche Hunde sind für bakterielle Gärungsprozesse
im Darm besonders anfällig. Für sie ist eine
spezielle Diät angesagt.Nahrungsmittel ohne Sojabohnen,
Gartenbohnen oder Erbsen, dafür gekochter Reis,
Nudeln, Kartoffeln. Eventuell auch Fertigdiäten
und als Zugabe Möhren oder geriebene Äpfel.
Ältere Tiere riechen von Natur aus strenger –
ganz ohne Krankheiten. Auch trocken riecht das alte
Hundefell, die Ohren zum Beispiel nach verbranntem Talg,
und Mundgeruch gehört zur Tagesordnung. Wenn ein
jüngeres Tier jedoch ständig übel riecht,
sollte man der Sache nachgehen, weil unter Umständen
Schlimmeres dahinterstecken könnte.
Sauberkeit und Hygienekontrolle beugen Geruch vor und
helfen, dass das Haustier lange gesund bleibt. Ihre
Nase wird Ihnen sicherlich verraten, wann Sie mit Ihrem
Hund zum Tierarzt müssen./animal/rk

Wer seinen Hund mit Liebe anstatt mit
Härte erzieht,
Nachsicht an seinen Fehlern übt, um ihn mit Geduld
zu fördern
wird von ihm mit dem Kostbarsten belohnt - seinem Vertrauen.
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