Hunde
und Katzen,die zusammen aufgewachsen sind ,kommen gut
miteinander aus.
Hunde und Katzen,die miteinander noch keinerlei Erfahrungen
gesammelt haben,
vertragen sich zu Anfang auch sehr gut.
Der Hund sieht die Katze.Sie hat ein Fell,vier Pfoten,eine
Rute und die größe ist auch OK.
Das geht solange gut,bis die Katze dem Hund "einen
über die Nase zieht".
Die Steigerung ist,wenn sich die Katze auf den Rücken
legt und die Hundeschnauze mit "allen Vieren"
bearbeitet.Nun ist die Freundschaft beendet.
Die Verhaltensmuster
beider Tierarten sind absolut gegensätzlich.
Grob gesagt:Der Hund möcht spielen-die Katze möcht
schmusen.
Sehr kritisch wird es , wenn die Katze wegläuft.Für
den Hund ist das ein Spiel.Das Jagdverhalten springt
an. Dadurch kommt es schnell zu Missverständnissen.
Eine Freundschaft ist dann besiegelt, wenn der Hund
freundlich mit dem Schwanz wedelt und die Katze ihren
Kopf am Hund zu reiben beginnt.
Während der Hund
eine freundliche Begrüßung mit heftigen Schwanzwedeln
einleitet, deutet das die Katze als aggressiv.
Das friedfertige, zum Spielen auffordernde Heben der
Pfote des Hundes könnte von der Katze als Angriff
ausgelegt werden.
Bedeutet Schurren der Katze Wohlwollen, ist das Knurren
des Hundes mehr eine Drohung.
Die Katze verhält sich meist ruhig abwartend, aus
der Distanz beobachtend, während der Hund, direkt
Kontakt suchend, die Katze förmlich überrennt.
Damit wird aber schlagartig die Fluchtdistanz und meist
sogar die kritische Distanz der Katze unterschritten
und ihr bleibt eigentlich nur der Angriff.
Hat die Katze Gelegenheit zu fliehen, reizt das natürlich
den Hund zur Verfolgung,dass Jagdverhalten spricht an.
Erfahrene Katzen zeigen
einem auf sie zueilenden Hund manchmal die drohende
Buckelhaltung. Das wieder kann den davon
verblüfften Hund in plötzliche Verlegenheit
bringen und bei ihm Verlegenheit auslösen, die
er überbrückt mit sich kratzen, Schnauze zu
Lecken, Niesen oder desinteressiertes umher Schnüffeln.
Eine einmal siegreiche
Katze lernt aus der Erfahrung und wird stets wieder
eine Abwehr versuchen. Die Reaktionszeit
der Katze ist kürzer als die des Hundes, da die
Katze bereits angreift, ehe der Hund seinen Angriff
entwickeln kann. Damit wird der Hund überrumpelt.
Hunde die einmal einer
Katze unterlagen, vergessen das eben so wenig wie umgekehrt.
So sind es eigentlich Übersetzungsfehler von der
Katzensprache in die Hundesprache und umgekehrt, die
die bekannten feindseligen Bedeutungen auslösen.
Die einfachste Lösung,
einen Hund und eine Katze aneinander zu gewöhnen,
ist natürlich dann gegeben, wenn ein Welpe und
ein Kätzchen gemeinsam aufwachsen.
Beim
gemeinsamen Aufwachsen in der Familie lernen die Tiere
ihre unterschiedlichen Körpersprachen zu verstehen.
Bei der "offiziellen" Vorstellung verstehen
sie zwar keine einzelnen Worte, sehr wohl aber den Sinn
des Gesagten. Sogar rauflustige Hunde haben ein feines
Gespür für den häuslichen Burgfrieden.
Sie dulden Samtpfoten selbst dann, wenn draußen
fremde Katzen gejagt werden.
Natürlich bekommt jeder sein eigenes Futter und
Wasserschüsselchen. Ganz wichtig ist, daß
man Hund und Katze gleichermaßen mit Streicheleinheiten
verwöhnt, denn Eifersucht zerstört jede freundschaftliche
Beziehung.
Krankheiten, die vom
Hund auf die Katze und umgekehrt übertragbar sind,
sollten bei beiden Tiere behandelt werden(Ohrräude,
Hauträude, Bandwürmern, Salmonellen und Flohbefall).Die
Katzenseuche bekommt der Hund nicht von der Katze und
die Katze auch nicht vom Hund.
"Hunde haben Herrchen, Katzen haben
Personal"
Schriftsteller Kurt Tucholsky
/RK
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