| Vorab ein Zitat„Ausbilder
kann mit Erfolg nur sein, wer zuvor schon als Erzieher
gelernt hat, sich zu beherrschen und mit Übersicht,
Geduld und Zielstrebigkeit weiss, die jeweilige Hundepersönlichkeit
zu nehmen.
Es kann nicht oft genug betont werden, dass
Hunde ein gutes Gedächtnis haben für im hundlichen
Sinne angenehme oder unangenehme Erfahrungen.
Deshalb muss der Ausbilder alles unternehmen, um sich
beim Umgang mit seinem Hund als Beschützer, Vertrauter
und zuverlässiger Futterzuteiler in Erfahrung zu
bringen. Alles Angenehme steht mit seiner Person in
Verbindung. Der Ruck mit der Leine, das Auftreffen von
Erdklumpen, Steinchen oder Wurfkette wird als unangenehm
empfunden. Wer damit nur Dampf ablassen will, suche
sich besser irgend jemand anderen oder was Lebloses
aus, aber niemals einen Hund!"
Verbote sind notwendig
Das gilt auch für die Hundeerziehung, das einzige
große Verbot, dass jedem Hund beigebracht werden
muss: das „Nein“.
„Nein“ ist der einzige Befehl, der grundsätzlich
ohne Belohnung mit Futter auskommen muss.
Durch das Vorenthalten des Futters wird dem Hund das
Höchstmaß an Disziplin und Gehorsam abverlangt.

Foto/WDR |
Erziehung
ist die Politik kleiner Schritte!
Der ideale Zeitpunkt, den Hund von einer Schandtat
abzubringen, ist bereits, wenn er gerade erst daran
denkt, ein unerwünschtes Verhalten zu zeigen. |
Die Übungen konzentrieren sich dann auf den Moment
des „Futterverwehrens“: Zunächst bekommt
der Hund einen Leckerli angeboten, und dann, wenn er
es ohne Befehl von sich aus nehmen will – kommt
das Kommando „Nein“. So erreicht man, dass
der Hund das Kommando erlernt.
Der Hund muss den Befehl „Nein“ verknüpfen
mit einem Verbot, an das er sich zu halten hat.
„Nein“ ist
einer der wichtigsten Grundbefehle
Der Hund muss die vom Menschen gesetzten Grenzen akzeptieren.
Dabei dürfen die Grenzen vom Menschen nicht willkürlich
verschoben werden. Das bedeutet: Einmal verboten ist
immer verboten, einmal erlaubt ist immer erlaubt.
Setzen Sie Ihre Stimme
ein
Ihre Stimme ist ein kraftvolles Instrument. Loben und
ermuntern Sie den Hund mit hoher, jubelnder Stimme.
Zurechtweisungen erhalten dagegen durch eine tiefe,
grollende Stimmlage mehr Autorität.
Wollen Sie Ihren Hund anfeuern, soll er z.B. kommen,
verwenden Sie am besten kurze, wiederholte Worte, Schnalzen,
Pfeifen oder Klatschen.
"Sch Sch Sch"-Geräusche putschen den
Hund auf.
Zum Beruhigen oder Verlangsamen des Hundes sollten Sie
ein einziges langgezogenes Wort verwenden. Für
Befehle verwenden Sie am Besten einen scharfen hohen
Ton gefolgt von einem kurzen tieferen.
Grundregel kurze,
wiederholte Töne, um eine Aktivität zu fördern
und einen einzelnen, langen Ton, um sie zu unterbinden./RK
|