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Wenn Ihr Hund krank war oder operiert wurde,
sollten Sie ihm besondere Pflege und Aufmerksamkeit schenken.

Dieser Artikel enthält Richtlinien über Nahrung und Behandlung während der Rekonvaleszenz.

Nach einer Krankheit oder einer Operation ist Ihr Hund auf viel Pflege und Aufmerksamkeit angewiesen. Unter Umständen müssen Sie man ihm Medikamente verabreichen, sich um eine Operationswunde kümmern oder Verbände wechseln. Eine gesunde Ernährung unterstützt den Heilungsprozess. Eventuell braucht er in der Rekonvaleszenz (Erholungsphase nach einer Krankheit) auch ein spezielles Futter. Es ist gut möglich, dass Ihr Hund zunächst nur wenig Appetit hat und Sie ihn zum Fressen ermuntern müssen.

Ihr Hund braucht viel Schlaf und Ruhe

In der Erholungsphase wird Ihr Hund sehr viel schlafen und ruhen. Dies ist eine natürliche Reaktion auf eine Krankheit oder eine Operation. Denn alle Energiereserven werden gebraucht um rasch wieder gesund zu werden.

 

Die Ernährungsbedürfnisse Ihres Hundes nach einer Krankheit
Ein Hund, der krank oder verletzt war, der operiert wurde oder mehrere Tage nichts gefressen hat, braucht besonders gute, leicht verdauliche Nahrung. Sie sollten Ihrem Hund ein besonders hochwertiges und schmackhaftes Futter anbieten. Denn bei einer mangelhaften Ernährung besteht die Gefahr, dass seine Wunden schlechter heilen und er anfällig für Infektionen wird.

In der Erholungsphase, kann es sein, dass Ihr Hund einen erhöhten Bedarf an bestimmten Nährstoffen und Vitalstoffen wie Vitaminen und Mineralstoffen hat. Die richtige Zusammensetzung der Nährstoffe – Proteine (Eiweiße), Fette und Kohlenhydrate – und der Vitalstoffe kann für den kranken Hund eine andere sein als für den gesunden Hund. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt darüber.

Beobachten Sie Ihren Hund
Während Ihr Hund sich erholt, ist Ihre Beobachtungsgabe gefragt. Achten Sie auf Gewichtsverlust oder –zunahme und auf Veränderungen der Haut und des Fells. Fallen Ihnen Schwellungen oder Beulen auf? Wunden, seien es Operationswunden oder Verletzungen, müssen regelmäßig kontrolliert werden. Sind sie gerötet oder nässen sie gar? Symptome wie Erbrechen oder Durchfall sind während der Rekonvaleszenz besonders schwerwiegend. Zögern Sie nicht Ihrem Tierarzt alle wichtigen Veränderungen mitzuteilen.

Medikamente Hund
Verabreichen Sie das vom Tierarzt verschriebene Medikament immer nach Vorschrift. Setzen Sie es nicht eigenmächtig ab, weil es Ihrem Hund besser zu gehen scheint. Sein Zustand kann sich dadurch wieder verschlechtern, und die weitere Behandlung wird schwieriger. Wenn Sie meinen, dass Ihr Hund ein Medikament nicht verträgt, fragen Sie den Tierarzt um Rat.

Ihr Tierarzt zeigt Ihnen, wie Sie das Medikament verabreichen. Geben Sie dem Hund Tabletten so vorsichtig wie möglich. Und loben oder belohnen sie ihn, wenn er sie geschluckt hat. Sie können Ihrem Hund Medikamente auch unter sein Futter mischen. Ihr Tierarzt sagt Ihnen, ob das ratsam ist.

Von anderen Tieren fernhalten
Eventuell benötigt Ihr Hund bei einer Verletzung oder nach einer Operation Bandagen, Schienen, Gips- oder andere Verbände, um seine Wunde vor Schmutz zu schützen. Der Verband hält Ihren Hund außerdem davon ab an der Wunde zu lecken oder sie gar zu beknabbern. Ein junger, lebhafter Hund kann über die Aufregung beim Spielen mit anderen Hunden oder Menschen eine Schiene oder einen Gips völlig vergessen. Wenn sich daraus Probleme ergeben, sollten Sie ihn von anderen Tieren fernhalten oder am Spielen hindern.

Um den Verband trocken und sauber zu halten, halten Sie Ihren Hund von Wasser und Schmutz, insbesondere von Pfützen, fern.

Wann sollte man sich an den Tierarzt wenden
Falls Ihr Hund folgende Symptome zeigt, setzen Sie sich mit Ihrem Tierarzt in Verbindung!

  • Plötzlicher Zusammenbruch oder Krämpfe
  • Häufiges Wasserlassen, erhöhte Urinmengen oder Wasserlassen eines an sich stubenreinen Hundes im Haus
  • Großer Durst und erhöhte Wasseraufnahme
  • Hartnäckiger Husten oder anormale Atmung
  • Durchfall oder Erbrechen über mehr als 24 Stunden
  • Appetitlosigkeit für mehr als 24 Stunden
  • Schwäche oder Lustlosigkeit
  • Schwellungen, schlechter Geruch oder Farbveränderungen der Haut um einen Verband herum
  • Wenn ein Verband verrutscht, abfällt oder abgekaut wird
    Wenn Ihr Hund hartnäckig versucht, am Verband zu kauen oder die Wunde zu lecken
  • Lahmen oder eine Veränderung beim Laufen
  • Wenn sich Ihr Hund offensichtlich unwohl fühlt. Ständiges Kopfschütteln, übermäßiges Kratzen, Reiben an den Ohren oder das Schleifen des Hinterteils auf dem Boden sind Anzeichen für Unbehagen.

Füttern während der Rekonvaleszenz
Hunde haben während der Rekonvaleszenz oft besondere Ernährungsbedürfnisse. Tiere, die wenig oder keinen Appetit haben, müssen zum Fressen ermuntert werden.

Was füttert man in der Erholungsphase
Wenn sich ein Tier von einer Krankheit, Verletzung oder Operation erholt, hat es einen hohen Bedarf an Nähr- und Vitalstoffen. Um auch einen schwachen oder appetitlosen Hund ausreichend zu versorgen, gibt es hochkonzentrierte Nahrung beim Tierarzt. Darin sind alle Nährstoffe und Energieträger enthalten, die ein Hund zur Regeneration braucht. Da diese Nahrung sehr gehaltvoll ist, muss der Hund weniger davon zu sich nehmen als von normalem Futter. Hochkonzentriertes Futter gibt es auch in flüssiger Form, um sehr schwachen Tieren die Aufnahme zu erleichtern.

Ihr Hund muß stets Zugang zu sauberem, frischem Trinkwasser haben.
Wenn er sich überhaupt nicht bewegen kann, müssen Sie sicherstellen, daß er stets mit ausreichend Wasser versorgt ist.

Für bestimmte Krankheiten (z. B. Leber- oder Nierenprobleme) empfiehlt der Tierarzt Spezialdiäten, die die kranken Organe entlasten und stärken. Gerade bei Nierenproblemen sind sie unverzichtbarer Bestandteil der Behandlung.

Wie bringe ich meinen Hund dazu, zu fressen?
Die vom Tierarzt empfohlene konzentrierte Nahrung ist so zusammengestellt, daß ein kranker Hund zum Fressen angeregt wird. Doch vielleicht müssen Sie ihn noch zusätzlich ermuntern.

Hier einige Tipps dazu: Geben Sie ihrem Hund häufiger kleinere Mengen zu fressen. Teilen Sie die tägliche Futterration in viele kleine Mahlzeiten mit frischem Futter auf. Loben Sie ihn bei jedem Bissen, den er zu sich nimmt.
Erwärmen Sie das Futter , zum Beispiel durch Beimengung von warmem Wasser.
Lassen Sie das Futter für 10 bis 15 Minuten neben Ihrem Hund stehen und nehmen Sie es dann weg, wenn er kein Interesse daran zu haben scheint. Versuchen Sie es später noch einmal, aber mit frischem Futter.

Einige Hunde haben einen exotischen Geschmack und lieben Gewürze wie z.B. Knoblauchpulver. Fragen Sie Ihren Tierarzt, welche Gewürze Sie für das Hundefutter verwenden können./rk

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