Der Yukon
Quest - das härteste Hundeschlittenrennen der Welt
Der
Yukon Quest ist nicht mit anderen Rennen vergleichbar
und gilt als das härteste Hundeschlittenrennen
der Welt. Dieses zehn- bis vierzehntägige Abenteuer
führt durch meist unberührte und spärlich
bevölkerte Landschaft. Der Pfad windet sich durch
eine weite einsame und gefrorene Wildnis. Während
des Rennens im Februar können die Temperaturen
von null Grad bis minus 53 Grad variieren. Die Musher
und ihre Hunde folgen einer Route, die einst von Pelzhändlern
und Postboten benutzt wurde. Daran soll auch das Rennen
selbst erinnern; an die historische Abhängigkeit
des Menschen von seinen Schlittenhunden für das
Überleben in der arktischen Umgebung.
Während des Rennens werden die Hunde, an acht Kontrollpunkten,
von den Tierarzt-Spezialisten untersucht und erhalten
die bestmöglichste Pflege und Zuwendung.
Da
in Alaska und Kanada Schlittenrennen als Nationalsport
gelten, werden die TeilnehmerInnen des Yukon Quest wie
Helden verehrt. So erhalten die besten, nicht nur ein
hohes Preisgeld, sondern auch Auszeichnungen für
die beste Hundepflege, das sportlichste und fairste
Auftreten und für denjenigen, der den spirituellen
Geist des Yukon Quest am besten vertreten hat.
Für alle Musher ist der Ruhm und die Ehre, am
härtesten Hundeschlittenrennen der Welt teilgenommen
zu haben, am wichtigsten.
Der Hund war schon immer der wichtigste Gefährte
des Menschen im Kampf um das Überleben in Eis und
Schnee, natürlich besonders in den nördlichen
Regionen des Erdballs. Seine Fähigkeiten waren
hilfreich bei der Überwindung von längeren
Strecken im Packeis oder Schnee, wobei er auch Lasten
zog. Auch für die Jagd war er unentbehrlich.
Von Schlittenhunden werden
hohe körperliche und mentale Fähigkeiten verlangt.
Die
körperlichen Fähigkeiten erlauben guten Schlittenhunden,
mit optimaler Veranlagung und optimalem Training, innerhalb
von 24 Stunden einen Schlitten über 200 km zu ziehen.
Die mentalen Fähigkeiten bestehen aus dem sprichwörtlichen
"desire to go", dem unbedingten Laufwillen,
der dafür verantwortlich ist, dass die Leistungsbereitschaft
auch unter lang anhaltender körperlicher Beanspruchung
und unter härtesten klimatischen Bedingungen erhalten
bleibt.
Trotz des Stresses müssen die Schlittenhunde die
erforderlichen Kommandos verstehen und umsetzen können
und selbstständig in der Lage sein, den "richtigen"
Trail zu finden. In kurzen Rennen erreichen Schlittenhunde
eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 30 bis 40
km pro Stunde, bei Langstreckenrennen beträgt die
durchschnittliche Reisegeschwindigkeit immer noch 15
bis 22 km pro Stunde.
Ein Schlittenhundgespann
kann aus zwei und bis zu über 12 Hunden bestehen.
Für jeden Hund gibt es eine feste Position im Team.
Es gibt die Leithunde (Leader).Sie laufen an der Spitze
des Gespanns und sind in der Lage, alle Kommandos des
Mushers auszuführen.Erstaunlich ist das Orientierungs-
und örtliche Erinnerungsvermögen guter Leithunde.
Nicht selten erkennen sie auch nach Jahren einen früher
einmal gelaufenen Weg.
Swingdogs laufen hinter den Leithunden.
Wheeler laufen vor dem Schlitten.Sie sind meist die
größten und kräftigsten eines Gespanns.
Als Teamdogs werden alle anderen Hunde im Team bezeichnet,
außer Leader, Swingdogs und Wheeler.
Der Leithund gibt das Tempo vor. Bei einem Rennen können
Schlittenhunde schon mal eine Geschwindigkeit von 30
bis 40 km pro Stunde erreichen.
Grundkommandos der Musher
"Line out" = Kommando für die Hunde,
die Zentralleine gespannt zu halten.
"Go" = Startkommando für die Hunde.
"Gee" (sprich dschi)= Kommando für rechts.
"Haw" = Kommando für links.
"Easy" = Kommando für die Hunde, das
Tempo zu verlangsamen.
"Whoa" (sprich "Hua")= Kommando
für Anhalten.
"Straight on" = Kommando für Geradeaus.
Der ursprüngliche
Siberian Husky ist für die meisten Menschen der
Inbegriff des Schlittenhundes.
Schnelligkeit
und Ausdauer und die Fähigkeit, lange Strecken
mit geringem Energiebedarf zurücklegen zu können
zeichnet diese Rasse aus.
Charakterlich steht der Siberian Husky den Wölfen
noch recht nahe.Sie haben im Rudel eine ausgeprägte
Sozialstruktur.Versuchen häufig die Rangfolge untereinander
mit ihren Zähnen zu klären, sind weniger personenbezogen
und oft von ausgeprägtem eigenen Willen.
Huskys haben einen enormen Bewegungsdrang. Die sportliche
Betätigung mit diesen Hunden, sei es nun durch
Jogging, Schlittenhunderennen, ausgedehnte Wanderungen,
etc. ist zumindest im Winterhalbjahr ein absolutes Muß,
will man verhindern, daß der Husky seine überschüssige
Energie an der Wohnungseinrichtung auslebt.
In der Sommerpause wenn Temperaturen über 15°C
Grad herrschen, ist Faulenzen angesagt. Die Hunde spielen
im Rudel, machen lange Spaziergänge mit ihrem Musher
und gehen zur Erfrischung auch mal zum Baden.
Wenn ein Schlittenhund zu alt für den Renneinsatz
oder für schwierige Abenteuer ist, dann kommt er
für leichte Touren zum Einsatz. Außerdem
sind alte, erfahrene Hunde die besten Trainer für
die jungen Hunde und Welpen.
/rk
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