Hundespiele
sind für den Hund von grosser Bedeutung
"Mein
Bello ist ja noch so verspielt!" –
und das ist gut so.
Hunde zeigen aufgrund ihres ausgeprägten
Sozialverhaltens in ihrer Jugend eine starke Spielaktivität.
Die Bedeutung des Spielverhaltens im Hinblick
auf die Entwicklung Ihres Hundes und die Wirkung
auf Ihre Tier-Mensch-Beziehung wird oftmals unterschätzt!
Im Spiel werden
Verhaltensweisen oder Verhaltensbruchteile aus verschiedenen
Verhaltensbereichen gezeigt und miteinander frei kombiniert.
Spielerische Verhaltenselemente treten in entspannter
Atmosphäre und spontan auf (wenn keine anderen
Verhaltensweisen aktiviert sind), werden vielfach sehr
übertrieben gezeigt und erscheinen als Verhalten
ohne ernsthaften Realitätsbezug.
Spielverhalten setzt
Lernvermögen voraus und ist in
der Regel auf Jungtiere besonders entwickelter Säugetiere
und Vögel begrenzt. Unsere Hunde jedoch, die ihrer
Umwelt besonders offen gegenüber stehen, behalten
Spielverhalten auch bis zu einem gewissen Ausmaß
im Erwachsenalter bei.
Wir unterscheiden zwischen
Solitärspielen, wie reinen Bewegungsspielen (z.B.
Sich-Im-Kreis-Drehen und Sich-selbst-in-den-Schwanz-Beissen),
Objektspielen mit einem Gegenstand oder Sozialspielen
mit einem oder mehreren Artgenossen. Obwohl das Hund-Hund-Spiel
und das Hund-Mensch-Spiel für den Hund nicht den
gleichen Stellenwert hat, sind beide für die soziale
"Kompetenz" des Hundes unerlässlich.
Im Spiel üben
und vervollständigen Hunde ihre körperlichen
Fertigkeiten, verbessern ihr Reaktionsvermögen,
erlernen die eigene Aggression und die Beißintensität
zu kontrollieren und steigern die Flexibilität
ihres Verhaltensrepertoires. Das Spiel unterstützt
die Anbahnung, die Bildung und die Aufrechterhaltung
sozialer Bindungen (Sozialisationsprozess), ermöglicht
die Stabilisation der sozialen Rangordnung und die Entwicklung
sozialer Rollen.
Damit spielerische Angriffe
nicht als aggressive Angriffe missverstanden werden
und keine ernsthaften Konsequenzen nach sich ziehen,
fordern Mimik und Körpersprache zum Spiel auf.
Positive Erfahrungen
mit dem Menschen und intensive Beschäftigung beeinflussen
die soziale Entwicklung des Welpen entscheidend. Die
Lernbereitschaft eines jungen Tieres ist während
der Spielphasen am intensivsten und so kann dem jungem
Tier spielerisch alles Neue vermittelt werden. Hunde,
die in ihrer Jugend, vom Spielen abgehalten wurden,
leiden unter Fehlentwicklungen.
Das Spiel ist zudem
ein Stressindikator. Tiere, die unter enormem Stress
leiden, spielen weniger beziehungsweise hören auf,
zu spielen. Erwachsene Tiere setzen das Spiel als Strategie
zum Austragen von Konflikten ein und bauen somit gegenwärtigen
Stress ab.
Bei unerwünschtem
Verhalten und Verhaltensproblemen können
über das Spielverhalten, durch das Erstellen von
"Spieltherapien", die interaktiven Grundregeln
zwischen Hund und Tierhalter zum Positiven verändert,
die Tier-Mensch-Beziehung gestärkt, das Bedürfnis
des Hundes nach körperlicher und geistiger Beschäftigung
gestillt, aber auch die Beziehungen zu Artgenossen verbessert
werden.
Die Welpen Statistik des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH) weist im Jahr 2007 mit mehr als 89.000 eingetragenen Welpen ein Wachstum von 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf.
Unsere
Themen über Hunde sind rasseneutral und unabhängig. Jedem seine
Hunderasse , denn jeder soll nach seiner Fasson mit Hund glücklich
werden. Wir laden Sie ein unsere “Seite” zu durchwühlen.
Viele Texte wurden überarbeitet,viel Neues ist dazu gekommen.