| Hunde
kommunizieren durch Körpersprache und Lautgebung.
Hunde
sprechen mit uns auf ihre Art. Sie setzen ihren Körper,
ihre Mimik und Laute wie z.B. bellen ein, um sich mitzuteilen.
Das bedeute aber auch: Jede unserer Gesten, jeder Blick
und jede Bewegung von uns hat im Dialog mit unseren
Hunden eine Bedeutung.
Einer der grössten - überheblichen - menschlichen
Irrtümer ist die Behauptung, Tiere könnten
nicht sprechen. Wir meinen mit „Sprache"
nur Sätze mit menschlichen Lauten. Tatsache ist:
Tiere besitzen vielfältige Sprachen. Nur verstehen
die meisten Menschen sie nicht, oder selten, oder falsch.
Grosse Hunde sind Langsamentwickler. Kleine sind früher
„reif". Ein Kleinterrier zum Beispiel ist,
pauschal geurteilt, mit zehn Monaten schon erwachsen,
ein riesiger Herdenschutzhund dagegen erst ab zwei Jahren.
Was will
Ihr Hund Ihnen mitteilen-Beispiele der Hundesprache
Aktive Unterwerfung des
Hundes- Der Rangniedere zeigt dem Ranghöheren
seine Freundschaft, indem er mit tief gehaltener Rute
schnell hin und her wedelt. Die Ohren sind dabei zurückgelegt.
Passive Unterwerfung-
Wenn Ihr Hund sich vor Ihnen auf den Rücken legt
und dabei auch noch seinen Schwanz einzieht, dann haben
Sie sein volles Vertrauen. Bedanken Sie sich bei ihm,
indem Sie ihn streicheln und liebevoll mit ihm sprechen.
Angst/Unterwerfung-
Diese zeigt der Hund durch Einziehen der Rute. Dies
passiert auch, wenn er etwas angestellt hat und daraufhin
herbeigerufen wird. Den Kopf gesenkt, mit eingezogener
Rute und schleichenden Schritten kommt er an.
Aufmerksamkeit-
Interessiert den Hund ein Geräusch, das er nicht
kennt, so legt er den Kopf schräg und die Stirn
in Falten.
Augen-Ausdruck-
Augen des Hundes drücken sehr oft seine Gefühle
aus. Aber um den Blick Ihres Hundes richtig deuten zu
können, müssen Sie Ihr Tier schon einige Zeit
kennen.
Augenzwinkern-
Augenlider etwas schließen um den Blick etwas
weicher werden zu lassen, nur die Augen vom Objekt abwenden,
Augen nach unten gerichtet usw. soll das Gegenüber
beschwichtigen.
Behagen-
Auf Spaziergängen werden Sie bestimmt wiederholt
erleben, wie sich der Hund voller Lust ins Gras wirft
und sich hin und her wälzt. Er ist dann ganz ausgelassen.
Dieses Verhalten ist Ausdruck seines Wohlbefindens.
Fühlt er sich besonders wohl, liegt er ganz entspannt
auf der Seite. Absolute Vertrautheit zeigt er durch
Liegen auf dem Rücken an.
Demut-
In der Rückenlage bietet der Hund auch die Kehle.
Das ist eine Demutsgebärde. Auch bei einem Kampf
um die Rangordnung werden Sie sie immer wieder sehen.
Der schwächere Hund zeigt damit seine Unterlegenheit.
Eine im Verhalten fest verankerte Beißhemmung
hindert den stärkeren Hund allerdings daran zuzubeißen.
Freude-
Seine Freude drückt der Hund, durch das Wedeln
mit der Rute aus.
Gähnen-
Gähnen zB. beim Tierarzt, wenn in der Familie streit
herrscht, will er damit die Situation beruhigen. Er
gähnt aber auch, so wie wir, bei Sauerstoffmangel.
Knurren-
Wenn es als Brummen erscheint, zeigt das Knurren das
Wohlbehagen Ihres Hundes. Ist es allerdings ein tiefes
Grollen, dann ist der Hund feindlich gesonnen und bereit
zum Kampf. Dieses Grollen warnt das Gegenüber vor
einem Angriff.
Lecken der Nase-
Kurzes Züngeln, kurzes lecken der Nase, macht der
Hund in den für ihn angespannten Situationen.
Kopf abwenden-
Blick, bzw. ganzen Kopf abwenden, kurz oder lange, zur
Seite oder nach unten ausgeführt soll das Gegenüber
beschwichtigen.
Ohren aufgestellt-
Zeugt von Aufmerksamkeit, Selbstvertrauen oder Wachsamkeit.
Oder wenn der Hund spielen möchte, hierbei zieht
er die Lefzen zurück und die Mundwinkel nach oben.
Die Aufforderung zum Spiel unterstreicht er zudem, indem
er einen kurzen Vorwärtssprung macht, dabei mit
dem Schwanz wedelt und evt. kurzes Bellen von sich gibt.
Rute eingezogen-
Ängstlichkeit und Unsicherheit wird mit eingekniffener
Rute bekundet. Ebenso geduckte Körperhaltung, ausweichender
Blick und eng anliegende Ohren zeigen von Angst.
Trauer-
Ist der Hund traurig rollt er sich zusammen. Sollte
er zuvor bestraft worden sein, so ist er vielleicht
auch beleidigt.
Das Bellen-
Das Bellen der Hunde ist nicht, wie viele annehmen,
eine Tiersprache. Hunde kommunizieren untereinander,
wie auch ihre Vorfahren, die Wölfe, meist durch
das Verhalten, die Mimik oder durch Gerüche und
nur ganz selten durch Bellen.
Bellen im Zusammenhang
mit Schwanzwedeln und Herumspringen bedeutet:
Freundliche Begrüßung oder Vorfreude auf
das "Gassi-gehen".
Bellen mit gereckten Schwanz gilt als Warnung, besser
nicht näher zu kommen. Knurrend mit gesträubtem
Fell kann der Hund sogleich zum Angriff übergehen!
- Drohsignale sind ebenso das "Drohstarren",
die sprungbereite Körperhaltung oder das Schnappen
in Richtung des vermeintlichen Feindes.
Kurzes, scharfes Bellen (mittlere
Tonlage, unterer Bereich):
Er fühlt sich gestört
oder bedroht!
1-2 maliges kurzes, scharfes Bellen
(mittlere bis hohe Tonlage):
Freude über die Heimkehr
von ihm bekannter Person.
3-4 maliges kurzes Bellen, dazwischen
mit Pausen (mittlere Tonlage)
Es nähert sich jemand,
fraglich ob Freund oder Feind.
Anhaltendes, aber langsames Bellen
(tiefe Tonlage):
Hund fühlt sich von
einer sich ihm genäherten Person subjektiv bedroht!
Hastig schnelles Bellen (mittlere
Tonlage):
Jemand ist in sein Revier
eingedrungen! Alarm!
Anhaltendes Bellen, dazwischen mit
Pausen:
Ihm ist langweilig, er ersehnt
Gesellschaft zum Zeitverteib.
Winseln & hohe Töne:
Hohe Töne, bei geschlossenem Maul hervorgebracht,
zeigen den Schmerz des Hundes an. Auch beim Betteln
setzt er sie ein.
|