Als Hundstage
wird die heißeste Zeit im Hochsommer in Europa bezeichnet,
vom 23. Juli bis zum 23. August.
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Wenn im Sommer draußen besonders
heiße und drückende Temperaturen herrschen,
Hunde müde sind und sich einen Schattenplatz
suchen, sprechen wir von „Hundstagen“.
Mit Schatten suchenden Vierbeinern haben die
Hundstage im Hochsommer nur indirekt zu tun.
Wer Fell trägt, kann überschüssige
Hitze nicht einfach weg schwitzen.
Die Alternative - Siesta im kühlen Schatten.
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Die Hundstage sind nach dem Sternbild Großer
Hund , nach dessen Hauptstern Sirius benannt. Sie gehören
zum alten Volksglauben des Bauernkalenders. Demnach
sollen sie je nachdem welches Wetter am ersten Aufgang
des Hundssterns am 23.7. vorherrscht eine Vorschau auf
das Wetter der folgenden Wochen und des restlichen Jahres
geben.
Bauernregeln
- Heisse Hundstage prophezeien einen kalten
Winter.
- Was die Hundstage giessen, muss die Traube
büssen.
- Hundstage heiss, Winter lange weiss.
- Hundstage hell und klar, zeigen ein gute
Jahr.
- Wie das Wetter, wenn der Hundsstern aufgeht,
so wird`s bleiben, bis er untergeht.
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Aberglaube
Diese Tage galten als Unglückstage. Schädliche
Auswirkung hatte im besonderen Maße die Mittagssonne,
sodass man sie zu meiden hatte. Das Trinken von kaltem
Wasser an Hundstagen wurde für eine Reihe von Erkrankungen
verantwortlich gemacht und war somit sehr bedenklich.
So galt auch die Ansicht, dass man an Hundstagen nicht
baden darf, da das Wasser vergiftet sei. In machen Gegenden
wurden auch Gottesdienste eingestellt, das Aderlassen
unterblieb, denn man fürchtete das Blut nicht stillen
zu können. Viele weitere Sorgen galten diesen Tagen.So
wurde nicht geheiratet, weil man eine unglückliche
Ehe fürchtete oder kein Holz geschnitten, weil
dieses nicht gut brennen würde.
Geschichte
Daß die Zeit vom 23. Juli bis zum 24. August eines
jeden Jahres auch als „Hundstage“ bezeichnet
wird, hat mit dem Wetter freilich nur wenig zu tun!
Ihr Name geht vielmehr auf die altertümliche Astronomie
zurück.
Vor etwa 4000 Jahren, zur Blütezeit der ägyptischen
Kultur, bezeichnete das Wiedererscheinen des leuchtenden
Sterns „Sirius“ am Morgenhimmel den Beginn
des neuen Jahres. Sein Auftauchen am 19. Juli kündigte
die stets zur Zeit der größten Sommerhitze
wiederkehrenden Überschwemmungen des Nils an, welche
fruchtbaren Schlamm vom Oberlauf des Stroms über
die dörrenden Felder an seinem Unterlauf spülte
und einen neuen Wachstums-Zyklus einleitete.
„Sirius“ ist Hauptstern des Sternbildes
„Großer Hund“, das in der damaligen
Zeit bis zum 20. August vollständig an den Morgenhimmel
wiederkehrte. Im Lauf der Jahrhunderte verspäteten
sich jene astronomischen „Hundstage“ unter
dem Einfluß der sogenannten Präzession, einer
Art Kreiselbewegung der Erdachse, allerdings zusehends,
so daß sich die Hundsterne zur Zeit der Übernahme
ihres Zyklus in unseren Kalender erst 4 Tage später,
nämlich zwischen dem 23. Juli und dem 24. August
wieder am Morgenhimmel zeigten.
Mittlerweile kehren die Sterne des Großen Hunds,
nach mehrwöchiger Unsichtbarkeit, erst im Lauf
des Augusts wieder an den Morgenhimmel zurück und
in rund 10.000 Jahren wird sich dieser Zeitpunkt sogar
bis in den Januar hinein verschoben haben, so daß
die „Hundstage“ dann, gemessen an ihrem
astronomischen Ursprung, eigentlich mitten im Winter
liegen müßten.
Weil aber unsere Jahreszeiten diese Verschiebungen natürlich
nicht mitmachen, bleibt für den Volksmund alles
beim Alten, d.h. die „Hundstage“ stehen
auch in Zukunft, für die heißeste Zeit des
Sommers, sofern nicht gravierende Klimaschwankungen
diesen Rhytmus dereinst aus dem Tritt bringen. Immerhin
korrespondiert der kalendarische Zeitraum der Hundstage
schon lange nicht mehr auch mit der klimatisch heißesten
Zeit.Die findet hierzulande normalerweise schon rund
2 Wochen früher, nämlich etwa zwischen 10.
Juli und dem 11. August statt./rk/wi/ba
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