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IQ-Test für Hunde
   

IQ-Test für Hunde.

Was bringt das? Muss man als Hundehalter wissen, wie schlau der eigene Hund ist? Und welche Aussagekraft hat so ein Test?
Es schadet keinem Hund, diesen Test zu machen. Im Gegenteil, den meisten Fellnasen werden die Spielchen viel Spaß bereiten.

Viele Menschen, möchten einen möglichst intelligenten Hund besitzen - genauso, wie sie sich das schnellste Auto oder den leistungsfähigsten Computer wünschen. Doch kluge Hunde können auch zur Plage werden. Der clevere Bello flitzt herbei, wenn der Kühlschrank geöffnet wird, und versteckt sich, wenn Herrchen das Hundeshampoo aus dem Regal nimmt. Er stiehlt Kekse aus dem Schrank und stellt sich tot, um Aufmerksamkeit zu erregen.

Die Frage der hündischen Intelligenz hat Stanley Coren als Hundebesitzer, Hobby-Hundeausbilder sowie Professor für Human-Psychologie an einer kanadischen Universität keine Ruhe gelassen.

Der Hunde "IQ"- Test für Hunde von Stanley Coren(1994)
"Während die adaptive Intelligenz bestimmt, was ein Hund für sich tun kann, sollte die Arbeits- oder Gehorsamsintelligenz angesehen werden , als Maß dessen, was der Hund für die Menschen leisten kann." Stanley Coren rät: Egal was während des Tests geschieht - ob Ihr Hund besser oder schlechter abschneidet als erwartet -, bleiben Sie ruhig. Machen Sie den Hund nicht nervös, zeigen Sie keine Empörung oder übertriebene Begeisterung.

Der Hund sollte mindestens ein Jahr alt sein und mit dem Tester mindestens drei Monate zusammengelebt haben. Um reguläre (Hunde-IQ)-Werte zu erhalten, darf der Test nur ein- bis zweimal durchgeführt werden.

Sie können den "IQ- Test für Hunde"
auf mehrere Tage verteilen.



Wer weiß, vielleicht ist Ihr Hund ein bislang verkanntes Genie. Gehen Sie der Sache doch einfach Mal auf den Grund.

1. Der Gassi-Trick,Beobachtungslernen
Ergreifen Sie geräuschlos Jacke, Schlüsselbund und Leine, bleiben aber stehen.
Der Hund rennt zur Tür oder zu Ihnen.
Falls nicht, gehen Sie zur Tür. Er kommt.
Wenn nicht, machen Sie an der Tür Geräusche. Er kommt.
Er zeigt wenigstens irgendeine Reaktion.
Keine Reaktion.

2. Das Möbel-Experiment,Aufmerksamkeit,Umgebungslernen
Stellen Sie 5 Möbelstücke um, während Ihr Hund nicht im Zimmer ist.
Er entdeckt innerhalb von 15 Sekunden ein umgestelltes Möbel.
15 bis 30 Sekunden.
30 bis 60 Sekunden. 
Der Hund bemerkt etwas, schnüffelt aber nirgendwo. 
Eine Minute lang keine Reaktion. 

3. Die Wolldecken-Aufgabe,Problemlösungsfähigkeit
Lassen Sie den Hund an einer Wolldecke schnüffeln. Dann werfen Sie sie ihm über Kopf und Schultern.
Er befreit sich innerhalb von 15 Sekunden. 
15 bis 30 Sekunden.
30 bis 60 Sekunden.
1 bis 2 Minuten.
2 Minuten lang keine Reaktion.

4. Das Sozial-Training,Soziales Lernen
Setzen Sie sich Ihrem Hund in zwei Meter Abstand gegenüber und suchen Sie intensiv Blickkontakt. Nach drei Sekunden lächeln Sie ihn an.
Der Hund kommt schwanzwedelnd.
Er nähert sich ohne Schwanzwedeln.
Er bleibt, wo er ist.
Er entfernt sich.
Keine Reaktion.

5. Das Leckerli-Problem,Problemlösungsfähigkeit
Halten Sie dem Hund 5 Sekunden lang ein Leckerli hin. Dann bedecken Sie den Köder mit einem Handtuch.
Er holt sich den Bissen innerhalb von 15 Sekunden.
15 bis 30 Sekunden.
30 bis 60 Sekunden. 
1 bis 2 Minuten.
Er gibt auf. 
Keine Reaktion nach 2 Minuten.  

6. Der Kurzzeitgedächtnis-Test
Setzen Sie den Hund in die Mitte des Raums, zeigen ihm einen Köder und legen diesen in eine Ecke. Führen Sie den Hund aus dem Zimmer, gehen mit ihm einen Kreis und kehren Sie nach 15 Sekunden zurück.
Er geht direkt zum Leckerli. 
Er schnüffelt systematisch die richtige Ecke ab, findet es.  
Er sucht unsystematisch, findet den Köder aber innerhalb von 45 Sekunden.
Er hat nach 45 Sekunden nichts gefunden. 
Keine Reaktion. 

7. Der Langzeitgedächtnis-Test
Wie Test 6. Legen Sie den Köder aber in eine andere Ecke des Zimmers und lassen Sie den Hund erst nach 5 Minuten in den Raum.
Er geht direkt zum Köder.
Er geht zuerst zur richtigen Ecke aus Test 6 und dann zur neuen Ecke.
Er schnüffelt die richtige Ecke ab und findet den Köder.
Er findet den Köder innerhalb von 45 Sekunden. 
Er hat nach 45 Sekunden nichts gefunden.  
Keine Reaktion.  

8. Die Becher-Probe,Problemlösungs und Manipulationsfähigkeit
Lassen Sie den Hund an einem Leckerli schnuppern, legen es auf die Erde und stülpen einen Becher darüber.
Er braucht bis zu 5 Sekunden, um den Köder zu befreien.  
5 bis 15 Sekunden.  
15 bis 30 Sekunden.  
30 bis 60 Sekunden.  
Der Hund schnüffelt, aber schafft es nicht.  
Keine Reaktion.  

9. Das Tisch-Manöver
Bauen Sie aus Gegenständen einen niedrigen Tisch, unter dem der Hund nicht mit dem Kopf hindurchkommt. Darunter legen Sie einen Köder.
Er holt sich den Köder mit den Pfoten innerhalb von 1 Minute.  
1 bis 3 Minuten  
Der Hund hat es nach 3 Minuten nicht geschafft. 
Er schnüffelt nur oder gibt nach 2 Versuchen auf.  
3 Minuten lang keine Reaktion.  

10. Die Sprachverständnis-Übung
Der Hund sitzt 2 Meter entfernt. Rufen Sie „Frischhaltefolie“.
Er kommt auf Sie zu.  
Falls nicht, rufen Sie „Musik“. Er kommt.  
Falls nicht, rufen Sie ihn beim Namen. Er kommt.  
Wenn nicht, rufen Sie nochmals. Er reagiert. 
Keine Reaktion.  

11. Das Befehls-Training
Üben Sie mit dem Hund einen neuen Befehl wie „Platz“ oder „Rolle“. Ab dem 6. Durchgang wird es ernst.
Er schafft es  -6 Punkte
Wenn nicht, üben Sie weitere 10-mal. Er schafft es.  
Falls nicht, noch mal 10 Übungen. Er schafft es.  
Der Hund stellt sich Ihnen nur gegenüber.  
Der Hund steht nur auf.  
Keine Reaktion.  

12. Der Tunnel-Parcours
Bauen Sie aus Gegenständen einen Tunnel und platzieren den Hund davor. Dann legen Sie ein Leckerli so weit hinter die Öffnung, dass er es mit der Pfote nicht erreichen kann.
Er umrundet den Tunnel innerhalb von 15 Sekunden.   
15 bis 30 Sekunden. 
30 bis 60 Sekunden.  
Innerhalb von 3 Minuten.  
Er probiert es mit den Pfoten.  
Keine Reaktion.  

(Die Auswertung wurde in JAVA programmiert und erfolgt in einem neuem Fenster.
  Haben Sie Java aktiviert ? Ist Ihr Pop-up-Blocker zu radikal eingestellt ?)

Manche Hunde mit hoher Intelligenz sind recht unempfänglich für Versuche, sie auszubilden.
Stanley Coren

Studien an Schulkindern belegen, dass während der Sommerferien der IQ um drei Punkte absinkt. Ähnliche Beobachtungen werden bei Erwachsenen nach einem längeren Urlaub bei geistiger Untätigkeit festgestellt. Man kann diesem Umstand allerdings bereits durch gelegentliches Kreuzworträtsel lösen oder durch Gesellschaftsspiele, die bestimmte Spielstrategien voraussetzen, wirksam entgegenwirken.

Intelligenztests liegt die Annahme zu Grunde, dass die Intelligenz der Bevölkerung normal verteilt ist. Damit beschreibt der IQ die Abweichung vom Mittelwert 100, eine Standardabweichung beträgt 15 IQ-Punkte.

Der US-Psychologieprofessor Howard Gardner erweitert den Intelligenzbegriff und unterscheidet neun Formen der Intelligenz
Sprachliche oder linguistische Intelligenz
Das ist die Intelligenz der Dichter, Schriftsteller, Journalisten und Rechtsanwälte mit ihren besonderen Fähigkeiten, die Sprache treffsicher einzusetzen.

Die Musikalische Intelligenz
Dirigenten, Musiker und Komponisten mit einem ausgeprägten Gespür für Rhythmik, Klang und Melodie.

Die Logisch-mathematische Intelligenz
Hierunter wird die Fähigkeit der Computerfachleute und Wissenschaftler verstanden, insbesondere mit Zahlen und Mengen umzugehen oder auch folgerichtig zu kombinieren. Albert Einstein, dem Begründer der Relativitätstheorie, gebührt in dieser Kategorie ein Ehrenplatz.

Die Räumliche Intelligenz
Menschen mit einem guten räumlichen Vorstellungsvermögen und ausgeprägten Orientierungssinn. Architekten, Bildhauer, Chirurgen, Fluglotsen, Schachspieler und Seefahrer können beispielhaft für diese Kategorie genannt werden.

Die Körperlich-kinästhetische Intelligenz
Vertreter dieser Bewegungsintelligenz sind beispielsweise Chirurgen, Pantomimen, Sportler, Schauspieler und Tänzer mit einer ausgeprägten Beherrschung, Kontrolle und Koordination des Körpers und Körperteilen.

Die Intrapersonale (Fähigkeit zur Selbsterkenntnis) Intelligenz
Die (überlebungswichtigen) eigenen Grenzen zu kennen und mit den eigenen Gefühlen kontrolliert und klug umzugehen sind charakteristisch für diese Intelligenzform der Künstler, Schauspieler und Schriftsteller.

Interpersonale (zwischenmenschliche) Intelligenz
Gefühle und Reaktionen der Mitmenschen richtig einzuschätzen oder den richtigen Umgangston in Gesprächen finden sind wesentliche Merkmale dieser Intelligenzform, die oft bei Führungspersönlichkeiten, Eltern, Lehrern, Politikern und Verkäufern festzustellen ist. In der Regel sind Frauen den Männern hier überlegen.

Naturalistische Intelligenz
Diese Art der Intelligenz wird Biologen, Botanikern, Förstern, Landwirten, Meteorologen, Tierärzten aber auch Köchen zugeschrieben. Diese Intelligenzgruppe zeichnet sich durch die besondere Fähigkeit aus, alles naturkundliche zu beobachten, zu unterscheiden, zu erkennen und zu bewerten. Charles Robert Darwin, Begründer der Evolutionstheorie, ist ein treffendes Beispiel für naturalistische Intelligenz.

Existentielle Intelligenz
oder spirituelle Intelligenz, so wie sie Dalai-Lama, dem geistlichen und politischen Oberhaupt des tibetanischen Buddhismus zugeschrieben wird, kennzeichnet diese Intelligenzgruppe. Hier werden auch philosophische Denker eingereiht.

Nichts ist so gerecht auf der Welt verteilt wie die Intelligenz...jeder ist davon überzeugt, ausreichend davon zu besitzen...

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