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Ob und welche Impfung im Einzelfall wichtig ist, klären Sie bitte mit Ihrem Tierarzt.

Die meisten Krankheiten, gegen die unsere Hunde geimpft werden können,
verlaufen bei ungeimpften Hunden tödlich oder schädigen den Hund so stark,
dass er nur mit vielen ärztlichen Mühen und Technik wieder gesund wird. Oft bleiben Spätschäden zurück, die sich ein ganzes Tierleben lang bemerkbar machen.

Zum Schutz der Menschen und seiner Familie ist somit eine Schutzimpfung die einzige Möglichkeit, einen optimalen Schutz zu erzielen.

Sie sollten Ihren Hund gegen folgende Infektionskrankheiten impfen lassen

  • Staupe
  • Parvovirose ("Katzenseuche")
  • Hepatitis (Ansteckende Leberentzündung)
  • Leptospirose
  • evtl.Tollwut-Bedenken Sie bitte, dass es Reisebestimmungen für andere Länder gibt, die eine Tollwutimpfungen vorschreiben.
  • Zwingerhusten
  • Borreliose

Die Grundimmunisierung wird in der 7.-8. Lebenswochen begonnen
Dabei wird gegen Staupe, Parvovirose, Hepatitis und Leptospirose aktiv geimpft.
Bei grossen Infektionsdruck sollten Sie Ihren Hund bereits in der 6. Lebenswoche
gegen Staupe und Parvovirose impfen lassen.

Was ist eigentlich eine Impfung, was bewirkt sie
Krankheiten werden durch bestimmte Erreger - meist Viren oder Bakterien - verursacht.
Viele Krankheiten auch von mehreren Erregern gleichzeitig, wenn praktisch die Abwehr des Körpers zuviel zu tun bekommt. Die allermeisten Erreger dringen völlig unbemerkt in den Organismus ein und werden dort von den weissen Blutkörperchen als Eindringlinge erkannt und sofort vernichtet. Dies passiert ständig auch im menschlichen Körper, ohne dass man etwas davon bemerkt.

Die Immunabwehr "merkt" sich aber genau, wie der Feind beschaffen ist, und kann sich beim nächsten Eindringen mit ganz speziell auf diesen Erreger eingerichteten Abwehzellen und - stoffen zur Stelle. So kann eine Krankheit gar nicht erst ausbrechen.

Beim Impfen werden abgeschwächte Krankheitserreger oder Teile davon in den Organismus gebracht. Diese können keine Krankheit auslösen, aber die Immunabwehr produziert sofort Zellen und Stoffe (Antikörper !) spezielle gegen diesen Erreger. Diese werden vom Körper gewissermassen gespeichert. Muss sich der Körper irgendwann einmal tatsächlich gegen diesen Erreger wehren, sind die Abwehrzellen viel schneller zur Stelle und können gezielt die richtigen Antikörper zur Vernichtung des Feindes herstellen. Damit die körpereigene Abwehr nicht "vergisst" wird sie durch regelmässige Impfung erinnert, wie der Erreger "aussieht", um immer eine "wachsame" Abwehr zu haben.

Katzen- und Hundewelpen kann man ab etwa der 6. Lebenswoche impfen, vor allem wenn die Mutter nicht geimpft war, wie das ja bei vielen Bauernhof- oder Tierheimkätzchen der Fall ist.War die Mutter geimpft, sind die Welpen durch die Antikörper, die sie in der ersten Muttermilchmit aufgenommen haben etwas länger geschützt.

Wichtig ist, dass Ihr Tier zur Impfung gesund ist und am besten etwa 2 Wochen zuvor entwurmt wurde. Vor der Impfung findet eine gründliche Untersuchung statt, damit die Impfung nicht etwas bei erkrankten Tieren erfolgt.

Tollwut
Daran können alle Tiere - auch Menschen - erkranken. Sie verläuft tödlich.

Nach dem Biss eines tollwutkranken Tieres wandern die Viren über die Nervenbahnen zum Gehirn. Dort rufen sie Veränderungen hervor, die sich in abartigem Verhalten (Haustiere werden oft aggressiv, Wildtiere zahm) und Lähmungen zeigen.

Erkrankte Tiere dürfen nicht behandelt werden. Ungeimpfte Tiere müssen oft schon im Verdachtsfall getötet werden.

Tollwutimpfungen sind inzwischen nicht mehr vorgeschrieben.

Staupe
Die Staupe ist sehr ansteckend. Kranke Hunde scheiden das Virus mit allen Körperflüssigkeiten aus. Wenn andere Hunde mit diesen Ausscheidungen in Kontakt kommen, können sie sich infizieren.

Erkrankte Hunde haben hohes Fieber, sind sehr schwach, tödliche Verläufe sind häufig.

Es gibt drei Symptomenkomplexe bei der Staupe, die mehr oder weniger deutlich auch in Kombination auftreten können.

  • starker Durchfall
  • Lungenentzündung
  • Hirn(haut)entzündung mit Lähmungen

Bei wachsenden Hunden bleiben Zahnschmelzdefekte lebenslang bestehen.

Parvovirose
Diese Viren zerstören die Darmschleimhaut. Daher haben erkrankte Hunde blutigen, flüssigen Durchfall, manchmal auch Erbrechen. Mit Erbrechen beginnt die Krankheit auch häufig. Auch die Parvovirose verläuft oft tödlich, da die Tiere den Verlust an Flüssigkeit und Elektrolyten nur durch eine tagelange Infusionstherapie bewältigen können.

Die Parvoviren sind in der Umwelt monatelang überlebensfähig und sehr widerstandsfähig gegen normale Desinfektionsmassnahmen. Erkrankte Tiere scheiden unvorstellbare Virusmengen aus, so dass sie eine grosse Infektionsgefahr durch Keimverschleppung über Schuhe usw. darstellen.

Die Impfung gegen die Parvovirose ist eine der wichtigsten Impfungen für den Hund.

Leptospirose
Da Hunde für diese Bakterienart besonders anfällig sind, sollte man diese Impfung keinesfalls versäumen. Leptospiren leben häufig in Gewässern und umgebenden feuchten Böden, wo sie von dort lebenden Ratten und Mäusen aufgenommen und an Hunde weitergegeben werden.

Hunde bekommen hauptsächlich Nierenschäden, gelegentlich wird auch die Leber befallen. Die Krankheit kann auch auf Menschen übertragen werden.

Hepatitis contagiosa = ansteckende Leberentzündung
Das Virus wird meist durch direkten Kontakt aber auch durch Kot, Speichel und Urin übertragen. Der Patient bekommt starke Bauchschmerzen (Leberschwellung), Erbrechen und Durchfall. Gelegentlich tritt auch Bindehautentzündung auf, die sogar Hornhauttrübungen zur Folge haben kann.

Je jünger der Hund, umso grösser ist die Gefahr, dass er tödlich erkrankt.

Zwingerhusten
Diese Krankheit heisst nicht etwa so, weil im Zwinger lebende Hunde daran erkranken, sondern weil sie vor allem in grossen Hundebeständen durch viel und engen Kontakt weitergeben wird.

Der Haupterreger ist das sog. Parainfluenzavirus, das aber nur in Gesellschaft verschiedener aggressiver Bakterienarten zu starken Lungenentzündungen führen kann.

Für Hunde mit erhöhtem Risiko ist diese Impfung sinnvoll

  • die in Zwingern gehalten werden
  • die eine Hundeschule besuchen
  • die auf Hundeaustellungen gezeigt werden
  • die vermehrt Kontakt mit anderen Hunden auf großen Hundewiesen oder in Hundepensionen haben

Borreliose Lyme'sche Krankheit
Die Borreliose wird durch ein schraubenförmiges Bakterium verursacht, welches durch einen Zeckenbiss in den Hund übertragen wird. Im Frühstadium kann die Borreliose noch gut behandelt werden.

Die Borrelioseimpfung bietet keinen Schutz gegen Zecken sondern nur einen Teilschutz gegen Borreliose!

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