| Ist
Ihr Hund ein Gentleman der die Verhaltensregeln unter
Hunden kennt.
Der Begriff Gentelman wurde in England geprägt
und galt stets als besonderer Ausdruck britischen Nationalcharakters.Der
Begriff "Ehrenmann" bezeichnet einen aufgrund
seiner Geburt, seines Charakters oder anderer Umstände
in irgendeiner Form sozial herausgehobenen Mann. Vielfach
wurde als Wesensmerkmal eines Gentleman auch ein bestimmtes,
gewissen ethisch-moralischen Standards genügendes
Verhalten genannt.
Der
Grundstein für aufgeschlossenes, freundliches Verhalten
wird bereits im Welpenalter gelegt.
Hunde
sind soziale Lebewesen und benötigen daher sowohl
im Welpenalter als auch im Erwachsenenalter den Kontakt
mit anderen Hunden. Im Spiel mit gleichaltrigen Artgenossen
wird das Sozialverhalten geübt, die Rangordnung
getestet und die Beißhemmung erlernt.
Aber nicht nur die Sozialisation, auch Erfahrungswerte,
die der Hund mit Artgenossen in seinem Leben gemacht
hat, spielen eine große Rolle.
Ein Problem ist die zunehmende Vermenschlichung unserer
Hunde in einer Zeit wachsender sozialer Kälte unter
den Menschen. Unsere Hunde dürfen viel zu selten
einfach nur "Hund" sein.
Hunde sind Ordnungsfanatiker.
Ohne klare Regeln sind
sie unsicher, ängstlich, aggressiv und schwer bis
nicht erziehbar.
Auch bei Hunden ist
die Beachtung charakterlicher Eigenschaften
von besonderer Bedeutung
Das spätere Wesen unserer Hunde wird hauptsächlich
von der Umwelt geprägt in der er aufwächst
und nicht vererbt.Rassehunde erben allenfalls Anlagen
(Begabung) für ihr späteres Verhalten.
In jedem Wurf gibt es Draufgänger, ruhigere Vertreter
und besonders anhängliche Hundewelpen.Ängstliche
oder extrem introvertierte Welpen entwickeln sich nur
in den seltensten Fällen zu selbstbewussten und
unerschrockenen Hunden.Kleine Raufer und Rüpel
tendieren häufig dazu, auch als ausgewachsener
Hund recht dominant zu werden.
Der "Raufbold"
Ein Hund der immer in eine Rauferei verwickelt ist,
fühlt sich besonders stark, wenn der Halter in
der Nähe ist.Das gibt Rückendeckung.Viele
Raufbolde verlässt der Mut, wenn sie von der Leine
gelassen werden und plötzlich frei laufend dem
Artgenossen gegenüber stehen.Ein Hund an der Leine,
fühlt sich stark weil er stark gemacht wird...
vom Halter.
Rangordnungsphase 13.bis16.Woche
Während der ersten Lebenswochen zeichnet sich im
Rudel schon eine gewisse Hackordnung unter den Welpen
ab.In der Rangordnungsphase testet der Welpe unaufhörlich
unsere Eigenschaften als Rudelführer.Dabei geht
es nicht nur um unsere körperliche,sondern auch
um unsere geistige Überlegenheit.
Rudelordnungsphase 5.bis
6. Monat
Im Alter von 5 und 6 Monaten neigen die Junghunde sehr
dazu, größere Streifzüge zu unternehmen.Bei
einigen kann dies mehrere Stunden in Anspruch nehmen,
bei anderen zeigt sich die Rudelordnungsphase im entfernen
von einigen hundert Metern um auf einer Wiese nach Mäusen
zu graben. Junghunde die bisher immer artig dem Halter
beim Spaziergang folgten , beginnen nun auch einem Reh
oder Hasen hinterherzujagen.Der Hund fordert uns heraus.Das
beginnt damit, dass er sich weniger um die Wünsche
seines Halters kümmert und bereits gelernte Kommandos
geflissentlich überhört.Er ist jetzt sehr
geneigt die eigene Ranghöhe zu verbessern.
Pubertätsphase 7.
bis 12. Monat
Bei frühen Hunden kann es bereits im 7. Monat beginnen
oder bei anderen Hunden auch erst im 14.Monat. Der Hund
zeigt oft in dieser Phase die Allüren eines Halbstarken
und will herausfinden, wie weit er gehen kann.In dieser
Phase scheint der Hund alles Erlernte vergessen zu haben.
Regelrechter Trotz kann sich zeigen. Die Konsequenz
in der Erziehung ist mehr als sonst gefragt.Über
liebevolle, aber kompromißlose Führung durch
den Menschen, muß dem Hund sein Weg gezeigt werden.
Der Geruch des Artgenossen
entscheidet über Sympathie oder Antipathie.
Wir Menschen haben auch nicht nur annähernd eine
Vorstellung davon, welche Vielzahl von verschiedensten
Botschaften ein Hund mit seiner Nase wahrnimmt. Der
tägliche gemeinsame Spaziergang dient daher nicht
nur der Fitness sondern der Hund sammelt wichtige Informationen
über seine Umgebung.Bewegung, Schnüffeln und
Markieren sind wichtige Abläufe im Leben eines
Hundes.
Das täglichen Hundeleben
spielt sich leider nicht immer harmonisch ab. Da gibt
es die "Kläffer", die sofort knurren
und abweisend reagieren, wenn eine Person oder Hund
im Blickfeld auftaucht, wie auch die "Angsthasen".
Oftmals sind dies Hunde, die in ihrer Jugendzeit nicht
ausreichend sozialisiert wurden, schlechte Erfahrungen
mit Artgenossen gemacht haben oder auch Hunde, die von
ihrem Besitzer übermäßig beschützt
werden.
Für die soziale "Kompetenz"
Ihres Hundes ist auch der regelmäßige Kontakt
zu Artgenossen nötig. Spielstunden in Hundeschulen
wie auch regelmäßige Spaziergänge mit
anderen Hundehaltern machen Spaß und bieten Ihrem
Hund die Möglichkeit, Kontakt zu anderen Hunden
zu haben und Problemsituationen spielerisch zu üben.
Hund ist Hund und doch
nicht gleich Hund.
Jeder Hund hat seinen ganz eigenen Charakter. Der Charakter,
das Wesen des Hundes, seine Sensibilität und sein
Temperament, werden hauptsächlich durch die Haltung,
Aufzucht, Prägung und Sozialisation beeinflusst.
/rk
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