Herkunft
und Geschichtliches
Ursprünglich waren Pudel Jagdhunde, spezialisiert
auf die Wasserjagd, daher das charakteristische Haarkleid.
Der Name kommt vom alt-deutschen puddeln und bedeutet
im Wasser planschen. Es wird gesagt, er hätte in
seiner Geschichte sogar auch als Hütehund gedient,
was aber nicht bewiesen ist. Im Laufe der Domestikation
verlor der Pudel seine jagdlichen Fähigkeiten und
wird heute als besonders intelligenter Familienhund
geschätzt.

Beschreibung
Das Fell eines Pudels ist fein, wollig, dicht und gekräuselt.
Es fühlt sich fest an und unterliegt keinem Fellwechsel.
Die Farben sind: einfarbig weiß, schwarz, apricot,
braun und grau bzw. silber. Inzwischen werden Pudel,
vor allem Zwerg- und Kleinpudel, auch in schwarz-weiß
bzw. seltener in braun-weiß gescheckt gezüchtet.
Diese Farbvariante nennt sich "Harlekin".
Eine weitere Farbvariante ist "black and tan",
auch als "schwarz-marken" bezeichnet. Das
Fell des Schnürenpudels dreht sich nach einiger
Zeit zusammen und bildet damit seine typischen Schnüre,
die mindestens 20 cm lang sind.
Die vier Pudelvarianten unterscheiden sich nur in der
Größe und nicht im Erscheinungsbild. Sie
sind quadratisch gebaut und bewegen sich sehr stolz.
Ihr Rücken ist kurz und ihr Brustkorb lang. Ihr
Gang wirkt fast tänzerisch und ist sehr elegant.
Die Schnauze ist gerade und lang und zudem besitzt der
Pudel lange und breite Schlappohren, die dicht am Gesicht
hängen. Die leicht schräg gestellten Augen
sind schwarz oder dunkelbraun, die Nase ist schwarz.
Braune Exemplare verfügen jedoch über bernsteinfarbene
Augen und eine braune Nase. Die Rute sitzt hoch und
wird gerade und aufrecht getragen.
Groß- oder Königspudel:
45-60 cm, ideal 60 cm ± 2 cm, 20–30 kg
Kleinpudel: 35–45
cm, um 15 kg
Zwergpudel: 28–35
cm, um 6 kg
Toypudel: ideal
sind 25 cm, aber auf jeden Fall unter 28 cm, bis 5 kg
Wesen
Pudel sind intelligente Hunde, sehr lebendig, verspielt,
lernwillig, kinderlieb, sportiv, sehr wachsam. Der Groß-
und Königspudel wird oft unterschätzt. Er
ist in jeder Sparte des Hundesports einsetzbar. Königspudel
werden als Blinden-, Katastrophen- oder sogar als Schutzhunde
ausgebildet. Die meisten Pudelbesitzer sind sich auch
einig, dass ein Pudel eine sehr stark ausgeprägte
Individualität besitzt.
Der Jagdtrieb, gerade beim Großpudel, sollte
auf keinen Fall unterschätzt werden. Mit konsequenter
Führung und richtiger Ausbildung können jedoch
solche Triebe in richtige Bahnen gelenkt werden.

Pflege
Da diese Hunde nicht haaren, müssen sie regelmäßig,
alle sechs bis acht Wochen, geschoren werden. Sie müssen
zudem regelmäßig gebürstet werden, damit
das Fell nicht verfilzt. Da der Pudel nicht haart, ist
er für Tierhaarallergiker geeignet, die auf Hundehaar
ansprechen.
Bewegung
Vor allem der Königspudel hat einiges an Bewegung
nötig. Ob schwimmen, apportieren, Ball spielen,
Gehorsamkeits- oder Geschicklichkeitsübungen, der
Pudel ist für alles zu begeistern.
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