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Rasseportrait - Labrador Retriever
   

Der Labrador Retriever ist eine von der FCI (Nr.122, Gr.8, Sek.1) anerkannte britische Hunderasse.
   
   

Schulterhöhe:

Rüde 56-57cm, Hündin 54-56cm
Gewicht: 35-38 kg
Ursprungsland: Großbritannien

Herkunft und Geschichtliches
Ebenso wie der Neufundländer und der Landseer stammt der Labrador von der kanadischen Ostküste aus der Gegend von Neufundland. Im Gegensatz zum Neufundländer hatte dieser viel leichtere Hund eher die Aufgabe, bei der Jagd zu helfen oder abgetriebene Fische aus dem Meer zu holen. Fischer brachten ihn im 19. Jahrhundert nach Großbritannien, wo er, von seinem Herkunftsort her, den Namen Labrador bekam. Retriever bedeutet Apportierer. Ein Retriever, also ein Apportierhund, sollte ein "weiches Maul" haben, das heißt, dass er die Beute ohne Beschädigung zum Herrchen bringt.

Nach der Ankunft in Großbritannien fand er schnell seinen Weg zu den jagdbegeisterten Adeligen. Hier wurde konsequent auf seine jagdliche Leistungsfähigkeit hin gezüchtet. Heraus kam der Labrador Retriever, wie wir ihn heute kennen: Ein mittelgroßer, kräftiger Hund mit dem typischen breiten Schädel und der dicht behaarten "Otterrute".

Im 20. Jahrhundert wurde er als eigenständige Rasse anerkannt.

Beschreibung
Der Labrador ist ein mit 57 cm recht großer, energischer Hund, und es gibt ihn in 3 Fellfarben: schwarz, gelb, chocolate bzw. leberfarben. Sein Fell ist kurz und dicht (double coat). Obwohl es gemäß Standard nur einen Labrador gibt, werden zwei unterschiedliche Erscheinungsformen gezüchtet: der stärkere, größere, "Showdog" genannte Typ und der feinere, kleinere Typ, der als "Working dog" bezeichnet wird. Der "Showdog" bringt meist 30 - 40 kg auf die Waage, der "Working dog" 20 - 25 kg.

Der gelbe Labrador ist nicht zu verwechseln mit dem Golden Retriever, einem ähnlich großen und starken Retriever, jedoch mit deutlich längerem Fell.

Wesen
Sie sind bekannt für ihre Freundlichkeit, Intelligenz und ihren Gehorsam. Der Labrador freut sich, seinem Eigner zu gefallen (will to please).

Darüberhinaus sind Labradore sehr gutmütig, sie gehen mit fremden Menschen ebenso freundlich um wie mit Kindern oder anderen Tieren. Ein typischer Labrador ist recht bewegungsfreudig und braucht reichlich Auslauf. Außerdem lieben Labradore Wasser. Es ist enorm wichtig, dass der Labrador vor allem geistig gefordert wird - d.h. dass er auch arbeiten und seinen Kopf gebrauchen darf.

Verwendung
Als Ergebnis langjähriger Selektion auf jagdlich nutzbare Eigenschaften ist der Labrador ein Hund mit einer vorzüglichen Nase und mit einem weichen Maul, womit er gefundenes Wild oder andere Gegenstände unbeschädigt seinem Herrn zuträgt. Er ist sehr lernfähig und aufmerksam, beobachtet seinen Herrn dauernd und freut sich über jedes Lob. Diese Lernfähigkeit und Arbeitsfreude sollte man nicht nur bei der Ausbildung zum Jagd- oder sonstigen Arbeitshund nutzen, sondern auch beim reinen Familienhund. Unterforderte, in ihren Arbeitsanlagen nicht geförderte Hunde neigen dazu, unerwünschte Verhaltensweisen zu entwickeln. Heutzutage findet man ihn wegen seiner vielfältigen guten Eigenschaften im Einsatz als vielseitigen Jagdhund, Blindenhund, Drogenspürhund, Rettungshund oder Sportkameraden bei Agility und Flyball. Darüber hinaus ist er ein geduldiger, nervenstarker, angenehmer und wirklich kinderlieber Familienhund, dem das enge Zusammenleben mit seinen Menschen über alles geht und der zu einem ausgewogenen Klima im Zusammenleben der Menschen erheblich beitragen kann.

Die Fellstruktur des Labrador Retriever kann als einzigartig bezeichnet werden.
Bei den zahlreichen Hunderassen kommen verschiedene Felltypen vor. Das Fell des Labradors gehört zu der Kategorie der kräftigen, dichten und kurzen Haare. Die dichte, üppige Unterwolle dient als Isolation. An dieser Struktur liegt es, dass der Labrador auch kein eiskattes Wasser zu scheuen braucht.
Bei seiner Apportierarbeit auf dem Land muss der Labrador oft durch Sträucher und Dickicht kriechen. Sein dichtes Fell schützt ihn gegen mögliche Verletzungen.

Das Wasser perlt von seinem Fell ab wie von den Federn einer Ente:
Nach einem Bad ist der Labrador nicht so nass, wie Hunde anderer Rassen (Weber 2003).

Zurückgehaltene Wassermenge


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