Herkunft
und Geschichtliches
Der Ursprung des Lakeland Terriers liegt im Lake District
(Seengebiet) in Nordengland: Die dortigen Farmer brauchten
einen furchtlosen, kleinen Hund zur Fuchsjagd. Deshalb
kreuzten sie ab Anfang des 19. Jahrhunderts in die urtümlichen
"Old English Black and Tan Terrier" den Bedlington
Terrier ein, um eine Verbesserung des Charakters zu
erzielen. Außerdem wurde wegen seines drahtigen,
Wasser abstoßenden Fells der Border Terrier eingezüchtet.
Heraus kam ein wendiger und mutiger kleiner Hund, der
in Höhlen und Gebirgszügen die Füchse
aufstöbern konnte. Bis der Lakeland Terrier 1912
seinen endgültigen, heutigen Namen erhielt, hatte
er schon viele Taufen hinter sich: Patterdale Terrier,
Fell Terrier, Cumberland Terrier oder Westmoreland Terrier
waren nur einige seiner Bezeichnungen. Als sich die
Züchter schließlich einigen konnten, hatte
der Lakeland Terrier jedoch noch keine offizielle Anerkennung
erhalten. Diese erfolgte erst im Jahr 1928 durch den
Kennel Club. In England und den USA war diese Terrierrasse
neben ihrem Jagdhund- Dasein einst ein sehr beliebter
Ausstellungshund, doch ihr Bestand ging in den letzten
Jahren etwas zurück. In Deutschland ist der Lakeland
nach wie vor "ein Hund, den nicht jeder hat".
Beschreibung
Der robuste und derbe Hund, der ähnlich mit dem
Welsh Terrier ist, sollte nicht größer als
37 cm werden und etwa 7 bis 8 kg wiegen. Lakeland Terrier
haben dichtes Drahthaar mit weicher Unterwolle und sind
in verschiedenen Farben zu sehen. Die Palette reicht
von rot, weizen, schwarz und loh, über blau und
loh bis hin zu rotgrizzle, blau, leberfarben oder ganz
schwarz. Die kleinen Ohren des Lakies werden tief nach
vorne gekippt getragen. Sein Hals ist lang und leicht
gebogen, der Rücken kurz und gerade. Insgesamt
wirkt er kompakt und muskulös. Das Auftreten des
Lakeland Terriers ist furchtlos, flink und voller Selbstvertrauen.
Sein Körper wirkt, alles warte er gespannt auf
das nächste Abenteuer.
Wesen
Ein Lakeland Terrier ist ein fröhlicher, verspielter,
geschickter sowie kinderfreundlicher Hund und daher
sehr gut für Familien geeignet. Er ist recht temperamentvoll,
unternehmungslustig und ausdauernd. Der Lakie ist selbstbewusst
und ein guter Wächter, kläfft aber nie aus
Langeweile. Er springt gerne in Gräben und Teiche,
ist Wasser doch eigentlich sein Lieblingselement. Lakeland
Terrier brauchen engen Familienanschluss, da sie "ihre
Menschen" sehr lieben. Allerdings sind sie kleine
Dickschädel, die nicht besonders schnell lernen
möchte, was man von ihm will. Unbedingte Konsequenz
und Geduld ist deshalb bei der Erziehung erforderlich,
ansonsten tanzen sie Herrchen und Frauchen manchmal
auf der Nase herum. Ein Lakeland ist ziemlich clever
und testet gerne seine Grenzen aus. Doch gerade seine
forsche Art ist bezaubernd und macht ihn auch zu etwas
Besonderem.
Haltung und Pflege
Konsequenz und Geduld sind die Schlagworte beim Lakeland
Terrier- sonst läuft in der Erziehung gar nichts.
Lakies lernen nämlich recht gemächlich, allerdings
nicht weil sie dumm sind, sondern weil sie einen Dickschädel
haben. Als Welpen haben diese Terrier noch ein weiches
Fell, mit etwa 18 Wochen legen sie sich jedoch ihr Drahthaar
zu. Ab diesem Zeitpunkt sollte sie alle 3 bis 4 Monate-
am Besten vom Züchter- getrimmt werden. Ansonsten
brauchen Lakeland Terrier natürlich viel Bewegung,
müssen aber nicht jeden Tag ein bestimmtes Pensum
laufen, um ruhig zu bleiben. Gewöhnt man sie schon
als Welpen daran, können sie auch hin und wieder
in der Wohnung allein bleiben.
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