 |
Der Manchester-Terrier ist
eine von der FCI (Nr.71, Gr.3, Sek.1) anerkannte britische
Hunderasse. |
| |
|
| |
|
| Schulterhöhe: |
Rüde 40-41cm, Hündin 38cm |
| Gewicht: |
8 bis 10 kg |
| Ursprungsland: |
Großbritannien |
Geschichte:
Obwohl relativ klein, ist der Manchester Terrier kein
Spielzeug. Er verteidigt sein Revier und seine Familie
mit viel Schneid und großer Anhänglichkeit.
In Großbritannien oft "Black and Tan Terrier"
genannt, hat er seinen Namen von der Geburtsstadt Manchester
bzw. von seiner Fellfarbe. Man suchte im 19. Jh. einen
Hund, der sich gleichermaßen für Hasenrennen
und zum Rattentöten eignete. Es wurden damals viele
Terrier benötigt, um z. B. in den Warenhäusern
oder an den Docks die Ratten unter Kontrolle zu halten.
Jeder Hundebesitzer brüstete sich damit, unter
seinen Hunden die besten Rattenkiller zu haben. Sie
schlossen Wetten ab und ließen ihre Hunde in einer
Arena Wettkämpfe austragen, welcher in einer bestimmten
Zeit am meisten Ratten tötete. Das verlangte vom
Hund Energie, Schärfe und Schnelligkeit. Einem
Hundebesitzer namens John Hulme schreibt man das Verdienst
zu, seine Terrier mit einem whippetartigen Hund gekreuzt
zu haben, was ein verblüffendes Ergebnis zeitigte.
Große Wendigkeit und ein schnittiger Körper
paarten sich mit Schärfe, alles Eigenschaften des
hervorragenden Ratten- und Kaninchenjägers. Damals
stutzte man die Ohren, um bei den Kämpfen den Ratten
weniger Angriffsfläche zu geben. Als der englische
Kennel Club Ende des vorigen Jahrhunderts das Kupieren
verbot, wandten sich viele Züchter von dieser Rasse
ab, weil sie mit Hängeohren nicht mehr den gleichen
Anklang fand. Erst als es gelang, den Manchester Terrier
mit hochgestellten kleinen Kippohren zu züchten,
verbreitete er sich wieder. Während des 2. Weltkrieges
starb der Manchester Terrier in Großbritannien
fast völlig aus. Es waren nur noch elf Tiere vorhanden,
die als reinrassig anzusehen waren, doch 1952 war dann
der Bestand wieder endgültig gesichert.
Rassebeschreibung:
Schnittiger, lebhafter und bei aller Eleganz doch sehr
kräftiger Terrier. Der Kopf ist lang, keilförmig,
fast ohne Stop. Der schmale, ebene Schädel ist
flach, die Augen sind klein, dunkel und länglich
mit funkelndem Ausdruck. Die Ohren werden über
der Schädellinie nach vorn gekippt und oberhalb
der Augen am Kopf anliegend getragen. Mit einer Verjüngung
von den Schultern zum Nacken verläuft der ziemlich
lange, trockene Hals in den Rumpf, der einen leichten
Karpfenrücken hat. Die Lendenpartie ist gewölbt,
die Kruppe leicht abfallend. In ihrer Fortsetzung ist
die Rute dick angesetzt, die in dünner Spitze ausläuft
und nie höher als die Rückenlinie getragen
wird. Der Manchester Terrier hat kurzes, dichtes und
glänzendes hartes Haar. Die Farbe ist schwarz mit
kräftigem Tan (black and tan) an den Innenseiten
der Läufe, an der Brust und exakt verteilt am Kopf.
Großer Wert wird auf die sogenannte Bleistiftmarkierung,
ein schwarzer Strich auf jeder Zehe, und den schwarzen
Stempel an den Vorderläufen gelegt.
|
|