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Leistungsfähigkeit des Geruchsinns unserer Hunde
ist atemberaubend.
Dass das menschliche Riechorgan ähnliche Qualitäten
besitzt, haben jetzt US-Forscher herausgefunden. Außerdem
sind Menschennasen sehr lernfähig.
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Menschen
können ähnlich wie Hunde Duftspuren
schnüffelnd verfolgen.
Sie könnten demnach deutlich besser riechen,
als man es ihnen bislang zugetraut hatte. Das
haben amerikanische Forscher bei einer Studie
mit 32 Freiwilligen nachgewiesen. Dabei orteten
Probanden die Quelle des Geruchs, indem sie die
Geruchsinformationen aus den beiden Nasenlöchern
verglichen. |
Die Spürhundqualitäten hätten durch
Training sogar noch verbessert werden können, berichten
Jess Porter von der Universität von Kalifornien
in Berkeley und ihre Kollegen in der Fachzeitschrift
"Nature Neuroscience".
Manipulierbar und lernfähig
In ihrer Studie bedienten sich die Forscher eines besonderen
Versuchstieres: des Menschen. Der kann komplexeren Anweisungen
relativ leicht folgen und lässt sich auch manipulieren,
was Hunden beispielsweise nicht so gut gefällt.
Um zu testen, ob Menschen wie Hunde überhaupt
Geruchsquellen lokalisieren können, legten die
Forscher eine etwa zehn Meter lange Duftspur aus und
baten 32 Freiwillige, dieser Fährte zu folgen.
Damit die Versuchspersonen nur ihren Geruchssinn benutzten,
mussten sie Augenbinde, Ohrstöpsel und dicke Handschuhe
tragen. Trotzdem schafften es zwei Drittel von ihnen
in weniger als sieben Minuten bis zum Ziel.
Durch dreitägiges Training, währenddessen
die Aufgabe neunmal wiederholt wurde, konnten vier ausgewählte
Versuchspersonen ihre Leistungen sogar noch verbessern:
Sie schafften die Aufgabe doppelt so schnell wie zuvor
und wichen auch weniger von der Duftspur ab.
Die Fährte verfolgten die menschlichen Versuchskaninchen
mit derselben Strategie wie ihre ierischen Verwandten,
zeigte die Auswertung: Sie spürten dem Geruch in
einem Zickzackmuster nach.
Je schneller sie dabei wurden, desto höher stieg
auch ihre Schnüffelfrequenz - eine Strategie, mit
der nach Ansicht der Wissenschaftler auch Hunde als
Hochleistungsschnüffler viele Duftmoleküle
in die Nase bekommen.
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Beide
Nasenlöcher werden gebraucht
Weitere Untersuchungen zeigten den Forschern außerdem,
wie die Probanden die Gerüche orteten: Jedes
Nasenloch zog Duftmoleküle aus verschiedenen
Regionen ein, die ungefähr 3,5 Zentimeter
auseinander liegen.Wurde den Versuchspersonen
ein Nasenloch zugeklebt oder die erschnüffelte
Luft durch einen Nasenaufsatz künstlich zusammengeführt,
konnten sie ihre Aufgabe nicht mehr so gut erfüllen
- sie wurden langsamer und ungenauer. Demnach
werden bei der Duftwahrnehmung ähnlich wie
beim Hören die Informationen aus zwei Richtungen
verglichen und auf diese Weise die Position der
Quelle bestimmt, erklären die Forscher.
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Der menschliche Geruchssinn
habe seinen schlechten Ruf also zu Unrecht, resümieren
die Autoren. Er werde wohl deswegen unterschätzt,
weil die Menschen ihre Geruchsfähigkeiten im Alltag
kaum ausschöpfen, und nicht, weil der Sinn so viel
schlechter geworden sei.
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