| Nicht nur das Lachen
hat der Hund vom Menschen gelernt
Auch die Art zu kommunizieren und zu fühlen. Im
Hund menschelt es mehr als gedacht.
Über Jahrtausende der Zweisamkeit hat sich der
beste Freund des Menschen seinem Herrchen angenähert.
Wer Futter will, muss
sich bemerkbar machen
Der
Verhaltensforscher Brian Hare vom Leipziger Max Planck-Institut
fasst das so zusammen: „Wir sind sicher, das im
Verlauf der Domestizierung viele sozialkognitiven Fähigkeiten
der Hunde mit denen des Menschen verschmolzen sind.“
Ein Wolf verständigt sich mit über 60 verschiedenen
Mienen,der Haushund hat nur noch vier bis fünf.Stattdessen
hat er sich darauf verlegt, sich über die Stimme
auszudrücken. Die meisten Belllaute zählen
Verhaltensforscher beim Bullterrier mit zwölf verschiedene
Arten.Die Skala reicht vom halblauten Hecheln, über
Bellen, Jaulen bis hin zum Knurren. Das Bellen ist eine
typisch menschliche Adaption.Wer in der Natur überleben
will und zu laut ist - wird gefressen.Bei unseren Haushunden
ist es umgekehrt - Wer Futter oder Aufmerksamkeit will,
muss sich bemerkbar machen.
Der Hund hat vom Menschen
das Lachen gelernt
Kein Lebewesen versteht es so gut wie der Hund, Mimik
und Gestik des Menschen zu lesen.Hunde verstehen uns
sogar besser als unsere nächsten biologischen Verwandten.Über
Jahrtausende der Zweisamkeit hat er es sich zur Gewohnheit
gemacht, die Stimmung des Menschen vom Gesicht abzulesen.
Vom Menschen hat der Hund auch das Lächeln gelernt.
Unter Wölfen ist es ein Zeichen von Aggression,
die Zähne zu blecken.Der Haushund hat sich inzwischen
so an den Menschen angepasst, dass das Zähnezeigen
ein Begrüßungssignal ist.
Die symbiotische Beziehung
zu uns Menschen schlägt sich auch im Erbgut nieder
Während sich das Wolfsgesicht über Jahrtausende
hinweg kaum veränderte, hat die Hundeschnauze viele
Formen angenommen.Forscher stellten fest: Was beim Menschen
die Gesichtszüge bildet, den Mund breit zieht oder
die Nase streckt – das spiegelt sich auch im "Gesicht"
des Hundes wieder. Der Schoßhund steht dem Pekinesen
ins Gesicht geschrieben, ebenso wie der Wolf dem Schäferhund.
Warum beim einen die Schnauze zur Stupsnase geschrumpft
ist, während der andere noch immer den Wolf im
Gesicht trägt, erklären die Forscher anhand
spezieller Abschnitte im Erbgut , die sich in ähnlicher
Form auch beim Herrchen wiederfinden.
Hunde kenne Freude
Auch in ihren Gefühlsäußerungen sind
die Hunde dem Menschen viel näher als ihren Vorfahren.Hunde
kenne Freude, Angst, Nervosität und ein schlechtes
Gewissen .Sie wissen genau, welches Verhalten bestraft
wird und reagieren ängstlich.
Die meisten Wissenschaftler sind der Ansicht, dass der
Mensch eine weniger aktive Rolle bei der Zähmung
des Wolfs spielte, als er sich selbst lange zuschrieb.
Denn der Wolf hat sich quasi selbst domestiziert. Die
Wölfe suchten offenbar von sich aus die Gemeinschaft
des Menschen. Warum? Sie bettelten bei Tisch.
Foto:worth1000.com
/rk
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