| Beurteilung
des Schmerzempfindens unserer Hunde
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Ob
ein Hund Schmerzen hat,
ist für seinen Besitzer schwer festzustellen.
Nach Ansicht von Schmerztherapeuten muss
die Frage, ob Tiere Schmerzen empfinden, aber mit
ja beantwortet werden. Natürlich gibt es Tiere,
die durch Wimmern oder ungewöhnliches Verhalten
signalisieren: "Mit mir stimmt etwas nicht."
Das Tier kann jedoch nicht befragt werden. Somit
tritt die Verhaltensbeurteilung in den Vordergrund.
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Die Beurteilung von Futter-und Wasseraufnahme, Fellpflege
oder Wach- und Schlafzyklus im Hinblick auf Veränderung
durch Schmerzen setzt eine gute Kenntnis des spezifischen
Verhaltens des jeweiligen Tieres voraus. Zudem bestehen
zwischen den einzelnen Tierarten gravierende Unterschiede
im Schmerzverhalten. So würde sich eine durch einen
schweren Sturz verletzte Katze verstecken und ruhig
verhalten, ein verletztes Schaf nur weiter ans Fressen
denken, das Pferd mit einer Kolik jedoch vermutlich
aufbrausend und wild auf sich aufmerksam machen.
Ist ein Hund auf Schmerzeinwirkung durch Gegenstände
oder auch Medikamente konditioniert/trainiert, reagiert
er angesichts dieser Peiniger schon ängstlich.
Er erinnert sich als an Schmerzen, die er mit Gegenständen
oder Gerüchen in Verbindung bringt.
Trotz dieses unterschiedlichen
Verhaltens kann der Mensch nicht sagen, wie stark die
einzelnen Tiere Schmerz empfinden. In
der klinischen Tiermedizin hat die Frage der Schmerzbeurteilung
und -bekämpfung innerhalb der letzten Jahre einen
höheren Stellenwert eingenommen: So wurden Herzfrequenz
und Blutdruck der Tiere sowie mögliche hormonelle
Veränderungen (Stresshormone) gemessen. Auf der
sensorischen Ebene (Nozizeption) müssen Menschen
und Säugetiere grundsätzlich als gleich betrachtet
werden.Auch wenn wir nicht wissen können, wie Hunde
Schmerz erfahren, so wissen wir doch, dass sie unter
Schmerzen leiden.
Die
Beeinträchtigung des Wohlbefindens in Kategorien
eingeteilt:
- Während einer
Operation
Auch wenn das betroffene Tier durch Hypnotika bewusstlos
ist, kann es Schmerzen empfinden. Der Blutdruck steigt,
die Herztöne werden schneller, wenn der Chirurg
mit der Operation beginnt. Die Folge: Das Tier wird
unter Stress gesetzt. Seine Reflexe sind durch die
Narkose nicht beeinträchtigt. Deshalb verabreicht
der Anästhesist ein Schmerzmittel, Herzschlag
und Blutdruck normalisieren sich.
- Nach einer Operation
Bereits nach einem Routineeingriff wie der Kastration
muss davon ausgegangen werden, dass das Tier postoperative
Schmerzen erleiden kann. Durch eine rechtzeitige Gabe
von Schmerzmitteln muss das Tier nicht unnötig
leiden. Und es wird sich von der Operation viel schneller
erholen.
- Nach Unfällen
Hierbei ist es ganz wichtig, dem Tier so schnell wie
möglich die sehr starken Schmerzen zu nehmen.
Nur so kann es weiterführend zum Beispiel mit
Röntgenaufnahmen, Schienen oder Operationen behandelt
werden. Man muss davon ausgehen, dass das Tier unter
Schock steht. Extrem starke Schmerzen können
schlimmstenfalls sogar zum Tod führen.
- Bei Tumorpatienten
Tumoren können durch ihre Ausdehnung andere Organe
schmerzhaft verdrängen. Durch den erhöhten
Gewebedruck entsteht ein Dauerschmerz. Soweit derartige
Geschwülste nicht operativ beseitigt werden können,
muss eine medikamentöse Schmerztherapie erfolgen.
Schmerzen bei chronischen Erkrankungen wie Arthrose:
Hier sollte dem Tier durch eine konsequente Schmerztherapie
geholfen werden, normal schmerzfrei weiterzuleben.
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Sensibilität
und Schmerzempfindung
Die Schmerzzonen des Hundes aus der Veterinärmedizin.
Generell steht die Schmerzlinderung an erster
Stelle. So hat ein am Bewegungsapparat erkrankter
Hund in den meisten Fällen nicht nur im erkrankten
Bereich Schmerzen, sondern es entstehen zusätzliche
Schmerzzonen durch Überlastung an nicht direkt
erkrankten Körperregionen. |
Bei jeder Schmerzbehandlung
gilt:
Das Tier muss regelmäßig durch den behandelnden
Tierarzt betreut werden, um mögliche Nebenwirkungen
von Schmerzmitteln rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Tierbesitzer können ihrem Tier am besten helfen,
wenn sie es aufmerksam beobachten und bei ungewöhnlichem
Verhalten einen Tierarzt um Rat bitten.
/rk |