| Sozialisierung
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die Entwicklung
der Persönlichkeit aufgrund ihrer Interaktion
mit einer spezifischen materiellen und sozialen
Umwelt, d.h. unter selbstverständlicher Annahme
der gesellschaftlichen Werte und Normen und deren
Identifizierung (Sozialisation) |
Nur gut sozialisierte
Hunde können später gut sozialverträgliche
Hunde werden.
Die Entwicklung jedes Hundes wird überwiegend von
seiner Sozialisation und Erziehung bestimmt. Unzureichend
sozialisierte Hunde haben Schwierigkeiten, sich in ihrer
Umwelt zurechtzufinden. Sie neigen zu ängstlichem
oder aggressiven Verhalten und anderen Verhaltensstörungen.
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Die wichtigste Sozialisierungsphase
des Hundes erstreckt sich von der zweiten bis
zur 15. Lebenswoche.
Ein sorgfältig sozialisierter Hund hat gelernt,
friedfertig und aufgeschlossen mit fremden Personen,
Kindern und anderen Haustieren umzugehen. |
Die Prägung in der
2. bis 15. Woche
In dieser Zeit wird eine Gewöhnung an die Umwelt
durchgeführt
- mit anderen Hunden
- mit anderen Tieren
- mit fremden Menschen
- an Umweltreize
Sie sollten so früh
wie möglich damit anfangen, Ihren Welpen zu sozialisieren.
Auch sein Impfprogramm ist kein Hindernis für die
Sozialisierung. Mit etwas Phantasie können Sie
auch mit der Erziehung des noch nicht vollständig
geimpften Welpen beginnen, denn er kann auch zu Hause
eine Menge lernen. In den Alltagssituationen, mit denen
Ihr Welpe in Zukunft öfter konfrontiert wird, sollte
er sich wohl fühlen. Das gilt für Fahrten
im Auto genauso wie für den Besuch des Postboten,
den Kontakt mit den Nachbarskindern (und Kindern im
Allgemeinen), für die Begegnung mit großen
Lkws oder Autos, mit großen Tieren, Staubsaugern,
Waschmaschinen und für viele andere Dinge.
Ihr Hund sollte auf alle
Eventualitäten vorbereitet sein,
so dass er bei einem neuen Erlebnis oder der Begegnung
mit einer neuen Person neugierig und nicht ängstlich
oder aggressiv reagiert. Setzen Sie Ihren Welpen neuen
Eindrücken und Geräuschen nur nach und nach
aus. Und lassen Sie ihn seine Welt selbst erkunden.
Schalten Sie z.B. den Staubsauger zuerst in einem anderen
Raum an, damit das laute plötzliche Geräusch
ihn nicht erschreckt. Und warten Sie, bis er dieser
neuen Erfahrung selbst auf den Grund gehen will. Stellen
Sie sicher, dass die Entdeckung des Staubsaugers eher
eine positive als eine bedrohliche Erfahrung ist. Stellen
Sie dazu etwas Futter neben dem Staubsauger bereit.
Ist Ihr Welpe eher schüchtern und ängstlich,
beginnen Sie besser damit, ein Leckerli neben den ausgeschalteten
Staubsauger zu legen. Anschließend können
Sie sich dann langsam vorarbeiten, bis Ihr Welpe schließlich
auch das angeschaltete Gerät akzeptiert.
Es ist wichtig, dass
sich Ihr Hund in der Gesellschaft von Menschen und Kindern
absolut wohl fühlt.
Wenn Sie mit Ihrem Welpen spazieren gehen, sollten Sie
ein paar Leckerlis mitnehmen und ab und zu einen Fremden
bitten, Ihrem Welpen eins davon zu geben. Auf diese
Weise lernt er, dass der Kontakt mit Menschen positiv
ist. Sie können diese Gelegenheit auch gleich zur
Ausbildung nutzen. Bringen Sie Ihrem Hund bei, Sitz
zu machen, bevor er eine Belohnung bekommt. Das wird
ihn davon abhalten, an Fremden hochzuspringen. Auch
an den Kontakt mit Kindern sollte Ihr Hund frühzeitig
gewöhnt werden. Es ist jedoch wichtig, dass auch
die Kinder wissen, wie sie mit einem Welpen umgehen
müssen. Deshalb sollte in jedem Fall immer ein
Erwachsener anwesend sein. Meist sehen Hunde in Kindern
eine besondere Spezies. Kinder bewegen sich anders als
Erwachsene und sprechen und reagieren auch anders. Beginnen
Sie langsam, indem Sie mit Ihrem Welpen einige Zeit
in der Nähe von Kinderspielplätzen verbringen.
So kann er sich schrittweise an das Aussehen und an
die Geräusche von spielenden Kindern gewöhnen.
Als nächsten Schritt können Sie Kinder bitten,
sich so oft wie möglich mit Ihrem Welpen zu beschäftigen.
Dabei sollten sie mit wenigen Kindern beginnen. Später
können Sie dann eine größere Gruppe
zu ihm lassen.
Es ist natürlich
unmöglich, Ihren Hund auf alles vorzubereiten,
was er in Zukunft sehen wird.
Wenn Sie ihm aber beibringen können, dass neue
Erfahrungen angenehm sind, wird er als neugieriger Entdecker
und nicht in ständigem Misstrauen aufwachsen. Wie
alle jungen Tiere spielen natürlich auch Hunde
sehr gerne. Und das Spiel ist ein wichtiger Faktor in
ihrer Entwicklung. Durch das Spiel mit anderen Hunden
entwickeln Welpen ihre Fähigkeiten zur Kommunikation
mit ihren Artgenossen. Hunde lernen spielend, nicht
zu beißen. Wenn Welpen spielen, merken sie schnell,
dass ein anderer Hund nicht toleriert, dass scharfe
Zähne an seinen Ohren oder seinem Nacken zerren.
Wenn ein Welpe einen anderen Hund zu stark beißt,
wird er sofort gemaßregelt. Außerdem unterbricht
der andere Hund das Spiel. Auf diese Weise lernt ein
Welpe schnell, die Stärke seines Bisses zu kontrollieren.
Erziehen Sie Ihren Welpen
dazu, nicht zu beißen.
Wenn er mit seinen Zähnen Ihre
Haut bearbeitet, reagieren Sie sofort mit einem schrillen
Schmerzschrei . So lernt Ihr Hund, dass er mit seinen
Zähnen vorsichtig umgehen muß./RK
Hundewelpen müssen Eindrücke sammeln
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