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psychische und physiologische Reaktionen
   
 

Überfordern Sie ihren Hund nicht und stellen Sie keine übersteigernden Erwartungen an ihn, er ist keine Maschine.
Er braucht seine Auszeiten und die Möglichkeit einfach nur mal das zu sein was er ist ... ein Hund.

Stress bezeichnet zum einen durch spezifische äußere Reize (Stressoren) hervorgerufene psychische und physiologische Reaktionen bei Tieren und Menschen, die zur Bewältigung besonderer Anforderungen befähigen, und zum anderen die dadurch entstehende körperliche und geistige Belastung.

Stress verursacht bei Menschen Kopfschmerzen, Angst lässt das Herz schneller schlagen, Ärger drückt auf den Magen. Gefühle haben Einfluss auf unseren Körper und die körperliche Verfassung zieht ihrerseits das seelische Befinden in Mitleidenschaft. Der Schmerz im Kopf kann schlagartig verschwinden, wenn sich der Betroffene seiner aggressiven Spannung bewusst wird und sie emotional auszudrücken vermag.

Positiver Stress: durch Spannkraft, Leistungsbereitschaft, Problemlösefähigkeit und Begeisterung eine Situation meistern.

 

Negativer Stress: Die Aktivierung dauert zu lange, die Erholungsphase fehlt und aus Anspannung entsteht Verspannung, das Gefühl unter Druck zustehen, Gereiztheit, Nervosität. Es ist nicht mehr möglich Entspannung zu finden.

Stress bei Hunden – ein Thema, das immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Durch Stress wird nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Hunden die Lern- und Konzentrationsfähigkeit erheblich beeinflusst und kann sogar zu Verhaltensauffälligkeiten und Krankheiten führen.

Finden Sie herraus, warum ihr Hund gestreßt, ängstlich oder aggressiv ist. Indem Sie sich selbst und die Umgebung, die Sie ihrem Hund bieten, mit kritischen Augen betrachten, können Sie vieles herausfinden.

Stressauslösende Faktoren

  • unmittelbare Bedrohungen
  • Gewalt, Wut, Agressionen in der Umgebung
  • zu hohe Ansprüche beim Training und im Alltag
  • zu viel Bewegung (vor allem beim jungen Hund)
  • zu wenig Bewegung und Aktivität
  • Hunger, Durst
  • sich nicht entleeren zu dürfen, wenn er muss
  • Krankheit und Schmerz
  • zu viel Lärm
  • Einsamkeit und Langeweile
  • schockartig auftretende Ereignisse
  • ein Übermaß an aufregenden Objektspielen
  • ein Übermaß an aufregenden Sozialspielen
  • Besitzerwechsel
  • häufiger Wohnortwechsel
  • Verlust eines Sozialpartners
  • Schlafentzug

Erkennen Sie , ob ihr Hund gestresst ist

  • Rastlosigkeit, er kann nicht zur Ruhe kommen
  • übertriebene Körperpflege (ständiges Lecken, Beißen, Kratzen etc.)
  • gegenstände zerbeißen
  • Bellen, Jaulen, Winseln, Heulen
  • Durchfall, Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • verhärtete Muskeln
  • plötzliches Auftreten von Schuppen
  • dem eigenen Schwanz hinterherjagen
  • schlechte Fellbeschaffenheit/ungesundes Aussehen
  • schleche Konzentration
  • Zittern / Hecheln
  • häufigeres Urinieren als gewöhnlich
  • Allergien und andere Hautprobleme
  • nervöses Verhalten
  • aggressives Verhalten
  • abwesend wirken
Was kann man tun um den Stress zu reduzieren?
Es gibt kein Patentrezept. Es kommt ganz darauf an, welche Ursachen dem Streß zugrunde liegen.
  • Nicht strafen, übertrieben schimpfen, keine harten Erziehungsmethoden anwenden
  • Uns darin üben, die beschwichtigenden Signale bei Hunden zu erkennen, auf sie zu reagieren
  • Dafür sorgen, daß die täglichen Bedürfnisse des Hundes befriedigt werden
  • Rassespezifische Eigenheiten berücksichtigen
  • Versuchen, ein ausgewogenes Maß an Bewegung/aktivität und Ruhephasen für unseren Hund zu finden
  • Unseren Hund so oft wie möglich an unserem Leben teilhaben lassen.


Verbannen Sie ihren Hund nicht in den Flur, während Sie sich es im Wohnzimmer gemütlich machen.
Lassen Sie den Hund nicht draußen stehen, während Sie in einem Gebäude sind. Hunde sind Rudeltiere und haben das große Bedürfnis, mit Ihrem Rudel zusammen zu sein.

Durch die bewusste Auseinandersetzung mit dem Thema ist der erste Schritt zur Veränderung schon getan. Wenn wir erkennen, wann und weshalb unser Hund gestresst ist, können wir Konfliktsituationen entschärfen oder sie gar nicht erst aufkommen lassen.

 

 

/rk

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