| Da der
Mensch ein "Allesfresser" ist,
ausgestattet mit einem Geschmacksinn,
der Abwechslung auf seinem Teller schätzt, findet
er es ganz normal und meint es dabei auch gut, seinen
Hund oder seine Katze ähnlich zu ernähren
wie sich selbst. Großer Irrtum, denn annähernd
10.000 Jahre Domestikation reichen nicht aus, um speziestypische
Merkmale ganz zu unterdrücken und das Nahrungsverhalten
dem Menschen anzupassen.
Unterschiede in der Ernährung
Der Organismus der Fleischfresser ist anders angelegt
als der des Menschen: Kiefer, die zum Abscheren und
nicht zum Kauen geschaffen sind, keine Vorverdauung
durch Speichel, dafür aber ein ausgeprägt
großer Magen, der die rasch geschluckte Beute
„zwischenlagert“, ein kurzer Darm (je größer
das Tier, umso kürzer in Relation zur Gesamtkörpermasse),
der die meisten Getreidesorten schlecht verdaut…
Das sind nur einige der charakteristischen Merkmale.

Diese ursprünglich sehr aktiven Tiere beziehen
ihre Energie aus Fetten und kennen keine so genannten
"Cholesterin-Probleme", wohl aber können
sie an Fettsucht leiden (und unter ihren gravierenden
Folgen: Herzkrankheiten, Diabetes, Gelenkerkrankungen
usw.), wenn die Zuteilung hinsichtlich Menge und Qualität
nicht stimmt.
Für den Hund ist die Ernährung "emotionaler
Lebensinhalt": Futter, im selben Napf, am selben
Ort und zur selben Tageszeit, das sind "Stabilisatoren"
für sein psychisches Gleichgewicht. Die Katze,
eine Einzeljägerin, sollte eher freien Zugang zu
ihrem Futter haben, sie nimmt dann bis zu 20 kleine
Mahlzeiten pro Tag (und Nacht) ein.
Das Tier braucht täglich
sein in der Nährstoffzusammensetzung ausgewogenes
Futter, angepasst an seine Größe, sein Alter
und sein physiologisches Stadium
Ein Stück Schokolade
(zu große Mengen sind schädlich/GIFTIG für
den Hund!), ein Würfel Zucker,
ein Stück Emmentaler Käse (30g Emmentaler
entsprechen einem Drittel des täglichen Energiebedarfs
eines kleinen Hundes!), ein Stück Brot, alle diese
kleinen "Extras" verändern die von einem
Tierernährer ermittelte Balance der Futterration.
Die Folgen können z.B. Störungen der Darmtätigkeit
und/oder eine schleichende Beeinträchtigung der
Gesundheit des Tieres sein.
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