| Hunde
sind von Natur aus Lauftiere.
Daher brauchen sie, um gesund und ausgeglichen zu sein,
immer genügend Bewegung. Das individuelle Bewegungsbedürfnis
hängt allerdings von mehreren Faktoren ab: Rasse,
Körperbau, Temperament, Gesundheitszustand und
Alter. Auch die Gewöhnung spielt oftmals eine Rolle.
Große, lauffreudige Rassen oder Jagdhunde benötigen
mehr Bewegung als zum Beispiel kleine oder Zwergrassen.
So empfehlen die Experten des Verbandes für das
Deutsche Hundewesen (VDH) e.V. für Sportbegeisterte
eher die lauffreudigen Hunderassen. Sie eignen sich
gut als Begleiter zum Radfahren, Reiten oder Joggen.
Wichtig ist dabei, daß der Hund richtig trainiert
und gut erzogen ist. Bei kleineren oder kurzbeinigen
Hunden sollte man darauf achten, daß man sie nicht
überfordert. Ihnen reicht in der Regel ein Spaziergang
pro Tag und die Begleitung von Herrchen oder Frauchen
zum Einkaufen. Sie sind die idealen Seniorenhunde.
Viel fressen und wenig laufen = dicker Hund !
Übergewicht ist kein Schönheitsfehler
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Alle Hunde, auch die niedlichsten
Schoßhündchen, sind von Haus aus Lauftiere.
Sie sind für lange Erkundungsausflüge
und schnelle Verfolgungsjagden ausgerüstet.
Ein Hund der nicht gern läuft, ist krank.
Zum Hundeleben gehört der tägliche
Spaziergang.Wichtiger aber
als alle Zeiten und Kilometer ist, daß sich
jeder Hund mindestens einmal am Tag so richtig
verausgaben darf. |
Welche Rassen brauchen
viel Auslauf?
Normalen Auslauf brauchen die "Haus-, Hof- und
Wachhunde"; Pinscher, Schnauzer, Terrier, die doggenartigen
vom Mops aufwärts und die Hirten- und Sennenhunde.
Viel Auslauf zum Wohlfühlen brauchen alle Schäferhunde,
Jagdhunde, Schlitten- und Windhunde.
Reicht die Bewegung in
einem großen Garten?
Nur für Haus-, Hof- und Wachhunde. Dann sollte
aber der Garten auch der Größe des Hundes
angemessen sein, so dass er ungestört einen Kurzsprint
ansetzen und gefahrlos "abbremsen" kann. Einen
täglichen Spaziergang in die "weite Welt"
brauchen diese Hunde trotzdem! Sonst werden sie Einsiedler.
Ist freies Laufen (ohne
Leine) unerlässlich?
Ja, nur freilaufend kann ein Hund seine Umwelt erkunden,
kennen lernen und sich ohne Probleme einordnen. Aber
Straßenverkehr und städtische Verordnungen
machen das fast unmöglich. Hundehalter sollten
sich eine lange Leine kaufen und bedenken: Brav bei
Fuß geradeaus zu gehen ist keine artgerechte Bewegung
für einen Hund.
» Wie Hunde laufen
Schadet tägliche
Bewegung neben dem Fahrrad?
Sie schadet nicht, wenn man sie dem Hund früh
beibringt, die Geschwindigkeit auf ihn abstimmt und
ihn dabei möglichst viel frei laufen lässt.
Dieses ist häufig die einzige Art, großen,
bewegungsfreudigen Hunden den Auslauf zu bieten, den
sie brauchen. Wichtig: der Radfahrer sollte ein Profi
sein und der Hund durchtrainiert und gehorsam. Dackel
und Bernhardiner gehören nicht ans Fahrrad.
Kann man eine Hund auch
überanstrengen?
Junge Hunde fühlen sich meist stabiler und kräftiger
als sie sind, ältere sind häufig zu nett zum
Protestieren. Zu jeder sportlichen Leistung gehört
auch ein ausgewachsener, gesunderer, Körper, viel
Übung und die richtige Motivation. Von jungen Hunden,
alten Hunden, Hunden mit vollem Magen und von Hunden,
die das nicht durch tägliches Training gewöhnt
sind, sollte man nie sportliche Leistungen verlangen.
Soll auch ein Hund an
heißen Tagen "kürzer treten"?
Ja, Hunde können nur über ihre Zunge "Schwitzen"
und sich Abkühlung verschaffen. Sie sind an Hitze
viel weniger anpassungsfähig als an Kälte.
Je kürzer die Schnauze, desto hitzeempfindlicher
ist der Hund.
Muss jeder Hund täglich
"toben"?
Jeder Hund braucht eine tägliche "Tobestunde",
auch wenn die nur 10 Minuten ist.
Sollte man die Spaziergang-Routen
öfter ändern?
Spazieren gehen ist für Hunde wie "Zeitung
lesen". Aber Hunde lesen nicht nur, sie schreiben
auch tägliche "Leserbriefe". Und dann
wollen sie wissen, was auf ihre "Botschaft"
für Antworten gekommen sind. Man sollte die Routen
nicht ständig ändern.
Sollte jeder Hund schwimmen?
Jeder Hund kann - zur Not - schwimmen. Er muss das nicht
lernen. Aber nicht jeder Hund mag Wasser. Einen "wasserscheuen"
Hund ins ungeliebte Nass treiben oder gar zu werfen,
ist TIERQUÄLEREI!
Wo sollten Sie mit Hunden
spazieren gehen?
Überall dort, wo ein Hund noch in dem ihm angeborenen
Zick-Zack-Trab und in Ruhe seine Umwelt erkunden kann.
Hunde haben ein viel empfindlicheres Sinnessystem als
Menschen. Sie leiden deshalb unter Reizüberflutung
auch viel mehr und schalten ihre Wahrnehmungsfunktionen
dann ganz ab. Meiden Sie - Ihrem Hund zuliebe - die
lauten Innenstädte, die Skateboardfahrer, die hastigen
Menschen. Ein reizüberfluteter Hund kann nichts
mehr wahrnehmen, unter Umständen auch kein lebensrettendes
HALT- Kommando.

Stadthunde
Ein geeignetes Hundeauslaufgebiet
Eine gute Grundlage stellt ein Rundweg von ca. 6 km
Länge dar. Er sollte zusätzliche Ausweichmöglichkeiten
durch Abzwei- gungen bieten, die wieder auf den Hauptweg
zurück- führen. Dies ist notwendig, damit
die Besitzer dem einen oder anderen Hund zur Konfliktvermeidung
aus dem Weg gehen können. Eine ideale Variante
stellt ein zusätzlicher äusserer Rundweg dar,
der durch Querwege mit dem inneren verbunden ist.
Zusätzlich sollten zwei bis drei freie Flächen
vorhanden sein, auf denen sich Hundehalter mit sich
gut verstehenden Hunden in Spielgruppen zusammenfinden
können./RK/VDH |