Alte Hausrezepte gegen Zecken schaden hier oft mehr, als sie
nutzen.
Nach dem milden Winter werden es besonders viele
sein.Viele Zecken haben sogar den milden Winter
überlebt. Dadurch steigt
auch das Risiko einer Übertragung von Krankheitserregern
durch die Spinnentiere auf den Hund(und Ihnen).
Zur Gefahr für Hunde werden im Wesentlichen
die Erreger der Frühsommer-Meningoenzephalitis
(FSME) und Lyme-Borreliose. Aber auch andere Erkrankungen,
wie die Babesiose des Hundes, auch als „Hundemalaria“
bekannt ,in unseren Breiten ein zunehmendes Problem,
werden von Zecken übertragen.
Die Gefahr von Zecken ist längst nicht nur
auf Wiesen und Wälder beschränkt. Füchse
und andere Wildtiere bringen sie in die Großstadt!
vor
Mahlzeit
nach Mahlzeit
Eine Zecke muß
umgehend entfernt werden - sofort.
Wurden Sie (nicht Ihr Hund) von einer Zecke gestochen,Einstichstelle
beobachten,Datum notieren!
Bekommen Sie Monate später diverse unerklärliche
gesundheitliche Probleme,informieren Sie Ihren Arzt
über den "Zeckenbiss".http://www.zeckenbiss-borreliose.de/
( Krankheitsgeschichte)
Auch wenn es manchen Hundebesitzer Überwindung
kostet – eine Zecke muss entfernt werden, die
Erreger von Borreliose werden erst einige Stunden nach
dem Einstich übertragen. Mit einer Pinzette und
auch mit Fingernägeln kann man die Zecken entfernen.
Nicht quetschen und so dicht wie möglich an der
Hautoberfläche entfernen. Wenn
einmal ein Zeckenkopf stecken geblieben ist,
bitte nicht weiter versuchen den Kopf zu entfernen.
Nach 2-3 Tagen hat der Hundekörper die Zecke von
selbst abgestoßen.Betupfen Sie die Einstichstelle(den
Zeckenkopf) mit einem Desinfektionsmittel, z. B. Jod
oder Alkohol.
Die meisten Zeckenzangen sind ... Eine normale Pinzette
aus Metall mit einer feinen Spitze ist "Spitze".
Entfernen Sie die Zecke in der Wohnung? Bitte sicher
entsorgen!
Auf den Teppich fallen lassen und drauftreten , macht
den Zecken nicht viel aus.
Rechtzeitiges Entfernen
der Zecke schützt vor Infektionen ?
Die FSME-Viren befinden sich im Speichel der infizierten
Zecken. Deshalb können sie schon direkt beim Stich
übertragen werden. Eine noch so rechtzeitige Entfernung
schützt deshalb nicht vor der Infektion. Von Borreliose-Erregern
weiß man, dass sie sich im Darm der infizierten
Zecke befinden und vermutlich erst nach 12 Stunden übertragen
werden. Unfachgemäßes Entfernen von Zecken
kann aber dazu führen, dass der Darminhalt der
Zecke in die Stichstelle gerät.
Finger weg von alten
Hausmitteln
In Internetforen wird hin und wieder noch der Ratschlag
erteilt, Uhu, Nagellack oder Öl auf die Zecken
zu träufeln. Tatsächlich wird der Parasit
meist kurz darauf leblos vom Tier abfallen. Aber nicht,
ohne im Todeskampf noch vermehrt Erreger in die Wunde
abgegeben zu haben.
Der Mythos vom Uhrzeigersinn
Das Drehen der Zecke beim Herausziehen, ob mit oder
gegen den Uhrzeigersinn, ist sinnlos. Der Stechapparat
der Zecke verfügt über kein Gewinde! Stattdessen
steigt noch eher das Risiko, dass Teile der Zecke in
der Haut stecken bleiben.
Fragen Sie Ihren Tierarzt
Um den Hund vor Zecken zu schützen, stehen verschiedene
Produkte mit unterschiedlichen Wirkstoffen zur Verfügung.
Rechtzeitig verwendet, halten viele Mittel die Zecken
gleich ganz von den Hunden fern. Andere wirken nach
Kontakt oder Aufnahme giftig. Viele Wirkstoffe sollten
nicht mit der Haut von Menschen in Berührung kommen.
Das ist bei kleinen Kindern im Haus kaum zu garantieren.
Andere Mittel riechen sehr stark oder wirken unterschiedlich
gut. Der Tierarzt kennt die Vor- und Nachteile der Mittel
und kann Sie individuell beraten.
Gegen Zecken kann man
nicht impfen
Gegen Zecken – auch das ein weit verbreiteter
Irrtum – kann man nicht impfen. Höchstens
gegen die Krankheiten, die sie übertragen. Für
Hunde steht jedoch nur ein Impfstoff gegen Borreliose
zur Verfügung. Entwickelt wurde der Impfstoff allerdings
in den USA und wirkt nur bei dem dort vorkommenden Subtyp
des Borreliose-Erregers. In Deutschland sind aber noch
weitere Subtypen für die Krankheit verantwortlich.
Prinzipiell gilt es, gemeinsam mit dem Tierarzt eine
auf das jeweilige Tier abgestimmte Strategie zu entwickeln.
Und zwar bevor die Zecken wieder massenhaft auf ihre
Opfer lauern.
Ist die richtige Kleidung
ein ausreichender Schutz ?
Gummistiefel und lange Hosen machen es Zecken zumindest
schwerer. Sich ausschließlich auf diesen Schutz
zu verlassen, ist aber nicht ausreichend. Abgestreifte
Zecken können unbemerkt so lange auf der Kleidung
herumkrabbeln, bis sie eine geeignete "Stichstelle"
gefunden haben.
Wie schütze ich
Kinder vor Zecken?
Im Sommer verbringen Kinder gerne ihre Freizeit draußen.
Besonders spannend sind Spiele, bei denen man durch
den Wald streift, sich hinter Büschen versteckt
oder ein Baumhaus im Garten baut.
Für Kinder gelten daher die oben genannten Schutzmaßnahmen
in besonderem Maße.
Falls Sie in einem FSME-Risikogebiet leben, sollten
Sie mit Ihrem Kinderarzt über eine notwendige FSME-Impfung
sprechen.
Nicht immer können Zeckenstiche
völlig vermieden werden. Wenn Sie aber die wichtigsten Regeln beachten,
können Sie das Risiko eines Zeckenstiches deutlich herabsetzen.
Tipp 1:Geschlossene Kleidung.
Tragen sie geschlossene Kleidung. Hemden oder Blusen
mit langen Ärmeln, Hosen mit langen Beinen. Ziehen
Sie insbesondere die Strümpfe über die Hosenbeine
und tragen Sie geschlossene Schuhe. So machen sie es
den Zecken, die besonders auf Gräsern und im Unterholz
durch einen kurzen Kontakt abgestreift werden, besonders
schwer. Tipp 2:Helle Kleidung.
Sie sollten helle Bekleidung vorziehen. Sie bietet zwar nicht mehr Schutz, aber man kann die winzigen Zecken auf heller Kleidung viel besser erkennen. Tipp 3:Abweisende Mittel.
Das Auftragen von insektenabweisenden Mitteln hilft möglicherweise für eine gewisse Zeit. Sie bieten aber keinen vollständigen Schutz. Tipp 4:Zeckenbiotope meiden.
Wenn Sie die Wahl haben, sollten Sie nicht durch Unterholz, Gebüsch und hohe Gräser streifen, weil sich hier Zecken besonders gerne aufhalten. Tipp 5:Zeckenfreier Garten.
Schaffen Sie sich in ihrem eigenen Garten eine zeckenfreie Zone, indem Sie Hecken und Büsche entsprechend zurückschneiden. Tipp 6:Körper absuchen.
Haben Sie sich in typischen Zeckenbiotopen aufgehalten, sollten Sie unbedingt Ihren Körper nach Zecken absuchen. Besonders gründlich sollten Sie zwischen den Beinen, unter den Armen, um den Bauchnabel herum, am Kopf, Hals und an den Ohren nachsehen. Zecken lieben warme Körperstellen und weiche Haut. Tipp 7:Keine Wildtiere berühren.
Berühren Sie keine wilden Tiere. Sie tragen häufig Zecken in ihrem Fell. Tipp 8:Alle Haustiere kontrollieren.
Wenn Sie eigene Haustiere haben, sollten Sie auch diese
regelmäßig nach Zecken absuchen.
Die Welpen Statistik des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH) weist im Jahr 2007 mit mehr als 89.000 eingetragenen Welpen ein Wachstum von 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf.
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