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Alles braucht mehr Zeit
Mit zunehmendem Alter wird Ihr Hund ruhiger, und die
Funktionsfähigkeit seiner Organe lässt etwas
nach.Wenn sich die Funktionen seines Körpers verlangsamen,
fällt es ihm auch schwerer, mit Krankheiten oder
anderen Stresssituationen umzugehen. Solche Situationen
sollten Sie soweit wie möglich vermeiden.
Für den Umgang mit einem älteren Hund ist
mehr Geduld nötig, denn er wird einfach etwas langsamer.
Möglicherweise kann er Sie nicht mehr gut hören
oder sehen. Wenn er nicht auf Sie reagiert, bedeutet
das nicht, dass er Sie absichtlich ignoriert! Er braucht
jetzt mehr Hilfe und mehr Gesellschaft. Seien Sie geduldig
– er hat es verdient.
Obwohl Ihr Hund nicht
mehr ganz so aktiv ist, ist ein angemessener Auslauf
dennoch gut für Ihren Hund
Viele Hunde im Alter träge. Während sie vielleicht
in ihrer Jugend noch freudig vorausrannten, laufen sie
jetzt in aller Ruhe an Ihrer Seite. Außerdem wird
ein alter Hund schneller müde. Seine Gelenke werden
steif, und er spürt unter Umständen dieselben
Muskelschmerzen wie ältere Menschen.
Bei älteren Hunden lässt häufig die
Sehkraft nach. Auch das Gehör und andere Sinne,
einschließlich des Geruchssinns, können beeinträchtigt
werden. Dadurch verlieren die Tiere leicht die Orientierung
und finden sich ohne ihre Besitzer nicht mehr zurecht.
Achten Sie also darauf, sich auf Ihren Spaziergängen
nicht allzu weit von Ihrem Hund zu entfernen.
Durch
maßvolle Bewegung wird sein Kreislauf in Schwung
gehalten, seine Gelenke bleiben in Bewegung, und er
bekommt jede Menge frische Luft. Außerdem tut
ihm die Ablenkung gut, und „Unfälle“
im Haus können vermieden werden.
Unternehmen Sie mit Ihrem Hund kürzere, dafür
aber häufigere Spaziergänge. Achten Sie darauf,
dass er sich nicht zu sehr verausgabt. Wenn es regnet
oder schneit, trocknen Sie ihn nach Ihrer Rückkehr
zu Hause gründlich ab. Wenn der Boden vereist ist
bzw. Salz oder Split gestreut wurde, reinigen und trocknen
Sie seine Pfoten. So vermeiden Sie Reizungen, die leicht
zu Blasen und Entzündungen führen können.
Verzichten Sie auf lange Spaziergänge, wenn das
Wetter extrem heiß oder kalt ist. Ihr Hund ist
dazu körperlich womöglich nicht mehr in der
Lage. Warten Sie, bis die Witterungsverhältnisse
sich gebessert haben.
Legen Sie bei älteren
Hunden gesteigerten Wert auf die Fellpflege.
So fühlt Ihr Hund sich wohl und bleibt gesund.
Beim regelmäßigen Bürsten können
Sie Auffälligkeiten wie Haarausfall, Wunden, Reizungen
oder Anzeichen von Floh- oder Parasitenbefall erkennen.
Außerdem können Sie den Körper Ihres
Hundes auf Geschwüre und Hautprobleme untersuchen.
Viele Hunde im fortgeschrittenen Alter leiden an Warzen
und gutartigen Fettgeschwülsten,die im Allgemeinen
keine Probleme bereiten. Dennoch sollten Sie bei allen
ungewöhnlichen Schwellungen (besonders dann, wenn
diese sich verändern) den Tierarzt aufsuchen.
Untersuchen Sie regelmäßig die Krallen Ihres
Hundes. Achten Sie dabei besonders auf die sogenannten
Wolfskrallen oder Afterkrallen. Diese befinden sich
als fünfte Zehe an der Innenseite der Hinterläufe,
berühren nicht den Boden und werden somit auch
nicht abgewetzt. Sie können Ihrem Hund die Krallen
selbst schneiden. Sollten Sie allerdings mit diesem
Vorgang nicht vertraut sein, überlassen Sie es
lieber dem Tierarzt oder einer Fachkraft in einem Hundesalon.
Von Zeit zu Zeit sollten Sie sich den Rachen und die
Zähne Ihres Hundes ansehen. Zahnstein in Form von
braunen Ablagerungen führt nicht nur zu schlechtem
Atem, sondern auch zu Zahnfleischerkrankungen . Der
Tierarzt kann Zahnstein und auch lockere Zähne
entfernen, wofür allerdings im Allgemeinen eine
Vollnarkose notwendig ist.
So fühlt Ihr Hund
sich wohl
Da Ihr Hund im fortgeschrittenen Alter nicht mehr so
agil ist, liegt er oft längere Zeit an einem Platz.
Bereiten Sie ihm seinen Platz an einer warmen, vor Zugluft
geschützten Stelle, die Sie gut auspolstern sollten.
Denken Sie auch daran, dass Ihr Hund aufgrund seiner
verminderten Seh- und Hörkraft leichter die Orientierung
verlieren kann.Veränderungen im Haus bzw. in der
Wohnung sowie im Tagesablauf sollten Sie also möglichst
vermeiden.
Wie ernähre ich
meinen älteren Hund
Da Ihr Hund sich mit zunehmendem Alter wenige bewegt,
verbraucht er weniger Energie. Damit er dennoch sein
optimales Gewicht hält, werden Sie möglicherweise
seine Futtermenge reduzieren müssen. Dies ist wichtig,
da Fettleibigkeit bei älteren Hunden Herz und Lungen
sowie Muskeln und Gelenke stark belastet. Fettleibige
Hunde haben außerdem eine niedrigere Lebenserwartung.
Bitte regelmäßige
tierärztliche Untersuchungen
G eben Sie Ihrem Tierarzt die Möglichkeit, Ihren
Hund regelmäßig zu untersuchen und dabei
zu prüfen, ob alle wichtigen Organe wie Haut, Herz,
Leber und Nieren gesund sind(bei manchen Hunden können
auch häufigere Termine beim Tierarzt notwendig
sein)./RK
Auch ältere Hunde können noch umlernen

Umrechnung von Hunde- in Menschen Alter
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Die zehn Bitten eines Hundes
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