Bitte
bedenken Sie, dass die meisten Tiere, die im Tierheim
landen, oft eine sehr schlimme Vergangenheit haben
- ausgesetzt, geschlagen oder misshandelt wurden.
Daher müssen
Sie Geduld aufbringen, wenn sich das Tier in den ersten
Wochen nicht so verhält, wie Sie es erwarten.
Das Vertrauen eines Tieres muß man erwerben!
Sie erhalten dies bestimmt, wenn Sie Ihrem Tier Zuwendung,
Liebe und Geduld entgegenbringen!
»Finden Sie die Tierheime in Ihrer Nähe
- Die Kostumstellung bringt oft Durchfälle mit
sich. Wir geben Ihnen immer Informationen über
das bei uns verwendete Futter. Bitte richten Sie sich
danach, zumindest in den ersten Tagen, damit die Durchfälle
nicht zur Plage werden. Dies gilt für Hund und
Katze!
- Trotz Wurm- und Flohbehandlung können die Tiere
noch Parasiten aufweisen. Es schadet in keinem Fall,
eine Wurm- und Flohbehandlung zu wiederholen, jedoch
nicht direkt am ersten Tag.
- Mit einem Hund so oft wie möglich Gassi gehen,
da sich das Tier erst noch an feste Zeiten gewöhnen
muß. Auch an der Leine gehen muß man üben,
Schrittchen für Schrittchen. Belohnung mit einem
Leckerchen ist nicht verkehrt. Stubenrein wird Ihr
Hund oder Welpe sehr schnell, wenn er immer an einer
bestimmten Stelle sein Geschäft verrichten kann.
In kürzester Zeit haftet sein Geruch an dieser
Stelle. Keinesfalls schlagen, wenn es mal in der Wohnung
passiert. Gehen Sie mit ihm ca. 10 Minuten nach dem
Fressen oder Schlafen nach draußen und geben
Sie ihm eine Belohnung, wenn "es" draußen
passiert. In der Wohnung schimpfen Sie nur, in kürzester
Zeit hat Ihr neuer Hausgenosse Sie verstanden.
- Die meisten Hunde reagieren mit Angst und Panik,
wenn sie, nachdem sie endlich ein Zuhause gefunden
haben, plötzlich allein gelassen werden. Dies
äußert sich durch anhaltendes Bellen, Protestunsauberkeit
oder auch Knabbern an der Wohnungseinrichtung, da
sie ja nicht wissen können, dass sie nur vorübergehend
ohne ihr neues Herrchen oder Frauchen sind. Katzen
verstecken sich zunächst und sollten deshalb
am Anfang völlig in Ruhe gelassen werden. Üben
Sie mit Ihrem Tier das "Alleinsein": Verlassen
Sie die Wohnung für ein paar Minuten, loben Sie
Ihr Tier, wenn Sie zurückkommen. Wiederholen
Sie dies, so oft Sie können und steigern Sie
Ihre Abwesenheit auf etwa 30 Minuten. Ihr Tier wird
schnell lernen, dass Sie ja wiederkommen. Wir lassen
oft das Radio oder den Fernseher an, das wirkt Wunder.
- Katzen müssen mindestens 4 Wochen im Haus gehalten
werden, bevor sie Freigänger werden können.
- Zu große Anhänglichkeit (ständiges
Nachlaufen) findet man häufig bei ausgesetzten
Tieren. Zeigen Sie dem Tier nicht, dass es Ihnen eventuell
lästig ist, den sein Verhalten drückt Liebe
und auch die Angst aus, Sie zu verlieren.
- Schnappen eines Hundes nach der Hand oder in die
Luft bedeutet nicht, dass der Hund ein aggressiver
Beißer ist, sondern zeigt entweder Angst vor
der Berührung oder aber, dass er einfach seine
Ruhe braucht. Dies sollten Sie und vor allem Kinder
respektieren, denn ein Tier hat Bedürfnisse und
Empfindungen und ist kein funktionierendes Spielzeug.
Versuchen Sie einfach, sich ab und an in seine Lage
zu versetzen - wollen Sie nicht manchmal auch einfach
nur Ihre Ruhe haben? Langsam und im Laufe der Zeit
normalisiert sich alles, und Sie werden viel Freude
an Ihrem neuen Familienmitglied haben, wenn Sie ihm
dabei behilflich sind, all das Neue, was auf diese
Tierseele zukommt, zu verarbeiten.

Info Trennungsangst
|