Langhaariges
Hundefell
muss nicht besonders pflegeintensiv sein. Ein schlichtes
Langhaar wie beim Collie, Spitz oder belgischen Schäferhund
oder leicht gewelltes ohne übermäßige
Unterwolle wie beim Berner Sennenhund oder Golden Retriever
verfilzt bei Unachtsamkeit nur an wenigen kritischen Stellen,
wo das Haar besonders fein ist, z.B. hinter den Ohren
und in den Achselhöhlen. Ansonsten reicht einmal
wöchentliches gründliches Bürsten.
Schwieriger ist es bei Hunden, deren Fell zum Zotten neigt,
wie z.B. Old English Sheepdog oder Briard.
Sie müssen je nach Fellbeschaffenheit und besonders
im weichen Jugendfell häufiger gebürstet werden.
Hier sollte man täglich wenigstens die kritischen
Stellen an Kopf, Fang, unter den Achseln, um die Genitalien
und Pfoten kämmen und Filze gar nicht erst aufkommen
lassen. Denn das Entwirren wird für den Hund zur
Geduldsprobe. |
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feines Langhaar wie beim Setter oder
Spaniel muss ebenfalls regelmäßig gekämmt
und gebürstet werden. Auch hier gilt, wenn rasseüblich
mit der Schere gekürzt wird, dient das nicht nur
dem schicken Aussehen, sondern erleichtert auch die
Pflege.
Seidiges Langhaar
wie beim Afghanen ist am pflegeintensivsten. Es braucht
tägliche, gründliche Aufmerksamkeit.
Hunde mit ausgesprochen dichtem Langhaar mit üppiger
Unterwolle wie Neufundländer oder Chow-Chow müssen
gründlich bis auf die Haut gebürstet werden,
um frühzeitig Hautveränderungen zu erkennen.
Die Arbeit mit dem dichten Fell ist anstrengend.
Langhaarige Hunde bürstet
man gründlich bis zum Haaransatz,
ohne sie zu verletzen oder Unterwolle auszureißen.
Es eignen sich feste Naturborstenbürsten oder Drahtbürsten.
Plastikbürsten laden das Fell elektrisch auf und
erschweren die Arbeit. Man bürstet zunächst
einmal gegen den natürlichen Haarwuchs, dann beginnt
man am auf der Seite liegenden Hund an der Hinterhand
an den Pfoten. Man hält mit der linken Hand das
Fell hoch und bürstet in Lagen mit der rechten
Hand (Linkshänder entsprechend) das Haar unter
der linken Hand hervor und in einem Zug in seine natürliche
Wuchsrichtung durch. Dabei sollte sich das Haar so teilen,
dass die Haut zu sehen ist.
Am sitzenden Hund wird das Brusthaar in Lagen von unten
nach oben gebürstet. Bearbeiten Sie so den ganzen
Körper und vergessen Bauch, Innenseite der Schenkel
und die Rute nicht.
Das Lagebürsten schont
das Fell und gewährleistet gründliches
Erfassen des gesamten Körpers. Alle Verfilzungen
und Haarknoten werden so aufgespürt. Haarknoten
werden mit den Fingern zerteilt und mit einem groben
Kamm ausgekämmt. Verfilzungen der Länge nach
aufschneiden und auskämmen. Bei rasch verfilzendem
Junghundfell hilft ein sog. Entfilzungskamm aus dem
Zoofachhandel.
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