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Die Tollwut ist für
alle Säugetiere - ebenso für den Menschen
- lebensgefährlich !
Das Tollwut-Virus wird bei unseren Haustieren fast ausschließlich
durch den Biß infizierter Füchse übertragen.
Was ist Tollwut?
Tollwut ist eine von Säugetieren und Vögeln
auf den Menschen übertragene lebensbedrohliche
Infektionskrankheit. Jährlich wird die Zahl der
Todesfälle durch Tollwut auf weltweit 40 000 bis
70 000 geschätzt. Annähernd zehn Millionen
Menschen müssen nach dem Kontakt mit tollwutverdächtigen
Tieren vorsorglich behandelt werden.
Tollwut kommt weltweit vor. Nur wenige Länder
sind frei von Tollwut, z. B. England, Japan, Australien
und Neuseeland. Der letzten beiden gemeldeten Tollwutfälle,
die tödlich endeten, traten in Deutschland 1996
und 2004 auf. Ein Mann wurde damals von einem Hund in
Sri Lanka gebissen. Zu einer weiteren Tollwuterkrankung
mit tödlichem Ausgang kam es bei einem Mann nach
einem Indienaufenthalt, bei dem er Kontakt mit streunenden
Hunden gehabt hatte.
Wie wird Tollwut übertragen?
Der Erreger der Tollwut ist das Tollwut-Virus (Lyssavirus).
In den industrialisierten Ländern findet sich der
Tollwuterreger hauptsächlich bei Waldtieren, von
denen die Übertragung auf Haustiere und Menschen
ausgeht. Im Gegensatz dazu sind in Afrika, Asien und
Lateinamerika weiterhin Hunde die Hauptüberträger
der Tollwut und damit weltweit für die meisten
Todesfälle durch Tollwut verantwortlich.
Die häufigste Übertragungsart auf den Menschen
ist der Biss von infizierten Hunden, Katzen, Füchsen,
Waschbären, Skunks, Schakalen und Wölfen,
außerdem von Insektenfressern (z.B. Igeln) und
Vampirfledermäusen. Rinder, Pferde, Niederwild
und andere Vegetarier können zwar infiziert werden,
treten jedoch nur selten als Überträger der
Tollwut auf den Menschen auf.
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Ein
Jäger der einen Fuchs erlegt nimmt ihm das
wichtigste was er hat, sein Leben.
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Das Eindringen des Erregers durch die intakte Haut
ist so gut wie unmöglich. Daher ist die Infektionsgefahr
beim einfachen Kontakt (z.B. Streicheln) sehr gering.
Auch der Kontakt mit dem Speichel des infektiösen
Tieres stellt nur eine geringe Gefahr dar. Eine Infektion
kann aber erfolgen, wenn man sich nach dem Kontakt zum
infizierten Tier mit den ungewaschenen Händen die
Augen reibt. Ein sehr großes Infektionsrisiko
besteht durch Bisse oder Kratzverletzungen, auch wenn
diese nicht bluten.
Welche Symptome treten
bei Tollwut auf?
Die Erkrankung verläuft in drei Stadien. Im ersten
Stadium kommt es zunächst zu unspezifischen Symptomen:
Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen,
Durchfall und eventuell Husten. Im weiteren Verlauf
kommt es zu Reizbarkeit und Empfindlichkeit gegen Licht,
Geräusche und Luftzug. Das Fieber steigt weiter
kontinuierlich an.
Im darauf folgenden Akutstadium (Exzitationsstadium)
treten Zeichen von Hyperaktivität mit Muskelzuckungen
und Krämpfen auf. Desweiteren kommen Angstgefühle,
Unruhe, abwechselnd aggresiver und depressiver Gemütszustand
und Wasserscheu dazu. Die optische oder akustische Wahrnehmung
von Wasser führt zu Unruhe und Krämpfen, die
sich auf die gesamte Muskulatur erstrecken können.
Im letzten Stadium (Paralyse) treten fortschreitende
Lähmungen auf. Der Patient fällt anschließend
ins Koma und stirbt durch die Lähmung der Atmung.
Eine Tollwutinfektion endet so gut wie immer tödlich,
sobald die ersten Symptome aufgetreten sind.
Etwa 20 bis 50 Prozent der gebissenen Personen erkrankt
an Tollwut. Die Inkubationszeit beträgt in den
meisten Fällen drei bis zehn Wochen. Je näher
sich die Eintrittspforte am Gehirn befindet, desto kürzer
ist die Inkubationszeit.
Wie stellt der Arzt die
Diagnose?
Die Diagnose ist mittels Erregernachweis aus Speichel,
Nasensekret, Urin und Hirnflüssigkeit möglich.
Wie wird die Therapie
bei Tollwut durchgeführt?
Schon der Verdacht, mit einem tollwütigen Tier
in Kontakt gekommen zu sein, genügt, um eine Tollwutprophylaxe
durchführen zu müssen. Wirkungsvollster Schutz
gegen eine Tollwutinfektion ist die sorgfältige
Säuberung und Spülung von Bisswunden oder
Kontaktstellen mit klarem Wasser, Seifen- bzw. Spülmittellösungen.
Anschließend wird mit Alkohol oder Jodlösungen
desinfiziert. Schon bei leichten Kratzern oder nachdem
ein Tier an der Haut genagt hat, muss so schnell wie
möglich die Impfung nach dem WHO-Schema erfolgen.
Bei blutigen Bissen oder Kratzern kann ein Antiserum
(Gegengift) gegen das Tollwutvirus verabreicht werden.
Treten bereits die ersten Symptome auf, so ist eine
Impfung oder die Gabe des Antiserums nicht mehr wirksam.
Die Therapie erfolgt nun rein symptomatisch. Aber auch
unter intensivmedizinischen Bemühungen versterben
fast alle Patienten. Zwischen dem Auftreten der ersten
Symptome und dem tödlichen Ausgang liegen maximal
sieben Tage.
Was können Sie selbst
tun?
Nach dem Kontakt mit einem tollwutverdächtigen
Tier müssen Sie die betroffenen Hautstellen ausführlich
mit Wasser und Seife waschen und am besten desinfizieren.
Wenn Sie den Kadaver eines tollwutverdächtigen
Tieres berührt haben, dann lassen Sie diesen von
einem Förster sicherstellen.
Wie können Sie der
Tollwut vorbeugen?
Eine Impfprophylaxe ist nur für Personen erforderlich,
die gehäuft mit Wildtieren in Kontakt kommen. Für
die Urlaubsreise ist der Expositionsschutz vollkommen
ausreichend. Sie sollten nach Möglichkeit auf den
Kontakt mit scheinbar zahmen Tieren, auch Hunden und
Katzen, verzichten. In den Tropen und Subtropen muss
jedes Tier als tollwutverdächtig gelten. Das gilt
ganz besonders für Straßenhunde.

Ist trotzdem eine Kratz- oder Bissverletzung aufgetreten,
müssen Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Mit der
vorbeugenden Impfung sollten Sie nicht bis zur Rückkehr
aus dem Urlaub warten.
Deutsche Tollwutverordnung
geändert April 2006
Jährliche Tollwutimpfung nicht
mehr vorgeschrieben!
Achten Sie darauf, daß Ihr Tier einen Drei- oder
Vierjahresimpfstoff erhält!
Durch die Änderung der deutschen Tollwutverordnung
ist es nun auch in Deutschland möglich, Haustiere
für drei Jahre (Hunde) oder für vier Jahre
(Katzen) gegen Tollwut impfen zu lassen. Es sind derzeit
zwei Tollwutimpfstoffe am deutschen Markt, die bereits
die Mehrjahreszulassung besitzen, und zwar von Essex
und von Pfizer. Es wird erwartet, daß andere Impfstoff-Hersteller
für ihre Produkte im Laufe dieses Jahres ebenfalls
die Mehrjahreszulassung erhalten.
Tierhalter/innen sollten darauf bestehen, daß
ihre Katzen oder Hunde einen Mehrjahresimpfstoff bekommen
und daß der Tierarzt den nächsten Tollwutimpftermin
entsprechend im EU-Heimtierpaß einträgt.
Es empfiehlt sich deshalb, sich beim Tierarzt den EU-Heimtierpaß
zu besorgen, auch wenn man ihn nicht für Auslandsreisen
mit dem Haustier braucht. Die alten Impfpässe haben
i. d. R. keine Rubrik, in der der Tierarzt einträgt,
daß die nächste Tollwutimpfung in drei (Hunde)
oder vier Jahren (Katzen) fällig wird.
Viele Tierhalter/innen haben berichtet, daß Tierärzte
nicht bereit sind, auf die jährliche Tollwutimpfung
zu verzichten. Dabei werden allerlei merkwürdige
Behauptungen vorgebracht.
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