| Früher
war es selbstverständlich, dass der Langläufer
mit seinem Hund querfeldein gewandert ist. Heute, auf
gespurten Spuren, ist der Hund in Deutschland unerwünscht.
Wintersport mit Hund und Ski ist in Deutschland
kaum noch möglich.
Ein Verstoß gegen die Bestimmung "Hunde verboten"
kann mit einem Bußgeld belegt werden.
Für einen Wintersporturlaub
mit Hund müssen Sie in das benachbarte Ausland
ausweichen. Ferienhäuser in Europa
Skandinavien(Klassik-oder Skatingloipen,teilweise bis
nachts um 22Uhr beleuchtet),Frankreich(die "Hundenation"
in Europa),Italien,Österreich oder die Schweiz.
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Abfahrtsski oder Snowboard kommen
für den Wintersportler mit Hund nicht in Frage!
Denn auch der konditionsstärkste Hund hält
die rasanten Abfahrten auf weichem Boden nicht durch.
Ganz abgesehen davon, dass ein Hund auf der Piste
einen schweren Unfall haben oder auch verursachen
kann. |
Eine gute Alternative
bietet der Langlauf.
Diese Wintersportart ist durchaus für
gemeinsame Unternehmungen geeignet.
Wählen Sie zum Training den zeitigen Morgen oder
den späten Nachmittag. Zu diesen Zeiten sind die
Temperaturen niedriger, die Loipen schön hart und
die meisten Langläufer sind noch nicht unterwegs.
Mit einer leichten Laufleine, einem Anorak voller Leckerlis,
einer Menge Geduld und ein paar Freunden mit Langlauf-Skiern,
die Entgegenkommer und Überholer spielen, lässt
sich in einigen Trainingsstunden ein guter Langlauf-Hund
ausbilden.
Manche Hunde sind in der weißen Pracht jedoch
nur schwer zu bändigen. Wer das sportliche Wintervergnügen
mit Hund so stressfrei wie möglich gestalten möchte,
sollte entweder auf eine eigens gespurte Hundeloipe
gehen oder unsere Tipps befolgen.
Tipps zur Benutzung von
Langlauf-Loipen mit dem Hund
Seit einigen Jahren bieten Wintersportorte im Ausland
neben einer zweispurigen Loipen auch die so genannten
Skating-Loipen, auf denen der Eislaufschritt praktiziert
wird, an. Diese haben eine breite Lauffläche, allerdings
sind auf ihnen auch die schnellen Spurter unterwegs.
Laufen Sie deshalb auf Skating-Loipen nur mit einem
friedlichen Hund und ausschließlich zu ruhigen
Tageszeiten. Am besten ist es immer, wenn Sie sich abseits
der überlaufenen Langlauf-Zentren einsame Loipen-Abschnitte
suchen. Die Fremdenverkehrsämter verraten Ihnen
gerne die stillen Winkel.
Hunde, die ihre Kreise weit in den verschneiten Winterwald
ausdehnen, führen Sie an bestimmten Streckenabschnitten
am besten an der Leine. Das Wild hält sich im Winter
in Tallagen in der Nähe der Futterstellen auf –
und bittet um Ruhe, denn es braucht alle Kräfte.
Und denken Sie daran, die Hinterlassenschaften Ihres
Hundes schnellstmöglichst aus dem weißen
Schnee zu räumen.
Auch für den Hund ist Langlaufen ein Ausdauersport.
Ein gesunder Hund kann zwar etwas vom sauberen Schnee
fressen, besser ist es jedoch, ihm Wasser anzubieten.
Nehmen Sie deshalb immer ein Fläschchen und das
Schüsselchen mit auf die Winterwanderung.
Skiwanderungen
Skitouren von mehreren Stunden im Hochgebirge sind
für keinen Hund die geeignete Bewegungsmöglichkeit.
Aber Wanderungen auf geräumten und nicht gestreuten
(!) Forststraßen sind genau das Richtige für
gemütliche Wanderungen mit dem Hund, an denen auch
der Vierbeiner seine höchste Freude hat. Falls
Sie nebenher Langlaufen möchten, bedenken Sie bitte:
Alles, was der Skifahrer im leichten Gleiten bewältigt,
muss der Hund laufen und sinkt dabei noch ein. Und wenn
die Bergwacht einen Hund retten muss, kann es sehr schnell
sehr teuer werden.
Hundeloipen
An manchen Orten im Ausland werden sogar spezielle Loipen
für Hundebesitzer gespurt. Dies sind meistens kurze,
kreisförmig angelegte Loipen am Ortsrand, auf denen
sich der Hund frei bewegen darf. Da diese Strecken jedoch
oft recht kurz sind (zwischen 1,5 und 6 km), kann sich
zwar der Hund, nicht aber sein Besitzer richtig austoben.
Neuschnee
Wenn der Schnee frisch gefallen ist, sind die Loipen
weich. Die Hundepfoten sinken dann tief ein und Eisklumpen
bilden sich zwischen den Zehen. Neuschnee ist für
einen Langlauf mit dem Hund deshalb nicht zu empfehlen.
Bauen Sie lieber einen Schneemann mit Schnee.
Mit dem Hund im Schnee...........
Hunde werden heutzutage in der beheizten Wohnung gehalten,
daher entwickeln sie nur spärlich ihr Winterfell,
viele Rassen haben von Haus aus ein sehr kurzes, feines
Haarkleid und sind daher nicht sonderlich abgehärtet.
Daher sollte man darauf achten, dass der Hund nicht
friert, d.h. Spaziergänge sollten auf das Tier
abgestimmt werden.
Für den Hund ist die Bewegung auf verschneiten
Untergrund anstrengender als auf trockenen Boden. Man
sollte darauf achten, dass das Tier nicht überfordert
wird.
Viele Hunde toben nicht nur im Schnee, sie fressen ihn
auch gern. Das kann aber gefährlich werden. Größere
Schneemengen können zu einer Magenschleimhautentzündung
mit Erbrechen und Durchfall führen.
Ganz wichtig ist im Winter
die Pfotenpflege!
- Zwischen den Zehen bilden sich schnell kleine Eis-
und Schneeklumpen, die die Haut verletzen können.
- Auch Streusalz setzt den Hundepfoten zu. Bei langhaarigen
Vierbeinern sollten die Ballen gut ausgeschnitten
werden. Reibt man die Pfoten mit Vaseline ein können
sich Schmutz, Eis und Salz nicht so gut festsetzen.
- Kleine Verletzungen behandelt man mit einem lauwarmen
Bad und einer Wundsalbe.
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